Landwirtschaftsminister Schmidt wehrt sich in Fipronil-Affäre gegen Kritik

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat das
Krisenmanagement der Niederlande und Belgiens im Fipronil-Skandal
um belastete Eier kritisiert. Die Geschwindigkeit und der Umfang
der Informationen müssten optimiert werden.
Bild 1 von 1

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat das Krisenmanagement der Niederlande und Belgiens im Fipronil-Skandal um belastete Eier kritisiert. Die Geschwindigkeit und der Umfang der Informationen müssten optimiert werden.

 © Jörg Carstensen - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv
05.08.2017 - 05:38 Uhr

In der Affäre um mit dem Insektengift Fipronil belastete Eier hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) Kritik an seinem Krisenmanagement zurückgewiesen. "Die Lebensmittelüberwachung ist Aufgabe der Bundesländer", sagte Schmidt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben). Trotzdem habe sich sein Ministerium "unverzüglich eingeschaltet" und befinde sich "im engen Austausch" mit den Behörden der Länder.

Der Handel habe genauso wie die Hersteller dafür Sorge zu tragen, dass die verkauften Produkte "verkehrsfähig und gesundheitlich unbedenklich sind", sagte der Minister dem RND weiter. Zuvor hatte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt dem Minister vorgeworfen, tagelang in der Versenkung zu verschwinden, während die Verbraucher verunsichert seien.

Zum Vorwurf, dass es nicht genügend Lebensmittelkontrolleure gebe, sagte Schmidt dem RND: "Es waren doch gerade die amtlichen Kontrollen, die den Vorgang aufgedeckt haben". Zur Wahrheit gehöre jedoch auch, "dass Lebensmittelbetrug und kriminelle Energie nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden können", sagte Schmidt. Gerade deshalb sei eine konsequente und lückenlose Aufklärung nötig.

Das Inesktizid Fipronil war in den vergangenen Tagen in Eiern aus Belgien und den Niederlanden nachgewiesen worden. Mindestens zehn Millionen kontaminierte Eier aus den Niederlanden wurden nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums nach Deutschland geliefert, ein Teil davon gelangte demnach in den Handel. Der Discounter Aldi nahm deutschlandweit seine Eier aus dem Verkauf.

Quelle: 2017 AFP
Top-Themen
Wir stellen Ihnen die besten Angebote der Discounter vor Bild 1mehr
Datenschutz-Experten mahnen wegen einer neu entdeckten Sicherheitslücke in drahtlosen Netzwerken zur Vorsicht. Von der ...mehr
Gerade Jugendliche testen ja gerne ihre Grenzen aus. Und nicht selten muss ein Gericht ihnen daraufhin die Leviten lesen.mehr
Anzeige
Börse
DAX
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Anzeige
Top-Artikel
Ob großer Familieneinkauf oder die Besorgungen für einen Single-Haushalt: Beim Einkauf lässt sich viel Geld sparen, wenn man günstige Discounter Angebote sucht und Preise vergleicht.mehr
"Ich bin doch nicht blöd" oder "Bin ich schon drin?": Spielen Sie unser Quiz und erraten Sie, welcher Slogan zu welcher Marke gehört! mehr
Eine wichtige Zusatz-Qualifikation: Lernen Sie schnell und einfach das Zehn-Finger-Tippsystem!mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige