Offenbar Krisengipfel zu Schweinepest im Februar geplant

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) plant
offensichtlich im Februar einen Krisengipfel von Bund und Ländern
zur Afrikanischen Schweinepest. Das geht aus einem Brief Schmidts
an die Ressortchefs der Länder hervor.
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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) plant offensichtlich im Februar einen Krisengipfel von Bund und Ländern zur Afrikanischen Schweinepest. Das geht aus einem Brief Schmidts an die Ressortchefs der Länder hervor.

 © Ingo Wagner - dpa/AFP/Archiv
13.01.2018 - 11:18 Uhr

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) plant offensichtlich im Februar einen Krisengipfel von Bund und Ländern zur Afrikanischen Schweinepest. Das geht aus einem Brief Schmidts an die Ressortchefs der Länder hervor, aus dem die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Samstag zitierten. Auch weitere Experten sowie Vertreter des Deutschen Bauernverbandes und des Deutschen Jagdverbands sollen demnach an dem Treffen teilnehmen.

Ziel sei es, Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der bisher in Osteuropa grassierenden Tierseuche zu erörtern, hieß es weiter. Ein Termin für das Spitzentreffen stehe aber noch nicht fest.

Wie aus dem Schreiben Schmidts dem Bericht zufolge weiter hervorgeht, stellt sich der CSU-Politiker auch hinter die Forderungen des Deutschen Bauernverbandes nach einer verstärkten Jagd auf Wildschweine, die als mögliche Überträger der Seuche gelten. "Wir alle sind gefordert, größtmögliche Anstrengungen zu unternehmen, um die Schwarzwildbestände auszudünnen", zitierten die RND-Zeitungen aus dem Brief des Ministers.

Der Präsident des Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erneuerte die Forderung nach der Jagd auf Wildschweine. Selbst wenn Hausschweine nicht direkt betroffen seien, würde "schon ein Befall von Wildschweinen zu massiven Restriktionen beim Export von Schweinefleisch führen", warnte er in "Focus Online". Dann würde "der Markt zusammenbrechen und die Existenz unserer Schweinehalter gefährden". Die Jagd- und Landwirtschaftsbehörden müssten daher alles unternehmen, um eine Einschleppung der Seuche nach Deutschland zu verhindern.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich seit einigen Jahren über Russland und das Baltikum in Richtung Westeuropa aus. Die Tierseuche ist zwar für den Menschen ungefährlich, allerdings müssten beim Befall auch nur eines Schweins in einem Betrieb dort alle Tiere getötet werden. Knapp 24.000 deutsche Betriebe halten nach Angaben des Bauernverbands derzeit insgesamt rund 25 Millionen Hausschweine.

Quelle: 2018 AFP
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