Flugverkehr an Berliner Flughäfen liegt noch bis Mittwochmorgen lahm

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verlängert den Streik an
den Berliner Flughäfen.
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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verlängert den Streik an den Berliner Flughäfen.

 © Ralf Hirschberger - dpa/AFP
13.03.2017 - 16:30 Uhr

An den Berliner Flughäfen geht bis Mittwochmorgen so gut wie nichts mehr: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weitete den Streik des Bodenpersonals aus und rief auch für Dienstag zu Arbeitsniederlegungen auf. Am Montag fielen in Schönefeld und Tegel wie bereits am ersten Streiktag vergangenen Freitag nahezu alle Flüge aus.

Die Streikleitung habe beschlossen, die Arbeitsniederlegungen auch am Dienstag ganztägig fortzusetzen, teilte Verdi mit. Der Streik ende am Mittwochmorgen mit Beginn der Frühschichten um 05.00 Uhr. Hintergrund ist ein festgefahrener Tarifkonflikt um höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die gut 2000 Beschäftigten der Bodendienste an den beiden Berliner Flughäfen.

Die Arbeitgeber hätten "immer noch kein Entgegenkommen signalisiert" und würden sich einer Lösung am Verhandlungstisch widersetzen, begründete Verdi die Verlängerung des Ausstands. Es sei "wenig hilfreich", dass die Arbeitergeber weiterhin die "vermeintlichen Vorzüge" ihres Angebots vom vergangenen Dienstag hervorhöben. Denn dieses sei von der Tarifkommission einstimmig abgelehnt worden.

Die Gewerkschaft forderte vielmehr ein "deutlich verbessertes Angebot". Die Beschäftigten des Bodenpersonals erhielten "vielfach Löhne, von denen sie nicht leben können, viele müssen aufstocken oder einen Zweitjob ausführen, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen".

Verdi hatte das Bodenpersonal in Tegel und Schönefeld bereits am Freitag und am Montag zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. An beiden Tagen mussten deshalb jeweils rund 660 Flüge gestrichen werden - am Montag waren es in Schönefeld nach Angaben der Flughafengesellschaft 195 Flüge und in Tegel 465. Passagiere wurden gebeten, sich vor Reisebeginn bei ihrer Fluggesellschaft über ihren Flug zu informieren.

Am Stuttgarter Flughafen konnte der Tarifkonflikt unterdessen beigelegt werden. Verdi erreichte am Montag in der fünften Verhandlungsrunde mit der Flughafentochter SGS einen Abschluss, der je nach Lohngruppe Steigerungen von bis zu 15,2 Prozent auf drei Jahre für das Bodenpersonal vorsieht. Mit dem Ergebnis sei eine Eskalation des Tarifkonflikts mit weiteren Streiks am Stuttgarter Flughafen "in letzter Minute" abgewendet worden, erklärte die Gewerkschaft.

Vereinbart wurden für das Stuttgarter Bodenpersonal den Angaben zufolge Gehaltssteigerungen in drei Stufen. Zusätzlich zu einer Einmalzahlung von 700 Euro als Gewinnbeteiligung für 2016 sollen die Löhne rückwirkend zum 1. März um einen Euro steigen. Weitere Erhöhungen um jeweils 20 Cent soll es zum 1. April 2018 und 1. April 2019 geben.

Außerdem erhalten Beschäftigte, die länger als 15 Jahre Vollzeit tätig sind, weitere 50 Euro pro Monat sowie einen zusätzlichen Urlaubstag. Mit Blick auf den Stuttgarter Abschluss forderte Verdis Tarifsekretärin Flughafen, Katharina Wesenick, dass sich die Arbeitgeberseite bei den Berliner Airports nun "auch endlich bewegen" müsse.

Quelle: 2017 AFP
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