Maurer, Ärztin, Bäcker: Wie viel Gehalt verdienen Angestellte?

Was verdient eigentlich ein Architekt? Wie viel Gehalt kriegt ein Erzieher? Sie kennen sich gut mit Gehältern aus? Dann beantworten Sie jetzt unsere Quiz-Fragen!
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Was verdient eigentlich ein Architekt? Wie viel Gehalt kriegt ein Erzieher? Sie kennen sich gut mit Gehältern aus? Dann beantworten Sie jetzt unsere Quiz-Fragen!

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Sie haben sich schon immer gefragt, was eigentlich Ihr Hausarzt verdient? Die Bundesagentur für Arbeit zeigt in ihrem Entgeltatlas, welches Gehalt Vollzeitbeschäftigte verschiedener Berufsgruppen verdienen. Testen Sie Ihr Wissen über Gehälter in unserem großen Einkommens-Quiz!

Das Einkommens-Quiz:

Was verdienen Sie in diesen Berufen?

Hier geht es zum Einkommens-Quiz für mobile Nutzer >>

Gehaltsvergleich: Wer verdient wie viel?

Um einen Eindruck zu bekommen, was in welchen Berufen verdient wird, hat die Bundesagentur für Arbeit den Entgeltatlas erstellt. Die im Quiz genutzten Werte beziehen sich auf die Daten aus dem Jahr 2018.

Der Entgeltatlas zeigt das Bruttomonatsgehalt verschiedener Berufsfelder, unter anderem gegliedert nach Bundesländern. Berücksichtigt werden sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte. Bei der Darstellung der Bundesagentur erfahren Sie nicht nur den Median, sondern auch die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten in jedem Bundesland.

Unterschiedliche Gehälter in Deutschland

Durch die Gehaltsangaben wird für ganz Deutschland der Median ermittelt. Das bedeutet, die Hälfte der Gehälter liegt darüber, die andere darunter.

Der Median ist aussagekräftiger als Mittelwert (Durchschnittswert), da letzterer durch einzelne, besonders hohe oder niedrige Gehälter verzerrt werden kann. 

Beispielsweise verdient ein Tischler in Deutschland 2.704 Euro. In Sachsen liegt das Einkommen durchschnittlich allerdings bei 2.059 Euro, während es in Baden-Württemberg 2.978 Euro sind. Durch den Meridian wird deutlich, dass genauso viele Tischler unter den 2.704 Euro liegen wie darüber.

Wo stehen Sie im Gehaltsvergleich?

Wahlweise lassen sich die Ergebnisse des Entgeltatlas auch nach Altersgruppe und Geschlecht filtern. So entstehen Grafiken, die nicht nur die Lohnunterschiede in Ost- und Westdeutschland zeigen, sondern auch das unterschiedlich hohe Einkommen von Männern und Frauen unter 25 Jahren, von 25 bis 55 Jahren und darüber.

Wenn Sie also Ihre Berufsgruppe eingeben, Ihre Altersgruppe und Ihr Geschlecht, finden Sie heraus, ob Ihr Gehalt über oder unter dem Median liegt. Vor allem in den verschiedenen Bundesländern bilden sich deutliche Unterschiede aus.

Warum sind die Verdienste so unterschiedlich?

Dass man mit einem abgeschlossenen Studium größere Chancen auf einen höheren Verdienst hat, liegt an der längeren und intensiveren Ausbildung. Meist gelangen Studierte schneller an eine verantwortungsvolle Position als andere.

Im öffentlichen Dienst gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Verträge und Berufsgruppen mit variierender Bezahlung. Beispielsweise besteht als Lehrer oder Lehrerin zudem die Möglichkeit einer Verbeamtung, auch damit verändert sich das Gehalt und die Besteuerung.

Doch auch wenn zwei Personen denselben Beruf ausüben, kann es sein, dass ihnen unterschiedliche Gehälter ausbezahlt werden.

Steuern und Abzüge

Zum einen hängen die verschiedenen Gehälter von den unterschiedlich hohen Abzügen ab, die vom Bruttogehalt abgehen. Diese richten sich nach der Steuerklasse, dem Steuerfreibetrag, der Kirchenzugehörigkeit, der Anzahl der Kinder und der Art der Kranken- und Rentenversicherung.

Zum anderen können zwei Personen im selben Beruf auch deshalb unterschiedliche Löhne bekommen, weil jedes Unternehmen selbst über den Stundenlohn entscheidet.

Einige Unternehmen haben außerdem Tarifverträge, durch die eine bestimmte Bezahlung festgelegt wird. Damit hier eine Ausbeutung von Arbeitskräften verhindert wird, gibt es den Mindestlohn.

Wie hoch ist der Mindestlohn?

Ab Januar 2020 beträgt der Mindestlohn 9,35 Euro pro Stunde, 2019 beträgt der Mindestlohn 9,19 Euro. Bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden in der Woche beträgt das Bruttomonatsgehalt im Mindestlohn 2019 daher 1.592,93 Euro. 

Allerdings gibt es auch Ausnahmen, in denen ein Unternehmen den Mindestlohn nicht zahlen muss.

Nicht unter die Mindestlohnregelung fallen beispielsweise Praktikanten, Auszubildende, Langzeitarbeitslose und Selbstständige.

Gehaltsvergleich: Wer verdient am meisten?

Zu den Topverdienern gehören Manager/innen und Geschäftsführer/innen in Unternehmen sowie Juristen und Juristinnen. Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen verdienen vor allem als Notar/Notarin und im Bereich Wirtschaftsrecht sehr gut.

Oben mit dabei sind außerdem Ärzte und Ärztinnen, Chemiker und Chemikerinnen sowie Ingenieure und Ingenieurinnen. Auch Astronauten und Astronautinnen verdienen hohe Summen, ebenso wie andere Luftverkehrsberufe. Als Pilot/in und Fluglotse/Fluglotsin tragen sie eine große Verantwortung, die sich auch im Gehalt widerspiegelt.

Was den Gehaltsvergleich angeht, erwartet auch Controller, Controllerinnen, IT-Experten und IT-Expertinnen am Ende des Monats ein hohes Gehalt. Dies sind nur einige Berufe, in denen man zu den Topverdienern gehört, doch auch bei diesen werden noch Abzüge vom Bruttolohn fällig.

Sie interessieren sich für die verschiedenen Ausbildungsberufe? Testen Sie jetzt Ihr Wissen in unserem Ausbildungs-Quiz.

Quelle: freenet.de
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