Baufinanzierung: Der Weg zum Eigenheim

Wer auf ein Eigenheim hinarbeitet, sollte sich einen guten Finanzierungsplan zurechtlegen.
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Wer auf ein Eigenheim hinarbeitet, sollte sich einen guten Finanzierungsplan zurechtlegen.

 © Comstock
19.07.2010 - 15:00 Uhr von Richard Lamers

Die eigenen vier Wände ist für die meisten Deutschen Wunsch Nummer Eins. Zur Zeit planen rund 1,4 Millionen Haushalte, Eigentum zu erwerben. Damit der Wunsch Wirklichkeit wird, bedarf es einer genauen Finanzplanung.

Kaum jemand finanziert seine Immobilie komplett aus eigenen Mitteln. Vielmehr stehen hierfür verschiedene Finanzierungstöpfe zur Verfügung, die geschickt kombiniert werden wollen. Doch bevor Bau- oder Kaufwillige nach Finanzierungspartner Ausschau halten, sollten sie erstmal analysieren, wie es um die eigenen Mittel bestellt ist. Grundsätzlich sollte man sich fragen, ob ein Darlehen in der notwendigen Höhe auf Dauer tragbar ist.

Kassensturz machen
Wie hoch sind die derzeitigen Lebenshaltungskosten? Was muss als Puffer für Unvorhergesehenes eingeplant werden? Was muss für die Rente zurückgelegt werden? Den Ausgaben gegenüber stehen die Einnahmen. Was nach Abzug der Ausgaben übrig bleibt plus die bisherige Miete kann für Tilgung und Zinsen eingesetzt werden. Als grobe Faustregel gilt: Pro 50 Euro, die in die Finanzierung fließen, können rund 7.500 Euro aufgenommen werden. Das entspricht einem Zinssatz von sechs Prozent und einem Prozent Tilgung. Nach dieser Rechung ergibt sich beispielsweise bei 1.000 Euro monatlicher Rückzahlung ein Volumen von 150.000 Euro. So viel dürfte das Haus oder die Eigentumswohnung demnach kosten. Grundsätzlich sollte man nicht zu knapp kalkulieren: Auch der Umzug, eventuell eine neue Küche oder notwendige Reparaturen können schnell ins Geld gehen. Auch an die spätere Instandhaltung sollte gedacht werden. Faustregel hier: Pro Quadratmeter zwei Euro monatlich als Reserve zurückgelegen.

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Eigene Mittel einbringen
Hinzu sollten allerdings auch eigene Mittel kommen. Zwar bieten manche Kreditinstitute auch einen Vollfinanzierung an, doch dadurch verteuert sich natürlich die Immobilie um einiges. Besonders die Kaufnebenkosten sollten aus eigenen Mittel finanziert werden. Das sind beispielsweise Maklergebühren, Grunderwerbssteuer, Notar- und Gerichtskosten. Faustregel: 20 bis 30 Prozent eigene Mittel sollten schon vorhanden sein. Neben Bargeld, Sparguthaben und Wertpapieren ist dies auch die eigene Leistung am Bau. Doch hier sollte man sich nicht überschätzen, sondern diese realistisch einschätzen.

Finanzierung mit der Bank
Wenn der Kassensturz gemacht wurde, geht es an die eigentliche Finanzierung. Neben der Hausbank sollte auch bei Online-Darlehensvermittlern angefragt werden. Leider ist der Vergleich nicht immer einfach. Zwar muss der Effektivzins laut Preisangabenverordnung (PAnGV) immer angegeben werden, doch nicht in jedem Fall sind sämtliche Kosten darin enthalten. Günstige Finanzierungsmöglichkeiten bietet die KfW-Förderbank. Diese hält Mittel für den Erwerb für Wohneigentum, für Modernisierung und für die energieeffiziente Sanierung bereit. Der Weg zu KfW-Fördermittel geht allerdings nicht direkt, sondern immer über das finanzierende Institut.

Versicherungsfragen
Wird die Finanzierung hauptsächlich von einer Person getragen, sollte diese entsprechend abgesichert sein. Eine Risikolebensversicherung hilft den Hinterbliebenen im Todesfall die monatliche Rate weiter zu bedienen. Ebenfalls sinnvoll ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Quelle: freenet.de
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