Bundesregierung wirbt für globale Energiewende

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wirbt für die
Energiewende als Exportmodell: "Wir brauchen die Energiewende, weil
wir Wohlstand für acht Milliarden Menschen weltweit erreichen
wollen", sagte er auf einer internationalen Konferenz in
Berlin.
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Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wirbt für die Energiewende als Exportmodell: "Wir brauchen die Energiewende, weil wir Wohlstand für acht Milliarden Menschen weltweit erreichen wollen", sagte er auf einer internationalen Konferenz in Berlin.

 © Kay Nietfeld - dpa/AFP
17.04.2018 - 10:30 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wirbt für die Energiewende als Exportmodell: "Wir brauchen die Energiewende, weil wir Wohlstand für acht Milliarden Menschen weltweit erreichen wollen", sagte er am Dienstag auf einer internationalen Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin. Erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarstrom und Biogas würden "eines Tages" womöglich günstiger als konventionelle Energieproduktion. Deutschland als einer der Vorreiter wolle seine Erfahrungen teilen.

Außenminister Heiko Maaß (SPD) betonte die globale Bedeutung des Kampfs gegen den Klimawandel: "Wenn wir es nicht schaffen, das Pariser Übereinkommen und die Agenda 2030 umzusetzen, dann werden wir uns in einer Welt wiederfinden, mit noch viel größeren Risiken für Stabilität und Frieden, als wir es jetzt schon erleben."

Umweltverbände kritisierten aber, dass die Energiewende in Deutschland selbst zu langsam vorankomme. Die Regierung müsse "noch in diesem Jahr die Treibhausgase aus Kohlekraftwerken verringern", forderte Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid. "Das geht nur, wenn zumindest die schmutzigsten Kraftwerke vom Netz genommen und andere gedrosselt werden", erklärte er mit Blick auf die für dieses Jahr geplante Kohlekommission, die an einem Plan für den Kohleausstieg arbeiten soll.

Der WWF forderte, dass bis zum Ende der Beratungen dieser Kommission keine Tagebauerweiterungen oder neue Kohlekraftwerke gebaut werden sollen.

Der "zentrale Schritt für den weiteren Erfolg der Erneuerbaren ist der Kohleausstieg", erklärte auch Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Er forderte zudem einen deutlichen Anschub der Erneuerbaren Energien - diese seien "so günstig geworden, dass es völliger Quatsch ist, Solar und Wind weiterhin massiv auszubremsen." Die Förderung für Solaranlagen sollte seiner Meinung nach nicht mehr gedeckelt werden, die Ausbauquoten für Windenergie deutlich angehoben werden.

Quelle: 2018 AFP
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