Gesamtmetall attackiert IG Metall vor anstehenden Warnstreiks

Verhärtete Fronten im Metall-Tarifstreit vor den ersten
Warnstreiks: Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall übt scharfe Kritik
an der IG Metall und hält deren Tarifforderungen für rechtswidrig.
Für Montag sind in acht Bundesländern Warnstreiks geplant.
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Verhärtete Fronten im Metall-Tarifstreit vor den ersten Warnstreiks: Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall übt scharfe Kritik an der IG Metall und hält deren Tarifforderungen für rechtswidrig. Für Montag sind in acht Bundesländern Warnstreiks geplant.

 © Hendrik Schmidt - dpa/AFP/Archiv
06.01.2018 - 11:28 Uhr

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat die für Montag geplanten Warnstreiks und die Tarifforderungen der IG Metall scharf kritisiert und hält sie für rechtswidrig. "Wir haben kein Verständnis für die Warnstreiks", sagte der Hauptgeschäftsführer von Gesamtmetall, Oliver Zander, der "Passauer Neue Presse" vom Samstag.

Die Arbeitgeber hätten der IG Metall bereits im Dezember ein Angebot gemacht, das den Beschäftigten ein Reallohnplus sichere. Auch könne über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit geredet werden, "aber nicht einseitig nach unten", sagte Zander. "Wer sich bislang nicht bewegt hat, ist die IG Metall", so sein Vorwurf.

Nach Ansicht des Arbeitgeberverbandes ist der von den Gewerkschaftern geforderte Lohnausgleich bei Absenkung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden illegal. Die Umsetzung der IG-Metall-Forderungen würde laut Zander bedeuten, dass die Beschäftigten, die unter diesen Bedingungen in Teilzeit wechselten, pro Stunde mehr verdienten als die Beschäftigten, die sich schon vorher beziehungsweise dauerhaft für Teilzeitmodelle entschieden hätten und auch mehr als diejenigen, die in Vollzeit weiterarbeiteten, kritisierte er.

Die IG Metall will ab Montag mit bundesweiten Warnstreiks in der Branche den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft fordert neben sechs Prozent mehr Lohn vor allem die Möglichkeit einer befristeten Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden wöchentlich.

Quelle: 2018 AFP
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