Milch wird günstiger - Butter wieder teurer

Milch wird günstiger, Butter wieder teurer: Preisführer Aldi
senkte zum Donnerstag die Preise für Vollmilch, fettarme Milch und
Schlagsahne und erhöhte den Butterpreis.
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Milch wird günstiger, Butter wieder teurer: Preisführer Aldi senkte zum Donnerstag die Preise für Vollmilch, fettarme Milch und Schlagsahne und erhöhte den Butterpreis.

© Lukas Schulze - dpa/AFP/Archiv
03.05.2018 - 12:49 Uhr

Milch wird günstiger, Butter wieder teurer: Preisführer Aldi senkte zum Donnerstag die Preise für Vollmilch, fettarme Milch und Schlagsahne und erhöhte den Butterpreis. Erfahrungsgemäß ziehen andere Discounter und Supermarktketten nach, wenn der Discounter Preisanpassungen vornimmt. Für die Milchbauern ist der Preisdruck ein Problem.

Ein Liter Vollmilch kostete bei Aldi Süd am Donnerstag statt zuvor 78 Cent noch 69 Cent, fettarme Milch wurde von 68 Cent auf 61 Cent gesenkt. Schlagsahne kostete 65 Cent und war damit vier Cent günstiger. Aldi Süd senkte auch die Preise für Kondensmilch, Speisequark und Kaffeesahne. Demgegenüber wurde der Preis für ein 250-Gramm-Päckchen Butter von 1,59 Euro auf 1,79 Euro erhöht. Aldi Nord senkte die Preise für Milch und Bio-Milch.

Handel und Molkereien verhandeln regelmäßig die Verträge über ihre Produkte neu. Bei der Milch gelten sie meist ein halbes Jahr, bei der Butter sind auch mal wenige Wochen möglich, wie der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Hans Foldenauer, ausführte.

Nach Angaben des Milchindustrie-Verbands liegt die Milchproduktion in Deutschland derzeit 2,3 Prozent über dem Vorjahr, der "jahreszeitliche Höhepunkt" stehe hierzulande aber noch bevor, erklärte Verbandssprecher Björn Börgermann. Bei der Butter steige der Konsum stetig an, auch wegen der Spargel- und Erdbeersaison, die nach Butter und Sahne verlangt.

Foldenauer klagte, für die Bauern werde bei den Milcherzeugerpreisen der "Druck nach unten" zunehmen. Zwar entwickle sich das Geschäft "auf der Fettschiene gegenläufig", die Nachfrage bei der Butter ist also höher - jedoch werde dies den Druck auf die Milchpreise "nicht kompensieren". Die Bauern hätten "keine Planungssicherheit", beklagte er.

Auch der Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff monierte, dass der "neue Preiskampf" auf dem "Rücken der bäuerlichen Milcherzeuger ausgetragen" werde. Die Erzeuger hätten gegenüber Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel "keine Verhandlungsposition und müssen Preise nehmen wie sie kommen". Hier müsse politisch gegengesteuert werden.

Der Butterpreis hatte erst im Herbst ein historisches Hoch erreicht. Ein 250-Gramm-Päckchen kostete ab Anfang September bei Aldi 1,99 Euro - das war der höchste Preis seit Einführung des Euro im Jahr 2002. Grund war vor allem eine höhere Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland. Rechtzeitig zur Plätzchen- und Stollensaison sank der Butterpreis im November wieder; nun steigt er erneut.

Quelle: 2018 AFP
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