Fraport profitiert von zusätzlichen Passagieren

Am größten und wichtigsten Standort Frankfurt erwartet Fraport
über 69 Millionen Passagiere im Gesamtjahr. Foto: Frank
Rumpenhorst
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Am größten und wichtigsten Standort Frankfurt erwartet Fraport über 69 Millionen Passagiere im Gesamtjahr. Foto: Frank Rumpenhorst

 © Frank Rumpenhorst
08.08.2018 - 09:46 Uhr

Der Luftverkehr wächst, auch am dauerhaft überlasteten Flughafen Frankfurt. Wegen des unerwartet starken Ansturms der Passagiere traut sich der Betreiber in diesem Jahr geschäftlich mehr zu.

Frankfurt/Main (dpa) - Unerwartet viele Passagiere treiben das Geschäft des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport an.

Nach einem halben Jahr präsentierte der MDax-Konzern einen um 13 Prozent gewachsenen Umsatz von 1,532 Milliarden Euro und ein Konzern-Ergebnis von 140,8 Millionen Euro (+2,8 Prozent).

Höhere Zinsen für die neu erworbenen Flughäfen in Griechenland und Brasilien hatten hier zuvor das Finanzergebnis belastet.

Am größten und wichtigsten Standort Frankfurt erwartet Konzernchef Stefan Schulte wegen der immer zahlreicheren Europaflüge nunmehr über 69 Millionen Passagiere im Gesamtjahr, was einer Steigerung von 7 Prozent entspräche. 

Bislang hatte Fraport 4 bis 6 Prozent Wachstum prognostiziert. Bis Ende Juli ist die Passagierzahl vorläufigen Berechnungen zufolge um 8,8 Prozent angestiegen.

Der Flughafen ächzt mit seinen beiden in die Jahre gekommenen Terminals unter dem hohen Passagierandrang. Hauptkunde Lufthansa hat sich bereits häufiger über Staus und langwierige Prozesse beschwert. Am Dienstag musste ein großer Teil des Terminals 1 wegen einer Panne bei der Personenkontrolle für mehrere Stunden geräumt werden.

Bei den Geschäftszahlen peilt Fraport nun jeweils das obere Ende der Prognosen an. Das Jahresergebnis sollte somit bei rund 430 Millionen Euro liegen nach 360 Millionen im Jahr 2017.

Darin ist der Erlös aus dem geplanten Verkauf der Anteile am Flughafen Hannover noch nicht enthalten, der nach Steuern rund 77 Millionen Euro in die Fraport-Kasse spülen soll. Die international aufgestellte Fraport AG gibt damit ihre einzige Beteiligung an einem Flughafen im Inland auf. Die Börse reagierte zunächst mit Abschlägen auf die vorgestellten Zahlen.

Quelle: dpa-infocom GmbH
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