Griechenland wirbt um chinesische Investoren

Für Unruhe hat in China die Ankündigung gesorgt, die
Privatisierung des Hafens von Piräus in Griechenland werde auf Eis
gelegt. Griechenlands Regierungschef Tsipras hat nun versucht,
diesen Sorgen entgegenzutreten und hat für eine "Verstärkung der
Wirtschaftsbeziehungen" mit Peking geworben.
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Für Unruhe hat in China die Ankündigung gesorgt, die Privatisierung des Hafens von Piräus in Griechenland werde auf Eis gelegt. Griechenlands Regierungschef Tsipras hat nun versucht, diesen Sorgen entgegenzutreten und hat für eine "Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen" mit Peking geworben.

© Angelos Tzortzinis - AFP
20.02.2015 - 06:46 Uhr

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hat das Einlaufen einer chinesischen Fregatte in den Hafen von Piräus genutzt, um für eine "Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen" mit Peking zu werben. Umgeben von zahlreichen chinesischen Offiziellen rief er zu mehr Investitionen aus Fernost auf und sicherte Peking dafür seine Unterstützung zu. Tsipras trat damit Befürchtungen entgegen, vor allem chinesische Konzerne könnten zu den Leidtragenden gehören, wenn seine Regierung die mit den Gläubigern vereinbarten Privatisierungen tatsächlich abbremsen wird.

Für Unruhe hatte in Peking vor allem die Ankündigung gesorgt, die Privatisierung des Hafens von Piräus werde auf Eis gelegt. Das chinesische Konglomerat Cosco will nämlich große Teil der öffentlichen Hafengesellschaft übernehmen. Nun sagte Tsipras, die "strategische Zusammenarbeit" zwischen Griechenland und China habe eine solide Basis und vielversprechende Perspektiven.

So solle Piräus zu einem der wichtigsten Umschlagplätze der Welt werden, wozu chinesische Firmen gebraucht würden, sagte Tsipras. Griechenland sei "das wichtigste Einfallstor" für chinesische Waren, die über den Seeweg nach Europa gelangen. Auch in Kultur und Tourismus solle die Kooperation vertieft werden.

Seine Rede beim Empfang der Fregatte der 18. Flotte erinnerte stark an Reden, die Tsipras' konservativer Vorgänger Antonis Samaras gehalten hat. Beobachter schließen aber auch nicht aus, dass sich der neue Regierungschef tatsächlich stärker Partnern wie China oder auch Russland zuwendet.

Quelle: 2015 AFP
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