Berufe mit Zukunft

Berufe mit Zukunft
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Berufe mit Zukunft

 © Getty Images

Sich wandelnde Märkte und technische Weiterentwicklungen wirken sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Es entstehen immer wieder neue Berufsbilder und manch einer verliert den Überblick. Was liegt im Trend? Welcher Beruf hat Perspektive?

Im folgenden stellen wir Ihnen neue Berufe vor, die zu den so genannten Trendberufen gehören, denn es ist in den vergangenen Jahren ein steigender Bedarf dieser Berufsbilder zu verzeichnen.

Derartige "Trend-Berufe" entstehen in den den meisten Branchen. Die Bildungsvoraussetzungen sind sehr unterschiedlich. Das heißt also, dass nicht nur neue Berufe im Technologie- oder Energiesektor entstehen. Auch einfachere Tätigkeiten werden in einigen Bereichen mitunter verstärkt nachgefragt.

Zu den neuen Berufen zählen in diesem Jahr zum Beispiel der/die Polster- und Dekorationsnäher/-in, der/die Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice und die Fachkraft Agrarservice. Bei diesen Berufen wurden die beruflichen Inhalte grundlegend modernisiert und neue Ausbildungsinhalte entwickelt. Die fachlichen Vorschriften zur Regelung der Ausbildung stammten teilweise noch aus den Vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Eine Anpassung an die heutigen Verhältnisse in der Arbeitswelt war also mehr als überfällig.

Stellen Sie sich einmal vor, sie müssten beruflich für einige Zeit nach Namibia. Wie würden Sie bei der Wohnungssuche vorgehen? Hätten Sie Lust und Zeit, sich um Behördengänge, notwendige Bankgeschäfte vor Ort oder die Suche nach einem Umzugsunternehmen, das sie bis ans Ende der Welt begleitet, zu kümmern? Möglicherweise weniger.

Dies und noch viel mehr erledigen Relocation Specialists. Sie betreuen zum einen ausländische Mitarbeiter und deren Angehörige am neuen Arbeitsort Deutschland. Zum anderen helfen sie Deutschen Arbeitnehmern, die an einen neuen Standort im Ausland versetzt werden.

Ein Relocation Specialist hilft bei der

  • Vorbereitung auf den Auslandseinsatz,
  • Rundum-Betreuung neuer Mitarbeiter/innen aus dem Ausland,
  • Betreuung der Angehörigen,
  • Abwicklung des Umzuges,
  • Wohnungsbeschaffung,
  • Organisation vor Ort,
  • Unterstützung bei der Schaffung von sprachlichen Voraussetzungen.

Berufliche Voraussetzungen

Auslandserfahrung und Sprachkenntnisse sollte man schon besitzen, um als Relocation Specialist erfolgreich zu sein. Freude am Umgang mit Menschen, Zuverlässigkeit und Sensibilität sind zusätzliche hilfreiche Eigenschaften. Es gibt derzeit keine spezielle Ausbildung. Oft werden wird ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Betriebswirtschaft, Kultur- oder Sozialwissenschaften oder aber Psychologie oder Pädagogik zur Einstiegsvoraussetzung erklärt. Die European Relocation Association EuRA entwickelt bereits Qualitätsstandards für die Arbeit von Relocation-Agenturen.

Am besten geeignet sind vermutlich kontaktfreudige Beraterpersönlichkeiten, die selbst schon häufiger den Wohnort gewechselt haben. Kenntnisse im Personalrecht können zudem nicht schaden, denn die Spezialisten für Umzugsangelegenheiten beraten auch gelegentlich Firmen, die komplette Abteilungen auslagern bei der Schaffung von günstigen Konditionen für ihre Mitarbeiter/innen. Dabei ist höchst sensibles Vorgehen angesagt, da ein berufsbedingter Wohnortwechsel für die meisten Menschen ein dramatisches Ereignis im Leben ist, wie eine wissenschaftliche Studie belegt.

Energieberater/innen planen den Energieeinsatz in Privathaushalten und Firmen mit dem Ziel der Energieeinsparung. Energieberater/innen arbeiten vor allem in Energieversorgungsunternehmen oder bei der Geräteindustrie und besuchen Kunden und Kundinnen vor Ort.

Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Ausarbeitung eines Konzeptes,
  • Informieren der KundInnen über Energieeinsparung, optimaler Energieausnutzung und/oder Einsatz umweltfreundlicher Energieträger,
  • Erstellung von kommunalen Energiekonzepte,
  • Einbeziehung regenerativer Energiequellen,
  • Durchführen von Informationsveranstaltungen,
  • Demonstrieren von Pilotanlagen,
  • Kontakt zu Herstellern, Architekten/ Architektinnen, umweltpolitischen Gremien und Umweltschutzverbänden zu halten.

Berufliche Voraussetzungen

Energieberater sollten über technisches und wirtschaftliches Verständnis verfügen sowie kunden- und serviceorientiert sein. Bei ihrer Informations- und Beratungstätigkeit sind ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten erforderlich. Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht. ´

Viele Energieberater haben einen naturwissenschaftlichen oder technischen Hochschulabschluss, ein Diplom in Ökotrophologie, andere verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Elektrotechnik, Maschinenbau oder Versorgungstechnik mit der Meister-Qualifikation. Darüber hinaus ist eine Weiterbildung zum Energieberater erforderlich.

Beschäftigt werden Energieberater/innen bei kommunalen und privaten Energieversorgern, Verbraucherzentralen, Industrieunternehmen und Elektrogeräte-Herstellern. Sie sind aber auch auf selbständiger Basis in beratender Funktion oder als Gutachter im Einsatz.


Die neutralen Konfliktvermittler regeln außergerichtlich Konflikte zum Beispiel in Scheidungsangelegenheiten oder bei Wirtschafts- und Umweltstreitigkeiten. Für die Klienten ist diese Art der Konfliktlösung die preisgünstigste Art, sich aus der Affäre zu ziehen.

In Deutschland ist dieser Beruf seit den 90er Jahren bekannt und findet zunehmend größeres Interesse. Die Mediation soll die Konfliktparteien unterstützen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dabei wird nicht die Schuldfrage geklärt, sondern lediglich ein Weg zur Einigung gesucht.

Mediatoren haben folgende Aufgaben:

  • Verhandlungseröffnung,
  • Herausarbeiten der unterschiedlichen Standpunkte beider Parteien,
  • Ermittlung der tatsächlichen Bedürfnisse mithilfe der Kontrahenten,
  • Erarbeitung von Lösungsansätzen,
  • Schriftliches Festhalten des Lösungskonzeptes,
  • Rechtliche Absicherung dieser Lösung.

Berufliche Voraussetzungen

Prädestiniert für den Beruf des Mediators sind Juristen und psychosoziale Berufsgruppen, die sich zum Mediator weitergebildet haben. Aber auch ein Studium der Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften, Sozialpädagogik, Theologie oder Kommunikationswissenschaften schaden nicht als Einstiegsvoraussetzung. Eine Fortbildung wird beispielsweise an der Fernuniversität Hagen angeboten.

Im Bereich Wirtschaftsmediation bilden die regionalen IHKs aus. Controller, Personal- und Organisationsentwickler/innen, oder Unternehmensberater/innen mit persönlichen Eigenschaften wie Geduld, Einfühlungsvermögen, Beharrlichkeit sowie einem gewissen Maß an Lebenserfahrung gelten für diesen Beruf als besonders geeignet.

von Petra Märlender

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland allerdings noch weit hinter anderen EU-Staaten, wo die Vermittlung durch Mediatoren vielfach schon integraler Bestandteil vieler wirtschaftlicher oder sozialer Prozesse ist. So werden beispielsweise in den Niederlanden bereits seit Jahren Mediationsverfahren staatlich gefördert und in Großbritannien gibt es sogar eine gesetzliche Regelung, dass familiäre Streitigkeiten zunächst bei einem Mediator landen, bevor ein Rechtsanwalt mit dem Problem betraut wird.

In Österreich trat im April ein Zivilrechtsmediationsgesetz in Kraft, das für Mediatoren berufsrechtliche Dinge wie Honorarfragen klärt. In Deutschland bieten mittlerweile jedoch immer mehr Institute und auch Universitäten Ausbildungswege an. Der Nachteil: Noch ist der Beruf des Mediators lediglich eine Weiterbildung beziehungsweise eine Zusatzqualifikation und somit nicht in den (universitären und Berufs-) Alltag integriert, daher müssen Teilnehmer selbst in die Tasche greifen. Manchmal werden die anfallenden Kosten jedoch von Arbeitgebern, die Wert auf Konfliktlösungen innerhalb ihres Betriebes legen, getragen.

Die Auswahl eines Institutes sollte jedoch mit Bedacht erfolgen, denn noch ist in Deutschland nicht klar geregelt, wer sich Mediator nennen darf. Verschiedene Vereine wie der Bundesverband Mediation oder die Deutsche Gesellschaft für Mediation setzen sich jedoch für grundlegende Standards ein, um eine Qualitätssicherung zu wahren.

Beide genannten Vereine verlangen beispielsweise eine 200-stündige Ausbildung zum Mediator und bereits gesammelte Erfahrungen in dem Bereich, in dem mediiert werden soll.

Wer sich für eine Weiterbildung zum Mediator entscheidet, muss durchschnittlich mit Kosten von rund 3500 Euro rechnen. Die Seminare finden in der Regel an Wochenenden statt und sind meist über zwei Jahre hinweg verteilt.

Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland

Ausbildungsstandards

Bundesverband Mediation e.V.

Kirchweg 80, 34119 Kassel
Fon:
Telefon: 0561-7396-413
E-Mail: info@bmev.de

 

Deutsche Gesellschaft für Mediation

Beethovenstr. 32, 58097 Hagen
Telefon: 02331-987-4860
E-Mail: info@dgm-web.de

Ausbildungsmöglichkeiten: Beispiele

Centrale für Mediation

Unter den Ulmen 96-98, 50968 Köln
Telefon 0221-93738-801
E-Mail: cfm@mediate.de

Akademie von Hertel

Rolfinckstraße 12 a, 22391 Hamburg
Telefon: 040-5367911
E-Mail: anita@vonhertel.de

Wissenschaftliche Weiterbildung - Universität Heidelberg
Bergheimer Straße 58, Gebäude 4311, 69115 Heidelberg
Telefon: 06221-547810
E-mail: wisswb@uni-hd.de
Internet: www.wisswb.uni-hd.de


FernUniversität Hagen

FB Rechtswissenschaft
LG Gräfin von Schlieffen, Universitätsstr. 21, 58084 Hagen
Telefon: 02331-987-2878
E-Mail: LG.vonSchlieffen@fernuni-hagen.de

Regelmäßige Friseurtermine gehören zum Standard, Kosmetikbehandlungen, Maniküre und Fußpflege schleichen sich vermehrt in die Terminkalender der Frauen von heute. Warum nicht als Nail Designerin von diesem Boom profitieren?

Zeiten, in denen Nagelstudios ausschließlich lange rote Fingernägel an die Frau brachten, sind vorbei. Vielmehr verhelfen ausgebildete Fachleute heute zu schönen, gepflegten Händen - unabhängig ob bei Frauen mit dünnen, stark beanspruchten oder mit brüchigen Nägeln. Je nach Wunsch begradigen Nail Designerinnen eingerissene und gespaltene Ränder, füllen Unebenheiten aus oder führen Verlängerungen durch. Um die 80 Euro zahlen Kundinnen für diese Verschönerung, Anschlussbehandlungen schlagen dann mit etwa 40 Euro zu Buche.

Zeiten, in denen eine langjährige Ausbildung, bedingt durch die notwendige intensive Übungsphase vorausging, sind ebenfalls vorbei. Im staatlich anerkannten Fernstudium HOME LEARN von Essential Nails mit abschließendem Zertifikat lernen Interessierte von zu Hause aus alles Notwendige: Produkt- und Nagelkunde, Anwendung und Pflege sowie Ratschläge für den erfolgreichen Kundenkontakt. Trainingsvideo, Lehrbuch und ständige telefonische Unterstützung führen durch das Programm.

Für die notwendige intensive Übungsphase steht eine Übungshand, der NAIL TRAINER, zur Verfügung; unter authentischen Bedingungen erduldet sie Nagelmodellage um Nagelmodellage, bis zum perfekten Ergebnis. Unschöne Effekte, aufwändiges Modellsuchen, zeitliche Gebundenheit und langwierige Lernprozesse gehören der Vergangenheit an. Je nach Übungshäufigkeit benötigen Studentinnen für ihre Ausbildung ein bis drei Monate - dann verhelfen sie innerhalb einer angemessenen Zeit von anderthalb Stunden Kundinnen zu schönen und gepflegten Fingernägeln.

Parallel zur praktischen Ausbildung beantworten die Anfänger beiliegende Fragebögen, dokumentieren während der unterschiedlichen Lernphasen ihre Ergebnisse, indem sie die bearbeiteten Nägel in entsprechende Prüfungskarten stecken, und schicken beides am Ende zur Beurteilung ein. Erst nach bestandener Prüfung durch Essential Nails erhalten die angehenden Beauty-Spezialisten das notwendige Abschlusszertifikat, welches eine Selbständigkeit voraussetzt.

Besonders Frauen mit Kindern, aber auch Beschäftigte der Branche, die sich weiterbilden möchten, erhalten durch HOME LEARN eine qualifizierte und anerkannte Ausbildung mit Zukunftschancen. Ob im eigenen Studio, von zu Hause oder unterwegs aus, als Angestellte in einem Hotel, Kosmetikstudio oder beim Friseur - die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig und interessant.

Ausbildung zur Nagel-Designerin

Voraussetzung: Interesse an Schönheit und Pflege sowie Lust und Spaß am Kontakt mit Menschen

Ausbildungsdauer: ein bis drei Monate

Verdienst: Angestellte zwischen 1000 und 2500 Euro brutto, bei Selbständigen erhöht sich der Verdienst, aber auch das Risiko

Infos: Tel: 0421-3677189 oder www.essentialnails.de

Kosten: einmalig 499 Euro zuzüglich Versandkosten für das Lernset. Die Kosten sind vollständig beim Finanzamt absetzbar.


Anders als bei uns in Deutschland gehören Literaturagenten im englischsprachigen Raum zur Welt der Literatur dazu. Sie sind die Vermittler zwischen Verlag und Autor. Sie lesen Manuskripte und prüfen sie hinsichtlich Qualität und Marktchancen, stöbern Talente auf und vermitteln sie an Verlage.

Darüber hinaus führen Literaturagent/innen per Telefon Verkaufsgespräche oder kontaktieren Verlage. Sie führen Verhandlungen über Erstausgaberechte, Übersetzungs- und andere Weiterverarbeitungsrechte und betreuen und überwachen die Einhaltung der Verträge. Sie kontrollieren Abrechnungen sowie die Einhaltung der Konditionen und Zahlungen gegen prozentuale Gewinnbeteiligung.

Literaturagent/innen vertreten Autoren im Ausland und sorgen dafür, dass deren Bücher auch im deutschsprachigen Raum einen Verlag finden. Dafür benötigen sie zum einen Sachkenntnis, um die Werke passenden Verlagen anzubieten.

Zum anderen ist viel Fingerspitzengefühl vor allem dann notwendig, wenn Autoren informiert werden müssen, dass ihre Bücher beim Leser nicht ankommen. Literaturagent/innen arbeiten zumeist gegen Provisionen.

Für diese anspruchsvolle Aufgabe ist auf jeden Fall ein Studium erforderlich. Die Agentur für Arbeit empfiehlt für diesen Beruf ein Studium der Sprach- oder Literaturwissenschaften oder aber eine abgeschlossene Ausbildung als Buchhändler/in oder Verlagskaufmann/-frau. Auch ein Volontariat als Lektor/in oder Redakteur/in könne diesen Zweck erfüllen.

Darüber hinaus ist das Studienfach Anglistik als Hauptfach ratsam, da vor allem mit englischer und amerikanischer Literatur gehandelt wird. Eine mehrjährige Berufserfahrung im Buchhandel sowie gute Kontakte zu Autoren und Autorinnen, Verlegern, Lektoren und Produzenten erleichtern den Einstieg in diesen neuen Beruf.

Was früher der oder die Außendienstmitarbeiter/in war, wird heute ganz modern POS-Manager genannt. POS steht für "Point of Sale" und ist der englische Fachausdruck für "Verkaufsstelle". POS-Manager betreuen zum Beispiel Supermärkte oder Warenhäuser oder werden auf Messen eingesetzt. Sie sind für den Distributionsaufbau und -ausbau verantwortlich. Sie beobachten aber auch den Markt und organisieren Umsatz steigernde Events und Strategien.

POS-Manager prüfen, ob Absprachen zwischen den Firmenzentralen und einzelnen Märkten eingehalten werden. Sie beraten ebenso bei der Umsetzung. Dabei hängt der Marken- und Produkterfolg immer stärker von ihrem Engagement ab. Mitunter konzipieren sie auch neue POS-Marketingformen oder -strategien, immer mit dem Ziel, Kunden direkt vor Ort aktiv zum Kaufen zu bewegen.

Für diesen Job ist ein umfassendes Fachwissen aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und Handel notwendig. Gebietsleiter/innen, Bezirksleiter/innen, Markenartikelreisende und Verkaufsberater/innen eignen sich nach Ansicht der Agentur für Arbeit am besten für diese vielseitige Tätigkeit. Eine kaufmännische Ausbildung mit entsprechender Berufserfahrung wie Einzelhandelskaufmann/-frau oder Werbekaufmann/-frau sowie eine anschließende Weiterbildung an einer Werbeakademie oder sogar ein betriebswirtschaftliches Studium gelten für diesen Beruf als idealer Einstieg.

Touristikmanager spüren neue Urlaubstrends auf, setzen diese um und bringen sie professionell an den Mann oder die Frau.

Dabei handelt es sich zwar nicht um einen langweiligen, aber immerhin doch überwiegend um einen Bürojob.

Touristikmanager befassen sich überwiegend mit der Abwicklung von Marketing- und Managementaufgaben im Touristikbereich.

Sie arbeiten direkt vor Ort in Hotels, in Fremdenverkehrsbüros oder bei Reiseveranstaltern. Sie übernehmen darüber hinaus gelegentlich auch Aufgaben in der Kundenberatung.

Die Ausbildung wird als Weiterbildung an Berufsakademien angeboten.

Es gibt aber auch Studiengänge an Hochschulen (BWL, Schwerpunkt Tourismusmanagement/ Tourismuswirtschaft) und Berufsakademien.

Ein Merchandiser arbeitet im Einzelhandel und wird als Warenbewirtschafter oder Shop-Betreuer eingesetzt. Er/Sie kümmert sich um eine ansprechende Präsentation der angebotenen Produkte und entwickelt mitunter auch die entsprechende Verkaufsstrategie.

Merchandiser fungieren als Bindeglied zwischen Marketing und Vertrieb direkt vor Ort. Für diesen Job sind Kreativität und Fantasie gefragt. Man sollte auch das nötige Selbstbewusstsein mitbringen. Denn man sollte in der Lage sein, die Konsumenten aktiv zum Kauf zu bewegen.

Für diesen Job eignen sich:

  • Absolventen eines wirtschaftswissenschaftlichen Studienganges mit dem Schwerpunkt Marketing
  • Auszubildende zum/zur Schauwerbegestalter/in
  • Auszubildende zum/zur Werbefachwirt/in

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel in Verbrauchermärkten, SB-Warenhäusern oder in Fachmärkten. Durch das ständig steigende Angebot an Waren und neuen Produkten wächst auch die Bedeutung der Bereiche Marketing, Werbung und Merchandising. Deshalb wird das Arbeitsplatzangebot laut der Agentur für Arbeit voraussichtlich zunehmen.

Informativer Link:

Merchandiser

Das Berufsbild des Content Managers ist erst seit Ende der neunziger Jahre in Deutschland bekannt. Es wurde aus den USA importiert. Content Manager sind sozusagen die Redakteure der Neuen Medien. Content Manager planen, entwickeln und verwalten die redaktionellen Inhalte von Internet- und Intranet-Angeboten.

Sie konzipieren neue Themen und Rubriken und präsentieren diese möglichst benutzerfreundlich. Dafür schreiben sie eigene Texte oder kaufen Textmaterial extern ein und bearbeiten es anschließend. Content Manager beschäftigen sich dabei unter Umständen auch mit Fragen der Geschäftsführung, des Vertriebs, des Marketings, der Technik und der Gestaltung. Sie bilden eine Schnittstelle zu Zulieferern und Kunden und bauen Content-Kooperationen auf. Zielgruppenkenntnisse, Verhandlungssicherheit und Durchsetzungsvermögen sind für diesen Job unerlässlich.

Die Kernaufgaben von Content Managern sind:

  • Aufsicht, Leitung
  • Entwurf
  • Kalkulation
  • Kundenberatung, -betreuung
  • Marketing
  • Marktforschung
  • Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations
  • Projektleitung
  • Redaktion
  • Vertrieb

Content Manager arbeiten in Unternehmen, die ein eigenes Internetangebot besitzen oder aufbauen wollen oder bei Medienunternehmen und Portalbetreibern; im Verlagsgewerbe, bei Rundfunk- oder Fernsehanstalten. Auf den Beruf wird in Form von Lehrgängen von privaten Bildungsträgern vorbereitet. Aber auch für Quereinsteiger mit entsprechenden Praxiserfahrungen gibt es Möglichkeiten.

Darüber hinaus werden an einigen Hochschulen Weiterbildungskurse angeboten. Zulassungsvoraussetzung sind in der Regel ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium oder ein abgeschlossenes journalistisches Volontariat.

Informative Links:

Content Manager


Ein Beruf im Gesundheitswesen, der einmal nichts mit der pflegerischen beziehungsweise therapeutischen Fachrichtung zu tun hat. Denn hier kommen Menschen zum Einsatz, die besonders gut sich mit Bits und Bytes auskennen.

Sie kümmern sich um die Beschaffung, Verarbeitung, Auswertung und Präsentation von medizinischen Daten und Informationen.

Die Medizinische Dokumentation umfasst die Bereiche:

  • Statistik
  • Organisation
  • Datenverarbeitung
  • Literaturdokumentation.

Medizinische Dokumentar/innen unterstützen Ärzte, Statistiker und Verwaltungskaufleute bei der Verarbeitung und Archivierung der zunehmenden Datenmengen.

Ihr Aufgabenbereich umfasst Tätigkeiten aus den Bereichen Dokumentation, Statistik und Datenverarbeitung.

Sie werden in Krankenhäusern, wissenschaftlichen Instituten der pharmazeutischen und der medizintechnischen Industrie, Forschungsinstituten, Gesundheitsämtern, medizinischen Dokumentationsstellen, onkologischen Nachsorgestellen, kassenärztlichen Vereinigungen, Krankenkassen, Softwarefirmen, Gemeinschaftspraxen und Bibliotheken eingesetzt.

Die Berufsaussichten von Medizinischen Dokumentaren werden bundesweit weiterhin als sehr gut eingeschätzt. Es gibt verschiedene Bildungsträger, die Fortbildungskurse anbieten. Die Kosten werden in vielen Fällen vom Arbeitsamt übernommen.

Informativer Link:

Deutscher Verband Medizinischer Dokumentare

Wellness-Trainer beraten ihre Klientel in Sachen Gesundheit. Bei der Erstellung der Analysen können sie auch auf Computerprogramme zurückgreifen und arbeiten unter Umständen mit Medizinern zusammen.

Für diese Aufgabe ist ein breites Fachwissen notwendig, das unter anderem fundierte medizinische, sportpädagogische und ernährungsphysiologische Kenntnisse umfassen sollte. Die Wellness-Branche orientiert sich überwiegend an den Kundenbedürfnissen.

Neue Trends im Sport und Lifestyle spielen eine große Rolle. Wichtig für diesen Beruf sind Kenntnisse auf den Gebieten Ganzheitlichkeit, Umwelt, Naturkost, Psychologie, Esoterik, alternative Heilmethoden (Naturheilkunde, Ayurveda, Chinesische Medizin), Naturkosmetik, Funsport, Cardiofitness und Wellness-Urlaub.

Hinzu kommen Soft Skills wie

  • Denkvermögen und Fantasie
  • Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein
  • Gutes Erscheinungsbild und entsprechende Umgangsformen
  • Flexibilität und Kontaktfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit und selbstständige Arbeitsweise

Ob in Festanstellung oder frei schaffend – als Wellness-Trainer haben Sie vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Arbeitsplätze gibt es zum Beispiel im Fitnesscentern, Kur- oder Reha-Einrichtungen, Sportparks, in Hotels oder Clubanlagen, Schönheitsfarmen sowie im Bereich Betriebssport bei größeren Unternehmen.

Interessenten sollten eine Ausbildung im Bereich Physiotherapie, Kosmetik, Sport, Psychologie, Medizin, Oecotrophologie, Körpertherapie, asiatische Gesundheitslehre oder Ähnliches absolviert haben. Die Weiterbildung zum Wellness-Trainer findet dann in Kursen statt, die unter Umständen auch vom Arbeitsamt gefördert werden.

Umweltfreundliche Energien sinnvoll in Privathaushalten und Wirtschaftsbetrieben einsetzen ist das Hauptanliegen von Energieberatern. Sie erarbeiten Konzepte und informieren ihre Kunden über die Möglichkeiten der Energieeinsparung und optimaler Energieausnutzung. Energieberater führen auch Informationsveranstaltungen durch. Sie arbeiten für Energieversorgungsunternehmen oder Gerätehersteller.

Als Zugangsvoraussetzung für diesen Beruf gelten eine abgeschlossene Fortbildung als Hauswirtschaftlicher Betriebsleiter oder Installateur- und Heizungsbauermeister. Bei entsprechender Berufserfahrung und mit den erforderlichen Kenntnissen haben laut Arbeitsamt auch andere Fachkräfte aus den Bereichen Energie-/Versorgungstechnik, Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik gute Chancen, in diesen Beruf ein zu steigen.

Zu den Aufgaben von Energieberatern gehören:

  • Kundenberatung und -information
  • Prüfung der technischen Gegebenheiten im Haushalt/Betrieb in Bezug auf Heizung, Warmwasserbereitung, Wärmedämmung, Wärmerückgewinnung
  • Energietechnische Beurteilung von Gebäuden und Erstellung von Energieanalysen
  • Ausarbeiten eines kompletten Energiekonzeptes
  • Beratung in Sachen Finanzierung und staatlicher Förderung
  • Gewinnung von Kunden für umweltfreundliche Energien
  • Planung kommunaler Energiekonzepte

Berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von Hochschulen, IHKs und HWKs sowie privaten Bildungsträgern angeboten. Das Arbeitsamt informiert über aktuelle Kurse und übernimmt in einigen Fällen gegebenenfalls die Kosten. Die Fortbildungslehrgänge können bis zu elf Monate dauern. Günstigste Zugangsvoraussetzung ist laut Agentur für Arbeit ein Meisterabschluss in einem bau- oder gebäudetechnischen Handwerk.

Fluten von Informationen filtern und auf die wesentlichen Fakten zusammenstellen – dies zählt zu den die Aufgaben der Informations-Broker. Ohne umfangreiches Fachwissen ist professionelles Informations-Broking nach Meinung von Experten kaum möglich.

Voraussetzung für diesen Beruf sind eine gute Allgemeinbildung, die Fähigkeit zur Recherche und zur Präsentation, Englischkenntnisse sowie genaues Wissen über Datenbanken, Bibliotheken und CD-ROMs. Denn gerade die Nutzung von Datenbanken im Internet muss teuer bezahlt werden.

Hochschulabsolventen sind für diesen Job am besten geeignet. Sie bringen bereits ein fundiertes Fachwissen mit und müssen nur noch die Methoden einer modernen Recherche hinzulernen.

Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI) gibt es in Deutschland etwa 5.000 hauptberufliche Informations-Broker. Sie kommen häufig in mittelständischen Betrieben zum Einsatz oder sie arbeiten zum Beispiel in Werbeagenturen, Verlagen, Anwaltspraxen oder Unternehmensberatungen.

Die Ausbildung kann je nach Bildungseinrichtung als Teilzeit- oder Vollzeitveranstaltung erfolgen. Das Arbeitsamt nennt Ihnen entsprechende Bildungsträger, die entsprechende Kurse anbieten. Eine andere Zugangsmöglichkeit ist ein universitärer Abschluss als Informationswissenschaftler oder Diplom-Informationswirt.

Coaching hat sich in den letzen Jahren bei Dienstleistern aus dem Personalbereich zu einer guten Verdienstmöglichkeit auf selbständiger Basis entwickelt. Die Beratung von Fach- und Führungskräften in beruflichen Fragen gewinnt in Zeiten von Arbeitslosigkeit und zugleich aber auch einem großen Mangel an Fachkräften immer mehr an Bedeutung. Wo sind neue Trends am Arbeitsmarkt zu erkennen? Welche zukunftsträchtigen Berufe gibt es? Welche Fortbildungen könnten künftig gefragt sein? Wie kann ich mich mit meinen Fähigkeiten am besten verkaufen? Welchen Weg soll ich überhaupt gehen?

Coaches beraten Klienten zu Fragen aus dem Berufsleben und geben individuelle Tipps zu einer besseren Gestaltung des Arbeitslebens. Die meisten führen zusätzlich im Firmenauftrag Seminare und Workshops durch. Die Personalexperten sollten neben Beratungskompetenz über Berufspraxis und umfassende theoretische Kenntnisse und hinreichende Branchenkontakte verfügen, wenn sie sich in diesem Metier am Markt etablieren wollen.

Um in diesem Beruf sein Geld zu verdienen, sollte ein breites betriebs- /personal- wirtschaftliches und nicht zuletzt auch psychologisches Wissen vorhanden sein. Der Berufseinstieg erfolgt meist über ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Personalwesen, ein Studium der Wirtschaftspädagogik, ein Jurastudium mit Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht oder ein Psychologiestudium.

Danach folgen eine Ausbildung zur systemischen Therapeutin oder eine Fortbildung auf dem Gebiet Personalentwicklung/Organisationsentwicklung.

Was früher der/die Schauwerbegestalter/in war, macht heute der/die Gestalter/-in für visuelles Marketing. Die Anforderungen des herkömmlichen Berufsbildes haben sich dabei sehr viel stärker in Richtung visuelle Verkaufsförderung ( Visual Merchandising) entwickelt. Dieser kreative Ausbildungsberuf beinhaltet zugleich technische, arbeitsorganisatorische, wirtschaftliche sowie gestaltungs- und werbebezogene Elemente. Dazu gehören auch IT-Anwendungen wie zum Beispiel die Arbeit mit Grafik-, Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen.

Zusätzlich wurden kaufmännische Inhalte wie Planung, Kalkulation, Qualitäts- und Erfolgskontrolle ergänzt. Wer in diesem Job erfolgreich sein will, muss zudem ein Gespür für Lifestyle und Trends mitbringen und Events organisieren können.

Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit helfen bei der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit mit Verkaufs- oder Ausstellungspersonal sowie mit Partnerfirmen. Gestalter und Gestalterinnen für visuelles Marketing arbeiten im Handel, auf Messen, Ausstellungen und in der Industrie.

Zu ihren Aufgaben zählen Verkaufsförderung, Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen, Werbung, Events, Öffentlichkeitsarbeit sowie Promotion. Die Ausbildung erfolgt direkt im Ausbildungsbetrieb und an der Berufsschule. Sie dauert drei Jahre.

Neben neuen Technologien sind gegenüber dem alten Ausbildungsberuf des Elektronikers neue Organisationsformen und Prozesse in den Vordergrund getreten. Auszubildende lernen nun, Aufgaben selbst zu organisieren und zu planen, kundenorientiert zu handeln sowie Disposition und Termine zu verantworten. Sie erwerben während ihrer Ausbildung ein hohes Maß an IT-Kompetenz und lernen Fachenglisch.

Systemelektroniker/innen be-/verarbeiten elektronische Bauelemente, mikroelektronische, mechanische und elektromechanische Bauteile. Sie stellen elektronische Einzelkomponenten aber auch ganze Geräte und Systeme her, nehmen diese in Betrieb und halten sie instand.

Bei einem Neuauftrag analysieren sie zuerst die Kundenanforderungen hinsichtlich der gewünschten Geräte- oder Systemfunktionalitäten sowie die technischen Umgebungsbedingungen. Daraufhin konzipieren sie einen Prototyp, erstellen den Schaltungsentwurf und die technischen Fertigungsunterlagen.

Zur Herstellung von Musterstücken wählen sie die elektronischen und mechanischen Bauteile aus, passen diese aneinander an und montieren sie zu Geräten und Systemen zusammen. Sie konfigurieren Standard- und Anwendersoftware, installieren Übertragungssysteme und Speichermedien, passen Gerätetreiber an, erstellen hardwarenahe Programme und programmieren Schnittstellen und Testroutinen. Sie richten mitunter ganze Fertigungsanlagen und dazugehörige Prüfsysteme ein und warten oder reparieren sie.

Kundenberatung/-betreuung und Einweisung in Bedienung und Handhabung der Geräte gehören meist ebenso zu ihren Tätigkeiten. Systemelektroniker/innen arbeiten häufig in Montage- und Installationsgruppen. Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre.

Die Unverständlichkeit von Gebrauchsanweisungen bleibt ein wichtiges Thema in deutschen Haushalten. Wer kann schon völlig problemlos seine schwedische Billig-Kommode aufbauen oder den neuen Videorekorder aus Korea einstellen? Wer kennt alle Funktionen des Foto-Handys auswendig? Manch? einer scheitert doch mitunter schon an der Bedienung eines simplen Funkweckers. Und warum?

Täglich erscheinen neue hypermoderne Hightech-Produkte auf dem Markt. Die notwendigen Gebrauchsanweisungen werden mit mehr oder weniger aufwändiger Übersetzungssoftware in die gängigsten Sprachen übertragen. Die Verständlichkeit bleibt dabei recht schnell auf der Strecke. Die Gebrauchsanweisung ist in Deutsch, aber der Kunde versteht nur ?Spanisch? ? das kann schon mal gefährlich werden.

Seit zwei Jahren gelten deshalb verschärfte Gewährleistungsbedingungen für Hersteller und Händler. Sie haften zum Beispiel für Unfälle, die durch unverständliche oder falsche Gebrauchsanweisungen geschehen. Was also fehlt, sind technische Redakteure, Übersetzer oder Autoren, die sich mit Materie und Zielgruppe auskennen sowie die gewünschte Sprache tatsächlich beherrschen.

Technische Redakteure dokumentieren die technischen Eigenschaften von Produkten für Printmedien und das Internet. Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehören das Sammeln von Informationen, das Schreiben des Manuskripts, die Fertigung der Reinschrift, die Zusammenarbeit mit Illustratoren, Layoutern, Typografen, Übersetzern und Druckbetrieben.

Technische Redakteure texten Handbücher, Gebrauchs- und Betriebsanleitungen, organisieren Übersetzungen für Exportartikel, schreiben Fachartikel, entwickeln die Internet-Gestaltung von Informationen oder konzipieren Broschüren. Zu ihren Aufgaben gehören heute mitunter auch Pressearbeit und PR. Technische Redakteure arbeiten sehr eng mit den technischen Fachabteilungen eines Unternehmens zusammen. Sie sind in der Konsumgüter-Industrie tätig, arbeiten im Investitionsgüter-Bereich oder bei Dienstleistungsagenturen.

Das Branchenspektrum reicht von der Automobil- über die Elektroindustrie bis hin zu Logistik und Transport, sowie Dienstleistern aus den Bereichen Wirtschaftsberatung und Werbung, wissenschaftlichen Institutionen und Verlagen.

In Deutschland arbeiten rund 150.000 technische Redakteure. Die wachsende Nachfrage nach kommunikativer Umsetzung komplexer technischer Sachverhalte macht einen jährlichen Bedarf an Nachwuchskräften von fast tausend Fachkräften verständlich. Dieser Bedarf kann allerdings nur teilweise von Hochschulabgängern und den Absolventen privater Schulungsstätten gedeckt werden.

Daher haben auch Seiteneinsteiger, die aus technischen Berufen kommen reelle Chancen. Studenten oder Volontäre, die bereits einen Ausbildungsbetrieb gefunden haben, werden an technischen Hochschulen oder privaten Lehreinrichtungen unter anderen folgende Lerninhalte vermittelt: Mathematik, Elektrotechnik, Informatik, Konstruktionslehre, Medientechnik, Animations- u. Videotechnik, Technische Dokumentation, Sprachliche Gestaltung, Technisches Englisch, Physik, Bauelemente, Kommunikation und Didaktik, Computer Aided Design (CAD), Angewandte Mechanik und Festigkeitslehre, Technisches Recht, Fertigungstechnik, Messtechnik, Qualitätsmanagement, BWL und Datenmanagement.

Der Beruf des Technischen Redakteurs, der Technischen Redakteurin (FH/Uni) setzt ein Studium an einer Universität oder an einer Fachhochschule mit einer Regelstudienzeit von acht Semestern voraus. Wer ein technisches oder geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen hat, kann sich mit einem Zusatz- oder Aufbaustudiengang in Technischer Redaktion von maximal vier Semestern weiterbilden. Absolventen können als Berufseinsteiger mit einem Grundgehalt von um die 3.500 Euro rechnen.

Quelle: BERUFEnet ? Arbeitsagentur

Der Ausbildungsberuf Papiermacher/in wird erhält zum 1. August 2005 eine neue Ausbildungsordnung. Die neuen Auszubildenden dürfen sich nach ihrer Ausbildung Papiertechnologen/-innen nennen. Die beiden bisherigen Fachrichtungsbezeichnungen Papier-Karton-Pappe und Zellstoff werden bei behalten. Papiertechnologen stellen Papier und Karton her. Sie überwachen Produktionsabläufe, koordinieren und steuern die einzelnen Teilprozesse und achten auf Qualitätsmaßstäbe.

Darüber hinaus führen sie Wartungsarbeiten durch oder nehmen kleinere Reparaturen an den Produktionsmaschinen vor. Die vielseitigen Aufgaben erfordern den vollen geistigen und körperlichen Einsatz und daher?

  • ein gutes handwerkliches Geschick,
  • einen angemessenen technischen Sachverstand,
  • eine rasche Auffassungsgabe und sichere Reaktionsfähigkeit,
  • exakte und umsichtige Arbeitsweise,
  • eine gute körperliche Verfassung und
  • ein Farbunterscheidungsvermögen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im Betrieb und an der Berufsschule. Papiertechnologen/innen haben diverse berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die Ausbildung zum Papiermaschinen- oder Ausrüstmaschinenführer/in, Werkführer/in (Meister/in) oder die Ausbildung zum Papieringenieur/in.

Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik und Bauwerksmechanikerinnen für Abbruch und Betontrenntechnik führen Abbrucharbeiten, den planmäßigen Rückbau sowie Bohr- und Trennarbeiten an technischen Anlagen, Bauwerken und Bauwerksteilen aus Mauerwerk, Beton, Stahlbeton, Stahl und Holz durch. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich am Bau mit anderen Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle.

Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.

Ihre Tätigkeit umfasst zum Beispiel Messarbeiten, Schalungen, Bewehrungen, prüfen von Frisch- und Festbeton, einbringen und verdichten von Beton, herstellen und transportieren von Stahlbetonfertigteilen, einbauen von Dämmstoffen für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz, durchführen von Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen zur Ausführung von Bohr-, Trenn- und Abbrucharbeiten durch, Bohrarbeiten mit Bohrmaschinen und -geräten oder Trennarbeiten mit Baumaschinen und -geräten, Abbruch- und Rückbauarbeiten mit Baumaschinen, Wartung von Baumaschinen, -geräte und -fahrzeuge und Entsorgung von Abbruchmaterialien.

Die Ausbildung dauert bis zu drei Jahren.

Wasserbauer/innen arbeiten in der baulichen Unterhaltung von Dämmen, Regelungsbauwerken und Ufersicherungen sowie von Anlagen des Küsten- und Inselschutzes. Sie sind für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Wehren, Schleusen und anderen Staubauwerken zuständig. Dabei sichern und bezeichnen sie das Fahrwasser beziehungsweise die Fahrrinne für die Binnenschifffahrt und inspizieren das Gewässerbett durch Messungen (Peilungen).

Bei Katastrophengefahr sorgen sie für den Schutz der Wasserwege und Küstenbauwerke. Umwelt- und Landschaftsschutz gehören ebenfalls zu ihren Tätigkeiten. Sie erstellen Bauunterlagen, führen Aufgaben der Bauüberwachung und -betreuung durch und sprechen sich mit bauausführenden Firmen ab.

Zu ihren Hauptaufgaben zählen:

  • Planung, Vorbereitung und Durchführung oder Koordinierung von wasserbaulichen Tätigkeiten,
  • Erd- und Tiefbauarbeiten,
  • Instandsetzungsarbeiten an Wehren und Schleusen sowie anderen Wasserbauwerken,
  • Gewässerinspektion und Stromüberwachung,
  • Sicherung und Bezeichnung von Fahrwasser und Fahrrinne,
  • Arbeiten im Küstenschutz,
  • Uferbegrünung, Röhrichtansiedlung, Pflanzen von Gehölzen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und an der Berufsschule statt. Nach dem Berufsbildungsgesetz ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In den neuen Ausbildungsrahmenplan wurden zusätzlich einige wichtige Qualifikationen aufgenommen wie Umgang mit Informationssystemen und Kommunikationstechniken, Teamfähigkeit, Qualitätssicherung, Kontrolle und Dokumentation von Bauwerken in und an Gewässern, Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung von Gewässern, Aufgaben der Bauüberwachung, Maßnahmen des Hochwasserschutzes sowie der Hochwasser- und Eisabwehr und Betreiben und Unterhalten von Talsperren, Speichern und Rückhaltebecken.

Quelle: Arbeitsagentur – BerufeNET

Die Ausbildung dauert zwei Jahre, ist vor allem für Haupt – und Realschüler geeignet und findet in den jeweiligen Betrieben und den Berufsschulen statt. Erlernt wird das Anfertigen von Fenster – und Raumdekorationen wie Vorhänge, Stores und Rollos aus Dekorationsstoffen. Der Umgang mit wertvollen und sensiblen Stoffarten wie Seide oder Leinen will gelernt sein. Auch das Anfertigen von Polsterbezugsteilen aus Bezugsmaterialien wie Leder, Nessel oder Wollstoffe stehen auf dem Ausbildungsplan. Darüber hinaus werden Verzierungen, Kissenhüllen, Bettüberwürfe oder Tischdecken genäht.

Bei diesem Job sind Konzentrationsvermögen, Kenntnisse von neuen Informations – und Kommunikationstechniken, Eigenverantwortung, präzises Arbeiten und ein hohes Maß an Kundenorientierung gefragt. Polster – und Dekorationsnäher/ –innen arbeiten in Fachbetrieben des Raumausstatterhandwerks, der Polstermöbelindustrie, in Gardinenkonfektionsnähereien und in Betrieben, die entsprechende Dienstleistungen anbieten, wie zum Beispiel in Raumausstattungs – und Innendekorationsabteilungen von Warenhäusern.

Die Ausbildung dauert drei Jahre, ist vor allem für Haupt – und Realschüler geeignet und erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule. Fachkräfte für Möbel –, Küchen – und Umzugsservice (Fachkräfte für Küchen – und Möbelservice) arbeiten in Unternehmen des Küchen – und Möbelhandels sowie in Möbelspeditionen. Sie sind meist bei Kunden im Wohn – und Geschäftsbereich tätig. Fähigkeiten im Umgang mit Kunden, Verantwortungsbewusstsein, Pünktlichkeit und präzises Arbeiten sind Eigenschaften, die für diese Tätigkeit sehr wichtig sind.

Fachkräfte für Möbel –, Küchen – und Umzugsservice montieren Küchen – und Möbelteile und bauen Küchen und Möbel auf und ab. Sie kontrollieren und sichern Warenbestände, bearbeiten Küchen – und Möbelteile, installieren elektrische Einrichtungen und Geräte und stellen Anschlüsse an Wasserleitungen und Lüftungsanlagen her. Sie benutzen dabei Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Transporthilfsmittel und Transportmittel, bedienen diese und halten sie in Stand. Sie be – und verarbeiten Holz, Holzwerk – und sonstige Werkstoffe und prüfen Rechnungen sowie Lieferunterlagen oder nehmen Zahlungen entgegen. Mitunter kümmern sie sich auch um Reklamationen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre, ist vor allem für Haupt – und Realschüler geeignet erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule. Mit der Fachkraft Agrarservice wurde ein neuer Ausbildungsberuf im Berufsfeld Agrarwirtschaft im Rahmen einer Erprobungsverordnung geschaffen. Bei diesem Beruf stehen Pflanzenproduktion, Einsatz von Agrartechnik sowie Dienstleistungen in form von Kundenberatung im Vordergrund. Technisches Know –how ist für die Arbeit als "Fachkraft Agrarservice " unumgänglich.

Fachkräfte Agrarservice arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben, landwirtschaftliche Lohnunternehmen oder agrartechnischen Dienstleistungsunternehmen. Sie führen ihre Arbeiten selbständig oder im Team durch und müssen auch die Grundlagen von Umweltschutz und Arbeitsicherheit beachten. Sie wenden Kommunikations – und Informationstechniken im Umgang mit Kunden an und sichern die Qualität. Sie nutzen, pflegen und warten Agrartechnik. Sie führen Maßnahmen zur Pflanzenproduktion durch, beurteilen Pflanzenbestände, ernten, lagern und konservieren pflanzliche Produkte fachgerecht und führen Maßnahmen zur Landschaftspflege durch. Sie müssen in der Lage sein, ihre Arbeit zu planen und zu dokumentieren.

Jedes Jahr prüfen die Industrie– und Handelskammern und Praktiker aus der Wirtschaft Ausbildungsberufe auf veraltete Inhalte. Bei der Anpassung der Ausbildungen berücksichtigen sie insbesondere neue technische Entwicklungen oder die wachsende internationale Ausrichtung von Unternehmen. Dabei entstehen immer wieder auch ganz neue Berufe. Sie sind stark an den aktuellen Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet und somit auch besonders gefragt. Wer als Berufseinsteiger die richtige Wahl treffen will, sollte sich über die neuesten Berufsbilder gründlich informieren.

Arbeitsplätze bei den KEP–Dienstleistern

Mit der Privatisierung der Post steigt auch die Zahl der Unternehmen im Bereich Kurier–, Express– und Postdienstleistungen (KEP–Dienstleistungen). Brief–, Paketversand, Adressierservice, Retourenbearbeitung, Sendungsverfolgung zählen zu den immer stärker gefragten Dienstleistungen der KEP–Anbieter. In dieser Branche entstehen zurzeit daher auch viele neue Ausbildungsplätze. So bieten Berufschulen neuerdings zwei–/ dreijährige Ausbildungen zur Fachkraft für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen, Kaufmann/–frau für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen oder Servicefahrer/–in an. Diese drei Berufe dürften in erster Linie für Haupt– und Realschüler interessant sein:

1. Fachkraft für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen: Im Betrieb und in der Berufsschule lernen die Auszubildenden unter anderem, wie Sendungsdokumentationen erstellt werden, um verlorengegangene Päckchen wiederaufzufinden. Zur Ausbildung gehört auch die Vermittlung von allen Rechtsvorschriften, die mit der Tätigkeit verbunden sind. Fachkräfte für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen stellen Briefe, Päckchen und Pakete zu, sortieren Postsendungen, bereiten sie für den weiteren Versandweg vor und planen die Zustellfolge. Sie übernehmen im Großen und Ganzen die Aufgaben des Briefträgers. Dazu gehört beispielsweise auch das Annehmen von Geldbeträgen und die damit verbundene Abrechnung und Dokumentation. Sie können ebenso am Schalter eingesetzt werden. Arbeitsplätze für Fachkräfte für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen gibt es bei Dienstleistern wie die Deutsche Post AG oder bei mittelständischen und kleinen Kurierunternehmen.

2. Kaufmann/–frau für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen: Die Ausbildung Kaufmann/–frau für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen ersetzt die ursprüngliche Ausbildung zum/zur Postverkehrskaufmann/–frau. In diesem Ausbildungsgang lernen die Teilnehmer die Organisation und Durchführung von Sendungen sowie die damit verbundenen Rechtsvorschriften und Wirtschaftlichkeitsaspekte. Kaufleute für Kurier–, Express– und Postdienstleistungen planen und Organisieren die Übernahme, den Umschlag, die Beförderung und die termingerechte Auslieferung von Sendungen, sowie ergänzende logistische Leistungen unter Beachtung nationaler und internationaler Rechtsvorschriften und den Belangen des Umweltschutzes. Unter Berücksichtigung einschlägiger Qualitätsstandards planen, steuern und überwachen Sie das Zusammenwirken der an der Leistungserstellung Beteiligten und stellen den jederzeitigen Informationsfluss sicher. Hierbei werden von Ihnen moderne Informations– und Kommunikationssysteme genutzt. Sie ermitteln Kundenwünsche, beraten Kunden und erteilen Auskünfte auch in einer Fremdsprache. Sie kalkulieren Preise, erstellen Angebote, verkaufen Dienstleistungen und wirken bei der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle Ihres Unternehmens mit. Sie betreiben Marktbeobachtung, entwickeln neue Dienstleistungsangebote und schließen Verträge ab. Bei Leistungsstörungen ergreifen Sie geeignete Maßnahmen und bearbeiten Reklamationen.

3. Servicefahrer/–in: Servicefahrer/–innen liefern Waren an oder holen sie ab. Sie ergänzen darüber hinaus Warenbestände oder arbeiten im Technikservice. Sie werden auch bei Kurier– und Expressdiensten eingesetzt. Servicefahrer/Servicefahrerinnen arbeiten in Unternehmen, die Serviceleistungen beim Kunden erbringen wie Warten oder Pflegen von Geräten, Ergänzen von Warenbeständen, Austauschen von Produkten oder Verkaufen von Waren und in diesem Zusammenhang Waren ausliefern und abholen. Servicefahrer/–innen stellen oft auch die Funktionsfähigkeit von Fahrzeug und Arbeitsmitteln sicher. Sie beladen ihr Fahrzeug nach Auslieferungsfolge und Warenbeschaffenheit, prüfen die mitzuführenden Papiere und sichern die Ladung. Sie nehmen darüber hinaus auch Zahlungen an und bearbeiten die Abrechnung. Arbeitsplätze gibt es zum Beispiel in den Bereichen Kurier–, Express– und Postdienstleistung sowie Textilmietservice, Lebensmittelversorgung, Technikservice oder Automatenbetrieb.

Quelle: Industrie– und Handelskammer

Autor: Anette Bachmann

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Quelle: freenet.de
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