Datenbank und App zum Mitmachen geben Auskunft über Feinstaubbelastung vor Ort

Es hatte sich seit Monaten angekündigt, jetzt ist es offiziell:
Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen
Gerichtshof (EuGH) wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Werte in vielen
Städten.
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Es hatte sich seit Monaten angekündigt, jetzt ist es offiziell: Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Werte in vielen Städten.

 © Bernd Weissbrod - dpa/AFP/Archiv
13.02.2018 - 13:07 Uhr

Wie hoch ist die Feinstaubbelastung in meiner Straße und am Flughafen? Seit Dienstag geben eine neue Online-Datenbank und eine App zum Mitmachen Antworten auf solche Fragen. Die Umweltschutzorganisation BUND startete die Plattform hackAIR, die Daten zur Feinstaubbelastung sammelt. An dem europäischen Forschungsprojekt sind auch Organisationen aus Griechenland, Norwegen, den Niederlanden und Belgien beteiligt. Die App hackAIR ermöglicht es Nutzern, selbst zu messen und so die Datenbank zu vervollständigen.

Die Gesundheitsschädlichkeit von Feinstaub sei zwar "allgemein bekannt", Informationen über die Schadstoffkonzentration in der Luft seien für Interessierte aber "lückenhaft und schwer zugänglich", bemängelte der BUND. Die Plattform und die App sollten daher ein besseres Bewusstsein "für das lokale aber auch überregionale Problem der Luftverschmutzung" schaffen, erklärte der Projektverantwortliche Arne Fellermann.

Die Datenbank bietet Nutzern nach Angaben des BUND standort- und zeitnahe Infos zur Feinstaubbelastung in der Luft. Dazu gibt es eine Karte, die Angaben aus Messstationen und anderen Datenquellen bündelt.

Mit der hackAIR-App können Nutzer zum Beispiel ein Foto vom Himmel machen - durch eine Spektralanalyse wird dann die regionale Belastung geschätzt. Außerdem können Interessierte mit Feinstaubsensoren selbst Daten erheben und sogar selbst Feinstaub sammeln und die Belastung schätzen lassen.

Quelle: 2018 AFP
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