5 Mrd. Euro verschwenden die Deutschen unnötigerweise!

5 Mrd. € verschwenden die Deutschen unnötigerweise!
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5 Mrd. € verschwenden die Deutschen unnötigerweise!

 © Getty Images
27.05.2009 - 22:00 Uhr

Viele Kontoinhaber begehen immer wieder die gleichen Fehler und überziehen leichtfertig ihr Girokonto. Auf 5 Milliarden € addierten sich allein im vergangenen Jahr die hierfür zu zahlenden Zinsen. Geld, das unnötig aus dem Fenster geschmissen wurde. Denn mit wenig Aufwand könnten Milliardenbeträge gespart und so die Zinsfalle umgangen werden.

Laut einer Studie der Citibank haben die Deutschen Girokontobesitzer alleine 2007 durch regelmäßige Überziehung ihres Dispositionskredites 5 Milliarden € verschwendet. Auf jeden Bundesbürger entfielen so, bei 60 Millionen geschäftsfähigen Deutschen, rund 80 € an Zinsgebühren. Besonders ärgerlich ist dies, da der Abstand zwischen Zinsen für Spareinlagen und den Kreditkonditionen weiterhin äußerst hoch bleibt: Für eine Einlage auf einem Tagesgeldkonto gibt es im Durchschnitt noch 2,5 Prozent, währenddessen für die Überziehung des Dispositionskredites durchschnittlich noch gut 10 Prozent gezahlt werden müssen.

Zinsen für Dispo-Kredit bleiben hoch
Laufend werden seitens der Kreditinstitute auf der Einlagenseite die Kondition nach unten angepasst, dagegen gibt es bei den Zinssätzen für Dispositions- und Ratenkrediten nur sehr geringe Bewegungen. "Viele Institute haben den verbilligten Geldeinkauf nicht an die Kunden weitergegeben", sagt der Geschäftsführer der Frankfurter Finanzberatung FMH Max Herbst. "Dass Problem ist, dass die Banken die Zinssätze für Dispositionskredite nach Gutdünken festsetzen können", so Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen. Es fehlt also ein objektiver Wertmaßstab für Zinsanpassungen. Fest steht aber auf jeden Fall: Die Zinsschere hat sich in den vergangenen Jahren weiter geöffnet und es wird immer unattraktiver seinen Dispositionskredit auszuschöpfen. Wir sagen Ihnen, wie Sie dies am Besten vermeiden können.

Wahl des Girokontos
Schon bei der Wahl des Girokontos lässt sich entscheidend Geld sparen. 100 € Verwaltungsgebühren kostet ein solches im Bundesdurchschnitt. Und dabei besitzt jeder geschäftsfähige Deutsche nach Auskunft der Gesellschaft für Konsumforschung sogar 4,2 Girokonten. Nicht nur, dass so unnötigerweise Verwaltungsgebühren mehrmalig anfallen, auch der Überblick über die persönliche Finanzsituation geht so bedeutend schneller verloren. Und ehe man sich versieht, werden saftige Zinsen fällig.

Neben einer möglichst günstigen Dispositionskreditverzinsung sollte letztendlich die Guthabenverzinsung den Ausschlag bei der Kontowahl geben. Schließlich sollte das Konto üblicherweise im positiven Guthabenbereich geführt werden.

Überblick behalten

Eine gewissenhafte Kontoführung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Haushaltsmanagement. Dabei behilflich ist neben einer übersichtlichen Kontenstruktur das konsequente Zahlen mit EC– oder Kreditkarte. So haben Sie am Besten via Online–Banking ihre Ausgaben und Einnahmen immer im Blick und bleiben so vor bösen Überraschungen geschützt.

"Viele Bankkunden kontrollieren ihren Kontostand nicht regelmäßig. Der fehlende Überblick führt häufig zu einer falschen Einschätzung des finanziellen Spielraumes", erklärt Tobias Grieß, Direktor Vermögensmanagement der Citibank.

Ratenkredit vorziehen oder Sparbuch auflösen

Sollte über einen längeren Zeitraum Geld benötigt werden, lohnt es sich zu viel günstigeren Konditionen einen Ratenkredit aufzunehmen. Bei vielen Kontoinhabern, die sich chronisch mit ihrem Girokonto im Minus befinden, bietet sich diese Alternative auch ideal als ein Schritt zur Umschuldung an. Der Zins und Zinseszinseffekt der gut drei bis vier Prozent günstigeren Ratenkredite wird sich schnell bemerkbar machen.

Aber Vorsicht: Nicht eine neue Kreditlinie neben der alten aufbauen, ansonsten rutsch man sehr schnell in die Verschuldungsfalle. Des Weiteren lohnt es sich auf eventuell vorhandene Sparbücher zurückzugreifen bevor der Dispositionskredit in Anspruch genommen wird. Denn dem Guthabenzins von 3 Prozent stehen die Dispokreditzinsen von 10 Prozent entgegen.

Zahlungsverhalten

Auch mit dem richtigen Zahlungsverhalten lässt sich schon einiges bewirken. So empfiehlt es sich bei regelmäßig anfallenden Zahlungen das Lastschrifteinzugsverfahren zu wählen, um Mahngebühren zu vermeiden. Größere Überweisungen und Daueraufträgen sollten möglichst nach dem Gehaltseingang entrichtet werden.

Dies verschafft dem Kontoinhaber eine besser Übersicht und Planbarkeit weiterer Ausgaben. Bei Rechnungen sollte ebenso der zeitliche Zahlungsrahmen voll ausgeschöpft werden, um einerseits die Kontobelastung möglichst lange hinauszuzögern und andererseits nochmals Zinserträge mitzunehmen. Grundsätzlich gilt: Nur wenig Bargeld abheben, um das Konto nicht unnötigerweise zu belasten.

Quelle: freenet.de
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