Gewerkschaften fordern bessere Bezahlung für Frauenberufe

Anlässlich des Equal Pay Day für mehr Lohngerechtigkeit zwischen
Männern und Frauen fordern Gewerkschaften eine bessere Bezahlung
für frauendominierte Berufe. Das seien etwa der Handel, die
Pflegebranche und der Erziehungs- und Bildungssektor. Das Foto
zeigt die Schuhe der britischen Premierministerin Theresa May.
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Anlässlich des Equal Pay Day für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen fordern Gewerkschaften eine bessere Bezahlung für frauendominierte Berufe. Das seien etwa der Handel, die Pflegebranche und der Erziehungs- und Bildungssektor. Das Foto zeigt die Schuhe der britischen Premierministerin Theresa May.

 © BEN STANSALL - AFP
17.03.2017 - 14:14 Uhr

Anlässlich des Equal Pay Day für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen fordern Gewerkschaften eine bessere Bezahlung für frauendominierte Berufe. "Es ist einfach absurd, dass Frauen im Jahr 2017 auf dem Arbeitsmarkt immer noch schlechtere Bedingungen haben als Männer", kritisierte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Freitag. Wichtige Dienstleistungsberufe, in denen vor allem Frauen tätig seien, müssten "endlich aufgewertet" werden. Als Beispiele nannte sie den Handel, die Pflegebranche und den Erziehungs- und Bildungssektor.

Es sei ein "gesellschaftlicher Skandal", dass frauendominierte Berufe wie in der Pflege schlechter bezahlt würden, monierte auch die DGB-Vorsitzende für Berlin-Brandenburg, Doro Zinke. Für die Betroffenen sei dies ein "handfestes Problem", da sie mit weniger Geld über die Runden kommen müssten.

DGB-Chef Reiner Hoffmann forderte die Bundesregierung auf, einen Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeitarbeit einzuführen. "Das wäre ein großer Schritt in Richtung Entgeltgleichheit, denn viele teilzeitbeschäftigte Frauen wollen ihre Arbeitszeit wieder aufstocken." Union und Wirtschaftsverbände sollten ihre Blockade gegen die von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geplante Reform zur Teilzeitarbeit aufzugeben.

Nahles erklärte, die Lohnlücke entstehe auch durch Teilzeitarbeit. "Ich möchte, dass Schluss ist mit unfreiwilliger Teilzeit", erklärte sie. Das Rückkehrrecht auf eine Vollzeitstelle müsse "so schnell wie möglich" kommen - für Männer und Frauen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienten Frauen im vergangenen Jahr durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Ein Großteil der Lohnlücke ist damit begründet, dass mehr Frauen in schlechter bezahlten Branchen und weniger in Führungsposition arbeiten. Zudem haben Frauen häufiger als Männer einen Teilzeitjob oder eine geringfügige Beschäftigung.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Bis zu diesem Tag müssen Frauen arbeiten, um das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am Ende des Vorjahres erzielten.

Quelle: 2017 AFP
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