IAB-Studie: Anteil chronisch Arbeitsloser in Deutschland geht seit 2006 zurück

Die Zahl der Menschen mit nachhaltigen Beschäftigungsproblemen
geht in Deutschland seit 2006 kontinuierlich zurück.
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Die Zahl der Menschen mit nachhaltigen Beschäftigungsproblemen geht in Deutschland seit 2006 kontinuierlich zurück.

 © Larissa Schwedes - dpa/AFP/Archiv
09.01.2018 - 12:01 Uhr

Die Zahl der Menschen mit nachhaltigen Beschäftigungsproblemen geht in Deutschland seit 2006 kontinuierlich zurück. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Dienstag veröffentlichten Studie herausstellte, sank der Anteil der sogenannten chronisch Arbeitslosen seitdem von über sechs auf ungefähr drei Prozent. Das IAB versteht unter chronisch Arbeitslosen diejenigen, deren lange Erwerbslosigkeit durch kurze Phasen der Beschäftigung oder arbeitsmarktpolitische Maßnahmen unterbrochen wird.

Damit unterscheiden sich diese chronisch Arbeitslosen von den Langzeitarbeitslosen, also jenen, die durchgängig zwölf Monate oder länger erwerbslos sind. Der Untersuchung des IAB zufolge gab es 2006 noch 2,6 Millionen chronisch Arbeitslose und 1,9 Millionen Langzeitarbeitslose. 2015 waren es 1,2 Millionen Menschen in chronischer und etwa eine Million in langzeitiger Arbeitslosigkeit. Gründe für diese Verbesserung seien die seitdem eingeführten Hartz-IV-Reformen sowie die gute Konjunktur, die nur durch die Finanzkrise unterbrochen wurde.

Dem Institut zufolge steckt fast die Hälfte der chronisch Arbeitslosen seit mindestens fünf Jahren in diesem Status fest. In diesem Zeitraum gelang allerdings auch etwa 15 Prozent der Betroffenen ein stabiler Übergang in den ersten Arbeitsmarkt. Das IAB erklärte dazu, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie Lohnkostenzuschüsse und berufliche Weiterbildung könnten diesen Übergang begünstigen.

Quelle: 2018 AFP
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