Lufthansa und Verdi legen Tarifstreit für Bodenpersonal und weitere Sparten bei

Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist eine Einigung erzielt worden:
Die Beschäftigten der Bodendienste und anderer Sparten erhalten
insgesamt bis zu sechs Prozent mehr Gehalt in zwei Schritten.
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Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist eine Einigung erzielt worden: Die Beschäftigten der Bodendienste und anderer Sparten erhalten insgesamt bis zu sechs Prozent mehr Gehalt in zwei Schritten.

 © Arne Dedert - dpa/AFP/Archiv
07.02.2018 - 12:24 Uhr

Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist eine Einigung erzielt worden: Wie das Unternehmen und die Gewerkschaft am Mittwoch mitteilten, erhalten die Beschäftigten der Bodendienste und anderer Sparten insgesamt bis zu sechs Prozent mehr Gehalt in zwei Schritten. Auch Auszubildende bekommen mehr Geld, heißt es in dem Tarifvertrag, der eine Laufzeit von 33 Monaten hat. Beide Seiten zeigten sich zufrieden.

Noch im Januar hatte Verdi mit Streik gedroht, nachdem die dritte Verhandlungsrunde gescheitert war. Verhandelt wurde für die Beschäftigten am Boden sowie die Konzernmitarbeiter der Töchter Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems und Lufthansa Service Gesellschaft - laut Verdi für insgesamt 33.000 Beschäftigte. Die Lufthansa sprach von neuen Tarifverträgen für rund 28.000 Mitarbeiter.

Rückwirkend zum 1. Februar gibt es laut Vereinbarung eine Erhöhung von drei Prozent. Zum 1. Mai kommenden Jahres kommen weitere bis zu drei Prozent hinzu - garantiert werden 1,8 Prozent, der Rest hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens ab. Für die Lufthansa Technik erfolgt die erste Erhöhung nicht prozentual sondern per Festbetrag. Mit diesem "variablen Vergütungsmodell" werde die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder berücksichtigt, erklärte die Lufthansa.

Azubis erhalten in den beiden Schritten eine Erhöhung ihrer Vergütung um 40 Euro. Nach Angaben der Gewerkschaft wurde außerdem die Regelung zur unbefristeten Übernahme der Auszubildenden verlängert. Außerdem sei eine Aufspaltung des Manteltarifvertrags auf die verschiedenen Geschäftsfelder abgewehrt worden. Der vereinbarte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten, er gilt von Januar 2018 bis September 2020.

Die Lufthansa zeigte sich erfreut, dass ein "langfristiger Tariffrieden" erzielt worden sei. Die Gewerkschaft sprach von einem "positiven" Ergebnis. Verdi hatte ursprünglich sechs Prozent mehr Geld bei einer Tarifvertragslaufzeit von zwölf Monaten gefordert. Die nun vereinbarte Laufzeit sei zwar "sehr lang" - im Gesamtpaket seien aber "weitere gute Ergebnisse" erzielt worden.

Quelle: 2018 AFP
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