Von der Politik in die Wirtschaft: Prominente Karrieren

Von der Politik in die Wirtschaft: So geht die Karriere weiter
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wechselte nach seiner Politikkarriere zur Nord Stream AG. Doch er ist nicht der einzige Politiker, der nach seiner aktiven politischen Zeit in die freie Wirtschaft gegangen ist. 
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Von der Politik in die Wirtschaft: So geht die Karriere weiter

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wechselte nach seiner Politikkarriere zur Nord Stream AG. Doch er ist nicht der einzige Politiker, der nach seiner aktiven politischen Zeit in die freie Wirtschaft gegangen ist. 


© Collage freenet.de /imago images

Nach der politischen Karriere ist für viele Parlamentarier noch lange nicht Schluss. Prominente Beispiele gibt es einige: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kam nach seiner Amtszeit 2005 beim Russischen Gasversorger "Gazprom" im Aufsichtsrat unter. Und der ehemalige Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) vollzog eine beeindruckende Wandlung zum Rüstungslobbyisten für "Rheinmetall" ab 2015. Gute Kontakte und das erworbene Fachwissen der einstigen Politiker helfen ihnen bei der Jobsuche enorm.

Immer wieder sorgt der Wechsel von Politikern in die Wirtschaft für großen Wirbel. Liegt doch der Verdacht nahe, dass die Firmen sich mit der Anstellung für Gefälligkeiten während der politischen Laufbahn "bedanken" wollen. Zusätzlich hoffen viele Firmen, dass sie sich so einen Kanal zur Politik schaffen und Einfluss nehmen können.

Das ist nur in den seltensten Fällen nachweisbar. Tatsächlich profitieren die Firmen aber meistens von der Qualifikation und zahlreichen Kontakte, die die Ex-Politiker mitbringen.

Dennoch sind die Abwerbe-Maßnahmen manchmal kurios und sorgen für Unmut. So wechselte Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement kurz nach seiner Amtszeit zum Energieversorger RWE. Daniel Bahr wechselte nach seiner Amtszeit als Gesundheitsminister für viele zu schnell zur Allianz. Auch dass Gerhard Schröder sich ausgerechnet in den Dienst einer von Russland kontrollierten Firma gemacht hat,wurde von der Presse nicht gut aufgenommen.

Quelle: freenet.de
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