Arbeiten in Mexiko

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Traumstrände und altes Kulturgut der Maya und Azteken, Kaffeeplantagen und Kokoshaine, Korallenriffe und Indiodörfer oder die Hauptstadt des Landes mit ihren riesigen Ausmaßen machen Mexiko zu einem beliebten Reiseziel für deutsche Touristen. Aber auch für auswanderungswillige Arbeitnehmer ist Mexiko eine interessante Destination.

In Mexico-City, wo einst auch die blühende Aztekenhauptstadt Tenochtitlán lag, herrschen heute Arbeitsplatzmangel und eine hohe Kriminalitätsrate. Auf einem Areal von 2.600 Quadratkilometern leben rund 22 Millionen Einwohner unterschiedlichster Kulturen und Herkunft, teilweise in großer Armut. In diesen Moloch begeben sich an Auslandsjobs interessierte, abenteuerlustige Deutsche besser nur, wenn sie bereits auf der Gehaltsliste einer der dort angesiedelten internationalen Firmenkonzerne stehen.

Die Arbeitsmarktsituation ist schwierig, hat aber Potenzial

Das Arbeiten in Mexiko ist auf den ersten Blick nicht so leicht. Die mexikanische Wirtschaft hat durch interne Krisen und schwächelnde ausländische Investoren in den letzten Jahren mächtige Rückschläge einstecken müssen. Trotz regen Handels mit den USA fiel die Handelsbilanz schlecht aus. Sowohl Beschäftigungszahlen als auch Löhne und Gehälter gingen zurück.

Dennoch war Mexiko im letzten Jahr die bedeutendste Exportnation Lateinamerikas. Das Land verfügt über große Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorkommen und andere Bodenschätze sowie eine in vielen Bereichen wettbewerbsfähige Industrie.

Die schlechte Wirtschaftslage und der starke Bevölkerungszuwachs wirken sich entsprechend negativ auf den Arbeitsmarkt aus. Die Zahl der Arbeitslosen steigt stetig. Arbeitsbewilligungen an ausländische Staatsangehörige werden daher nur dann erteilt, wenn Arbeitgeber nachweisen können, dass eine vergleichbare Arbeitskraft auf dem mexikanischen Arbeitsmarkt nicht zu finden ist.

Die besten Aussichten auf Anstellung und Arbeitsbewilligung haben deshalb überdurchschnittlich hoch qualifizierte Fachkräfte. Oft handelt es sich dabei um ausgesprochene Spezialisten, von denen man sich wichtige Impulse für mexikanische Wirtschaft verspricht.

Neben der Landes- und Amtssprache Spanisch wird Englisch gesprochen. Gute Kenntnisse beider Sprachen sind für den Arbeitsalltag somit unumgänglich. Wichtig für die Arbeitsuche sind persönliche Kontakte vor Ort, Kenntnisse über Land und Leute sowie detaillierte Informationen über potenzielle Arbeitgeber. Kommt es zu einem schriftlichen Arbeitsvertrag sollte dieser vor der Unterzeichnung möglichst von einem Sachverständigen geprüft werden.

Eine Einreise empfiehlt sich erst dann, wenn die offizielle Arbeitsbewilligung erteil worden ist. Bedenken Sie, dass die Formalitäten viel Zeit in Anspruch nehmen. Lassen Sie sich vor dem Stellenantritt vom Arbeitgeber die Arbeitsbewilligung vorlegen und treffen Sie eine schriftliche Vereinbarung über

  • Reisekosten der Antrittsreise,
  • Umzugskosten,
  • Bezahlten Heimaturlaub,
  • Rückreise und Umzugskosten im Falle der Kündigung,
  • Lohnanpassung an die Teuerungsrate,
  • Sowie alle anderen üblichen Vertragsbestandteile.

Die Löhne in Mexiko können unter Umständen deutlich unter dem deutschen Durchschnittseinkommen liegen. Erwerbstätige ausländische Staatsangehörige sind verpflichtet, Einkommenssteuer zu zahlen. Sie beträgt maximal 35 Prozent beträgt. Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist in Mexiko unerlässlich.

Hinweis: Arbeitgeber müssen ihre Angestellten bei einer obligatorischen Pensionsversicherung SAR ( Systema de Ahorro para el Retiro und dem INFONAVIT (Fondo nacional de vivienda) anmelden. Die Versicherungsbeiträge belaufen sich auf zwei bis fünf Prozent des Bruttolohnes und gehen zu Lasten des Arbeitgebers.

Quelle: freenet.de
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