Bausparen: Gemeinschaftlich sparen

Der Klassiker auf dem Weg zum Wohneigentum: Der Bausparvertrag.
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Der Klassiker auf dem Weg zum Wohneigentum: Der Bausparvertrag.

 © 2010 Thinkstock

Ein Bausparvertrag ist der Klassiker auf dem Weg zum Wohneigentum. Grundgedanke, dabei ist, dass viele Sparer regelmäßig einen Beitrag einzahlen und jeder nach und nach mit der Auszahlung an der Reihe ist.

Die Zahl der bestehenden Bausparverträge in Deutschland liegt bei etwa 31 Millionen. Ein Bausparvertrag kombiniert zwei zentrale Elemente einer Finanzierung: die Bildung von Eigenkapital (Sparphase) und das zinsgünstige Bauspardarlehen (Darlehensphase). Bausparen ist nicht, wie ein Vorurteil lautet, total unflexibel. So kann der Sparer seine Darlehenszuteilung durch Sonderzahlungen beschleunigen, durch außerplanmäßige Tilgungen das Bauspardarlehen schneller zurückzahlen oder auch ganz auf das Darlehen verzichten. Was hingegen der Bausparer nicht beeinflussen kann, ist der Zeitpunkt der Zuteilung. Dieser wird nach einer kompliziert zu berechnenden Bewertungszahl ermittelt. Wer jetzt bauen oder kaufen will und dessen Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist, kann den Vertrag kündigen oder vorfinanzieren lassen.

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Das Prinzip Bausparen

Bausparkassen nehmen Spargelder von Bausparern entgegen und vergeben daraus nach Zuteilung Bauspardarlehen. Spareinlagen, die vorübergehend nicht für Bauspardarlehen benötigt werden, muss die Bausparkasse risikoarm und sicher anlegen – das fordert das Bausparkassengesetz. Bevor Bausparer ihr Darlehen in Anspruch nehmen können, müssen sie Eigenkapital ansparen.

Staat fördert Bausparen
Eine effektive Starthilfe vor allem für junge Sparer mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 25.600 Euro (Singles) ist die Wohnungsbauprämie (WoP). Wer zwischen 50 und 512 Euro auf einen Bausparvertrag einzahlt, erhält 8,8 Prozent WoP im Jahr – also bis zu 45 Euro. Die Prämie gibt es seit 2009 aber nur, wenn das angesparte Geld für wohnwirtschaftliche Zwecke, also für den Bau, Kauf oder die Modernisierung von Wohneigentum verwendet wird. Das war bei rund 80 Prozent der WoP-Sparer bisher ohnehin der Fall. Bei jungen Leuten unter 25 Jahren macht der Staat eine Ausnahme: Sie können nach sieben Jahren frei über das gesamte Guthaben verfügen. Diese Sonderregelung kann jeder Sparer aber nur einmal in Anspruch nehmen.

Vermögenswirksamen Leistungen
Viele Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter zusätzlich zum Gehalt mit vermögenswirksamen Leistungen (vL) bis maximal 480 Euro pro Jahr. Für diese kann der Sparer beim Finanzamt Arbeitnehmer-Sparzulage beantragen. Mit neun Prozent gefördert werden jährliche Einzahlungen bis zu 470 Euro, das sind maximal 43 Euro im Jahr. Auch wer keine vL erhält, kann in den Genuss der Zulage kommen, indem er sich Teile seines Gehalts direkt auf das Bausparkonto überweisen lässt. Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf 17.900 Euro (Singles) jedoch nicht überschreiten.

Riester-Bausparvertrag

Gänzlich unabhängig von Einkommensgrenzen ist die Wohn-Riester-Förderung. Wer eine eigene Immobilie baut oder kauft und diese selbst bewohnt, erhält seit dem 1. Januar 2008 für die Finanzierung die selben Zulagen und gegebenenfalls Steuervorteile wie für andere Riester-Produkte (Geldrente). Auch Wohnbaudarlehen und Bausparverträge werden gefördert. Für jeden förderberechtigten Erwachsenen gibt es 154 Euro im Jahr, für jedes Kind 185 Euro und für Kinder ab Geburtsjahr 2008 sogar 300 Euro. Die vollen Zulagen bekommt, wer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlt (max. 2.100 Euro, inkl. Zulagen). Für junge Riester-Bausparer unter 25 Jahren gibt es noch einmal 200 Euro extra. Dieser Starter-Bonus wird einmalig gewährt und im ersten Beitragsjahr zusammen mit der Grundzulage automatisch gutgeschrieben – so können sich junge Sparer zum Start über bis zu 354 Euro Zulagen freuen.

Quelle: freenet.de
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