Apple muss Teilnahmebedingungen für Schülerkurse in Deutschland ändern

Apple muss die Teilnahmebedingungen für Schülerkurse in seinen
deutschen Läden überarbeiten. Wie der Verbraucherzentrale
Bundesverband (vzbv) mitteilte, hatte der Konzern eine zu
weitreichende Erlaubnis der Verwendung von Fotos und Filmaufnahmen
gefordert.
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Apple muss die Teilnahmebedingungen für Schülerkurse in seinen deutschen Läden überarbeiten. Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mitteilte, hatte der Konzern eine zu weitreichende Erlaubnis der Verwendung von Fotos und Filmaufnahmen gefordert.

 © AFP/Archiv
04.06.2018 - 11:33 Uhr

Der Technologiekonzern Apple muss die Teilnahmebedingungen für Schülerkurse in seinen deutschen Läden überarbeiten. Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Montag mitteilte, hatte der Konzern eine zu weitreichende Erlaubnis der Verwendung von Fotos und Filmaufnahmen gefordert. Nun gab das Unternehmen eine Unterlassungserklärung ab und verpflichtete sich, die Teilnahmebedingungen bis spätestens Sonntag zu ändern.

Die Apple-Geschäfte bieten laut Verbraucherschützern "Entdeckungsreisen" für Schülergruppen an. In den Kursen konnten die Kinder unter Anleitung und mithilfe von Geräten des Konzerns ihre Projekte gestalten. Die Eltern mussten vorher zustimmen, dass ihre Kinder fotografiert, gefilmt und interviewt werden dürfen und Apple die Aufnahmen "für jegliche mit dem Programm in Zusammenhang stehende, vertretbare Zwecke" verwenden darf.

Nach Auffassung des vzbv schloss dies ein, dass Apple Fotos und Videos von Minderjährigen nahezu beliebig und kostenlos beispielsweise für Werbekampagnen hätte nutzen können. Zugleich sollten die Eltern auf jegliche Unterlassungsansprüche gegenüber dem Konzern verzichten.

Die Teilnahmebedingungen enthielten noch weitere Klauseln, die nach Auffassung des vzbv rechtswidrig sind. So behielt sich Apple vor, "Teilnehmer ohne Angabe von Gründen und nach eigenem Ermessen vom Programm auszuschließen." Danach hätten einzelne Schüler grundlos wieder nach Hause geschickt werden können, obwohl sie sich angemeldet und eine Teilnahmebestätigung erhalten hatten.

Apple ist laut vzbv nur eines unter vielen Unternehmen, die sich gezielt an Schüler und Lehrer wenden: Drei Viertel der größten deutschen Unternehmen gäben eigene Unterrichtsmaterialien heraus, böten Exkursionen, Lehrerfortbildungen oder Schulwettbewerbe an. Zwar sei Produktwerbung verboten. Zahlreiche Schlupflöcher ermöglichen es laut vzbv dennoch, dass Unternehmen ins Klassenzimmer drängen. Der vzbv fordert daher bundesweite Standards, um Schule als werbefreien Raum sicherzustellen.

Quelle: 2018 AFP
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