Mehrheit befürwortet in Umfrage Ausstieg Niedersachsens aus VW-Konzern

Der Volkswagen-Konzern muss zur Aufklärung seiner Dieselaffäre
einen externen Sonderprüfer einsetzen. Das entschied das
Oberlandegericht (OLG) Celle. Damit war die Deutsche
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in letzter Instanz
erfolgreich.
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Der Volkswagen-Konzern muss zur Aufklärung seiner Dieselaffäre einen externen Sonderprüfer einsetzen. Das entschied das Oberlandegericht (OLG) Celle. Damit war die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in letzter Instanz erfolgreich.

 © RONNY HARTMANN - AFP/Archiv
13.08.2017 - 07:09 Uhr

Die Beteiligung des Bundeslands Niedersachsen am VW-Konzern missfällt einer Mehrheit der Deutschen. 52 Prozent der Befragten sprachen sich in einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" dagegen aus, dass das Land mit einem Fünftel an dem Autokonzern beteiligt ist. Nur 35 Prozent finden die Landesbeteiligung gut.

Grundsätzlich vertraten 58 Prozent der Befragten die Ansicht, dass privatwirtschaftliche Firmen besser seien als staatliche. Nur 21 Prozent hielten den Staat für den besseren Unternehmer. Zudem glauben der Erhebung zufolge sogar 68 Prozent, Politiker verstünden nicht genug von der Wirtschaft, um als Aufsichtsrat ein Unternehmen zu kontrollieren.

Für die Erhebung im Auftrag der "Bild am Sonntag" befragte das Institut Emnid am Donnerstag 500 repräsentativ ausgewählte Bürger.

Die Monopolkommission hatte zuvor einen Ausstieg des Landes Niedersachsen aus dem VW-Konzern befürwortet. "Es wäre begrüßenswert, wenn sich Niedersachsen als Gesellschafter bei Volkswagen zurückziehen würde", sagte der Chef des unabhängigen Beratergremiums, Achim Wambach, der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Er kritisierte einen zu starken Staatseinfluss. "Es gibt fast immer Interessenkonflikte", sagte Wambach.

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass Abstimmungen zwischen der Landesregierung in Hannover und dem VW-Konzern gängige Praxis sind. Das Land Niedersachsen besitzt einen Anteil von 20 Prozent am Unternehmen. Das sogenannte VW-Gesetz sichert dem Land zudem eine Sperrminorität bei wichtigen Fragen. Zuletzt gab es immer mehr Forderungen, dass Niedersachsen seine Anteile verkaufen soll.

Quelle: 2017 AFP
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