Strompreis wird 2018 wahrscheinlich weiter steigen

Die Umlage zur Förderung der Energiewende wird im kommenden Jahr
einem Zeitungsbericht zufolge leicht sinken. Der Rückgang der
EEG-Umlage betrage etwa 0,1 Cent auf dann gerundet 6,8 Cent je
Kilowattsunde, berichtete die "FAZ".
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Die Umlage zur Förderung der Energiewende wird im kommenden Jahr einem Zeitungsbericht zufolge leicht sinken. Der Rückgang der EEG-Umlage betrage etwa 0,1 Cent auf dann gerundet 6,8 Cent je Kilowattsunde, berichtete die "FAZ".

 © Patrick Seeger - dpa/AFP/Archiv
06.10.2017 - 13:40 Uhr

Der Strompreis wird wahrscheinlich für viele Verbraucher im kommenden Jahr steigen. Ein Grund dafür sei die erwartete Steigerung der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), erklärte der Bundesverband der Energieabnehmer (VEA) am Freitag. Zudem kündigten Netzbetreiber in den vergangenen Wochen Steigerungen der Netzentgelte an. Heizöl verteuerte sich zudem im Zeitraum von Juni bis September um elf Prozent und könnte wegen des Beginns der Heizsaison noch teurer werden, wie Analysten erklärten.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur machte die EEG-Umlage im vergangenen Jahr etwa ein Fünftel des Preises aus, ebenso die Netzentgelte. Der VEA prognostizierte, dass die EEG-Umlage von derzeit 6,88 Cent pro Kilowattstunde Strom auf etwa sieben Cent nächstes Jahr steigen wird.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wollte sich nicht festlegen: "Jetzt Prognosen über die Höhe der Strompreise abzugeben, gleicht einem Blick in die Glaskugel", erklärte BDEW-Chef Stefan Kapferer. Allein die EEG-Umlage hänge von zahlreichen Faktoren wie etwa der eingespeisten Strommenge der verschiedenen Energieträger ab, deren Entwicklung ungewiss sei. Die "Bild"-Zeitung hatte in ihrer Freitagsausgabe über steigende Preise berichtet.

Bei den vier deutschen Netzbetreibern dürften sich die Preise unterschiedlich entwickeln. Das Dortmunder Unternehmen Amprion, das vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aktiv ist, kündigte bereits eine Verteuerung der Netzentgelte um 45 Prozent an. Bei TransnetBW aus Baden-Württemberg sollen die Entgelte um 13 Prozent steigen. Der Betreiber Tennet will die Entgelte um neun Prozent steigern. "Wir erwarten, dass ein Durchschnittskunde mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden etwa 30 Euro mehr im Jahr zahlen wird", sagte ein Sprecher am Freitag.

Der einzige Betreiber, dessen Entgelte sinken, ist 50Hertz in Ostdeutschland. Der Rückgang soll nach jüngsten Angaben des Unternehmens elf Prozent betragen. Wie sich die Änderungen der Netzentgelte auf die Preise der Endverbraucher auswirken, ist laut Bundesnetzagentur regional sehr unterschiedlich.

Florian Munder von der Verbraucherzentrale Berlin rät, dass Verbraucher regelmäßig einen Stromanbieterwechsel prüfen sollten. Die Preise fänden sie auf Vergleichsportalen im Internet und die Verbraucherzentralen könnten bei Fragen beraten.

Auch beim Heizöl müssen sich die Verbraucher wahrscheinlich auf steigende Kosten einstellen. Seit dem bisherigen Jahrestief im Juni sei der Durchschnittspreis bis September um elf Prozent gestiegen, teilte das Vergleichsportal Check24 am Freitag mit. Wegen der beginnenden Heizsaison erwartet Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst EID eine steigende Nachfrage, die Preisanstiege würden sich aber "im Zaum halten."

Quelle: 2017 AFP
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