"Finanztest": Diese Girokonten sind wirklich kostenlos!

Immer weniger Banken und Sparkassen in Deutschland bieten
kostenlose oder günstige Girokonten an.
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Immer weniger Banken und Sparkassen in Deutschland bieten kostenlose oder günstige Girokonten an.

© Jens Kalaene - dpa/AFP/Archiv
Mon Mar 13 05:00:00 CET 2017 - Mon Mar 13 05:00:00 CET 2017 Uhr

Immer weniger Banken und Sparkassen in Deutschland bieten kostenlose oder günstige Girokonten an. 

"Finanztext" empfiehlt: "Gratiskonten ohne Wenn und Aber" finden Sie bei diesen Banken:

  1. Direktbank:
    Comdirect
  2. Direktbank:
    Consorsbank
  3. Direktbank:
    ING-Diba
  4. Direktbank:
    Norisbank
  5. Filialbank:
    Santander Bank
  6. Filialbank:
    Santander Consumer Bank

Nach "zahlreichen Preissteigerungen" im vergangenen Jahr hätten weitere 24 Geldhäuser angekündigt, ihre Kontoführungsgebühren zu ändern, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer Februar-Ausgabe. Mal werde der monatliche Grundpreis erhöht, mal würden bislang kostenlose Leistungen kostenpflichtig, mal werde die Gebührenfreiheit des Kontos an einen monatlichen Geldeingang geknüpft.

Das müssen Sie beim Girokonto-Wechsel beachten:

  1. Tipp: Bedingungen
    Girokonten mit besonders günstigen Konditionen sind oft an Vorgaben geknüpft. Dazu zählt beispielsweise, dass monatlich eine Gehalts- oder Rentenzahlung auf das Konto eingehen muss – die häufig eine gewisse Höhe nicht unterschreiten darf.
  2. Tipp: Gebühren
    Ist die Kontoführung umsonst oder muss dafür eine monatliche Gebühr entrichtet werden? Fallen Kosten für einzelne Buchungen oder für die Einrichtung von Daueraufträgen an? Vor der Eröffnung eines neuen Kontos sollten die dazugehörigen Preis- und Leistungsbestimmungen genau unter die Lupe genommen werden.   
  3. Tipp: Kontoführung
    Direktbanken ohne eigene Bankfilialen bieten häufig besonders gute Konditionen – das Konto kann dann aber auch nur telefonisch oder übers Internet geführt werden. Wer Wert auf eine persönliche Betreuung legt, sollte Direktbanken besser meiden und ein Geldinstitut mit einer Filiale in der Nähe wählen.  
  4. Tipp: Bankkarten
    Welche Karten gehören zum Girokonto dazu? EC-Karten, die im Banker-Deutsch Girokarten heißen, gibt’s nicht bei jeder Bank. Einige Geldinstitute geben auch sogenannte Kundenkarten aus, mit denen Abhebungen nur an bankeigenen Geldautomaten möglich sind. Die dritte infrage kommende Karte ist die Kreditkarte. Hier stellt sich die Frage: Kostet die Karte etwas – womöglich erst nach Ablauf eines ersten kostenlosen Jahres? Was ebenfalls geprüft werden sollte: Fallen für Ersatzkarten Gebühren an?
  5. Tipp: Abheben
    Wie gut ist das Netz an Geldautomaten, an denen sich kostenlos Geld abheben lässt? Welche Geldautomaten befinden sich in der Nähe? Das gilt es unbedingt zu prüfen, damit die reibungslose Versorgung mit Bargeld sichergestellt ist. Wichtig für Menschen, die viel im Ausland unterwegs sind: Sind kostenlose Abhebungen in Europa und weltweit möglich?
  6. Tipp: Guthabenzinsen
    Bei einigen Banken erhalten Kunden für ihr Guthaben auf dem Girokonto Zinsen. Ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Girokontos sind solche Guthabenzinsen aber nicht, da sie – so sie überhaupt anfallen – extrem niedrig sind. Aber: Was man hat, das hat man.
  7. Tipp: Überziehungszinsen
    So sehr Banken bei den Guthabenzinsen knausern, umso stärker schlagen sie bei den Dispozinsen zu. Dabei gilt es zwei Arten von Zinsen zu beachten: Zum einen sind dies die meist auch schon happigen Zinsen, die bei Überziehung des Kontos bis zu einem vorher festgelegten Betrag fällig werden (Dispositionszinsen). Zum anderen gibt es dann noch die sogenannten Zinsen für geduldete Überziehungen, die besonders hoch sind. Sie fallen an, wenn gar kein Überziehungsrahmen vereinbart wurde oder dieser Rahmen überschritten wird. Beide Zinsarten können je nach Bank deutlich variieren.
  8. Tipp: Onlinebanking
    Laut einer neuen Studie erledigen bereits mehr als 70 Prozent der Deutschen ihre Bankgeschäfte über das Internet, aber die Furcht vor Betrug durch sogenannte Phishing-Attacken ist groß. Bei der Auswahl des neuen Kontos sollte daher unbedingt gecheckt werden, welche Sicherheitsverfahren beim Onlinebanking die jeweilige Bank anbietet. Die höchste Sicherheit bietet derzeit die Methode HBCI (Home Banking Computer Interface), gefolgt vom TAN-Generator-Verfahren. Bei beiden Lösungen kommt ein zusätzliches Kartenlesegerät zum Einsatz, das an den Computer angeschlossen wird.  
  9. Tipp: Mobile Banking
    Viele Banken bieten eigene Apps für mobiles Onlinebanking an. Wer seine Bankgeschäfte auch auf dem Smartphone oder Tablet-PC erledigen möchte, sollte prüfen, ob das auch bei dem ins Auge gefassten Geldinstitut so ist. Wichtig: Man sollte unbedingt die speziellen Sicherheitshinweise seiner Bank zum mobilen Banking befolgen. Ansonsten kann das Geldinstitut im Schadensfall die Haftung verweigern.
  10. Tipp: Zusatzangebote
    Sind mit dem Girokonto bestimmte zusätzliche Angebote wie ein kostenloses Tagesgeldkonto oder Wertpapierdepot verbunden? Einige Banken bieten auch Bonusprogramme, bei denen Kunden in den Genuss von Rabatten, Gutschriften oder Vorteilsaktionen von beteiligten Partnern des Geldinstituts gelangen. Ebenfalls im Trend: Viele Banken spendieren ihren Neukunden ein Startguthaben in Höhe von 50 Euro oder mehr.   

Noch gebe es aber "Gratiskonten ohne Wenn und Aber", erklärten die "Finanztest"-Experten. Alle Beispiele finden Sie oben in unserer Info-Box.

Manchmal reiche es auch aus, das eigene Verhalten zu ändern, um einer Preiserhöhung zu entgehen, riet "Finanztest". Anstatt Papierüberweisungen zu nutzen, könnten Zahlungen per Computer angewiesen werden. Manchmal helfe auch ein Kontowechsel innerhalb des angestammten Bankhauses. Wer inklusive aller Buchungen und der Girocard mehr als 60 im Jahr für sein Konto zahle, solle einen Wechsel prüfen, empfahlen die Experten.

Quelle: 2017 AFP
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