SPD kritisiert General Electric scharf wegen Stellenabbaus

Die SPD hat den geplanten Stellenabbau beim US-Industriekonzern
General Electric (GE) in Deutschland scharf kritisiert.
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Die SPD hat den geplanten Stellenabbau beim US-Industriekonzern General Electric (GE) in Deutschland scharf kritisiert.

 © Tim Brakemeier - dpa/AFP/Archiv
09.12.2017 - 13:25 Uhr

Die SPD hat den geplanten Stellenabbau beim US-Industriekonzern General Electric (GE) in Deutschland scharf kritisiert. GE mache in allen Geschäftsfeldern Milliardengewinne, der geplante Stellenabbau sei daher "nicht akzeptabel", heißt es in einer am Samstag verabschiedeten Resolution des SPD-Bundesparteitags in Berlin. Der Parteitag forderte die Konzernleitung von GE auf, "die Entscheidung zurückzunehmen und in Standorte und Beschäftigte zu investieren".

GE will in seiner Energiesparte weltweit 12.000 Jobs abbauen, davon 1600 in Deutschland. Der Konzern will bis 2018 rund 3,5 Milliarden Dollar (knapp drei Milliarden Euro) einsparen. Die Mehrheit der Einschnitte betrifft Niederlassungen außerhalb der USA. Erst kürzlich hatte Konkurrent Siemens angekündigt, in den kommenden Jahren weltweit rund 6900 Stellen abzubauen, davon rund 3300 in Deutschland.

Die SPD erklärte, die Gefahr des Arbeitsplatzabbaus sei greifbar gewesen, da der Weltmarkt für fossile Kraftwerke kleiner geworden sei. Daher sei auch bekannt gewesen, dass die alleinige Konzentration auf Kraftwerksbau nicht zukunftsträchtig sein würde. Belegschaften, Betriebsräte und IG Metall hätten gewarnt und alternative Konzepte angemahnt. Teilweise seien Zukunftskonzepte entwickelt - aber nicht von der GE-Konzernleitung aufgegriffen worden.

Nun müssten die Beschäftigten die Konsequenzen tragen. Das sei unsozial. Dem Konzern gehe es "ganz offensichtlich nur um kurzfristige Rendite und nicht um verantwortungsbewusste Standortpolitik".

Quelle: 2017 AFP
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