Deutsche Wirtschaft hält TTIP weiterhin für möglich

Die deutsche Wirtschaft hält ein Freihandelsabkommen zwischen
den USA und der EU weiterhin für möglich. "Die Idee TTIP ist nicht
tot", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf in einem Interview mit dem
"Handelsblatt" vom Montag.
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Die deutsche Wirtschaft hält ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU weiterhin für möglich. "Die Idee TTIP ist nicht tot", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf in einem Interview mit dem "Handelsblatt" vom Montag.

 © Jens Büttner - ZB/AFP/Archiv
19.06.2017 - 09:56 Uhr

Ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU ist nach Einschätzung der deutschen Wirtschaft weiterhin möglich. "Die Idee TTIP ist nicht tot", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, dem "Handelsblatt" vom Montag. Die Wirtschafts- und Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump mache es zwar "in jedem Fall schwieriger", doch die USA hätten immer noch "starkes Interesse" daran.

Das habe ihm US-Handelsminister Wilbur Ross bei seinem jüngsten Besuch persönlich versichert, sagte Kempf der Zeitung. Die Gespräche über das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP waren bereits unter der Regierung von Trumps Vorgänger Barack Obama nur schleppend verlaufen, bis sie vorläufig eingestellt wurden.

Die deutsche Wirtschaft habe ein "fundamentales Interesse daran, Freihandel und offene Gesellschaften zu stärken", sagte der BDI-Präsident dem "Handelsblatt". Dabei spiele Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine wichtige Rolle: "Man traut ihr zu, das Gegengewicht zu den Staats- und Regierungschefs zu bilden, die den Rückzug ins Nationale wollen."

Trumps Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen bezeichnete Kempf im Interview mit dem "Handelsblatt" als "abenteuerlich" und "schwere Hypothek für den kommenden G20-Gipfel". Trump irre zudem, "wenn er sagt, die geplante Mauer an der Grenze würde amerikanische Arbeitsplätze sichern", sagte der BDI-Präsident weiter. Unter einer Abschottung von Mexiko würde "die Wirtschaft im Süden der USA massiv leiden".

Quelle: 2017 AFP
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