Studie: Zu viele neue Häuser - hier sollten sie nicht bauen

In Deutschland sind in den vergangenen Jahren zu viele
Einfamilienhäuser auf dem Land entstanden. Zu diesem Ergebnis kommt
eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die am Montag
vorgestellt wurde.
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In Deutschland sind in den vergangenen Jahren zu viele Einfamilienhäuser auf dem Land entstanden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die am Montag vorgestellt wurde.

© Ingo Wagner - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv
19.06.2017 - 08:57 Uhr

Es gibt zu viele neue Wohnungen und Einfamilienhäuser in ländlichen Kreisen - zu diesem Ergebnis kommt eine Baubedarfsanalyse des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Jahre 2011 bis 2015. Gleichzeitig seien in dem Zeitraum in den sieben größten deutschen Städten nur 32 Prozent der benötigten Wohnungen gebaut worden, teilte das Institut am Montag mit. Der Leerstand auf dem Land verschärft sich demnach ebenso wie der Wohnungsmangel in Städten.

Laut IW entstanden etwa im niedersächsischen Landkreis Emsland im untersuchten Zeitraum über 1060 Wohnungen mehr "als auf Basis der demografischen Entwicklung und der Leerstände" nötig gewesen wären. Ähnlich sieht es demnach im nordrhein-westfälischen Landkreis Steinfurt sowie im Landkreis Vorpommern-Greifswald aus. Insgesamt seien in ländlichen Kreisen 20 Prozent mehr Wohnungen gebaut worden als benötigt. Bei den Einfamilienhäusern sind es der Studie zufolge sogar "mehr als doppelt so viele".

Die wichtigsten Tipps für einen Umzug: 

  1. Kisten packen
    Egal, wer sie trägt, Freunde oder professionelle Möbelpacker: Alle sind glücklich, wenn die Kisten nicht allzu schwer sind. Kombinieren Sie am besten schwere und leichte Sachen, zum Beispiel Aktenordner und Kissen. Ein großes Chaos vermeiden Sie, wenn Sie die Kisten beschriften: Mit dem Inhalt und am besten notieren sie auch das Zimmer, in das die Kiste in der neuen Wohnung soll.
  2. Wer trägt die Kisten?
    Überlegen Sie vorher, ob Freunde Ihnen helfen können, ihr Hab und Gut zu transportieren, oder ob es besser wäre, ein Umzugsunternehmen zu engagieren. Hier lohnt es sich, Preise zu vergleichen. Achten Sie darauf, ob das Unternehmen einen Festpreis angibt oder nach Aufwand abrechnet. Denn im letzten Fall kann es schnell sehr teuer werden. Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen, gibt es auch die Möglichkeit, dass Ihr Arbeitgeber für die Umzugskosten aufkommt. Fragen Sie rechtzeitig nach!
  3. Umzugswagen & Transport
    Wenn Sie Ihre Möbel und Kisten selbst transportieren, denken Sie rechtzeitig daran, den Wagen zu mieten. Legen Sie dann beim Umzug genug Decken, Gurte und anderes Material zum Polstern bereit. Wenn Sie vor dem Haus Parkplätze für den Umzugswagen benötigen, können Sie bei der Stadt entsprechende Schilder beantragen, die Sie selbst aufstellen müssen. Oder Sie buchen einen Service, der dies für Sie übernimmt.

    Müssen weitere Strecken vom Auto zur Wohnung zurückgelegt werden, organisieren Sie vorher am besten eine Sackkarre oder Ähnliches. Es hilft außerdem, wenn Sie das Treppenhaus oder den Fahrstuhl zur neuen Wohnung ausmessen und prüfen, ob die Möbel hindurch- oder hineinpassen.
  4. Entsorgen
    Was Sie nicht mehr brauchen, können Sie als Sperrmüll abholen lassen oder zu entsprechenden Sammelstellen, zum Beispiel zum Wertstoffhof, bringen. Informieren Sie sich über die entsprechenden Termine und Stellen in Ihrer Stadt.
  5. Handwerker
    Brauchen Sie Handwerker? Wenn die Spüle, der Herd oder die Waschmaschine angeschlossen werden müssen und Sie das nicht selbst können, lohnt es sich, rechtzeitig bei Handwerkern anzufragen. Dann können Sie die Geräte so schnell wie möglich benutzen und müssen sich in der neuen Wohnung nicht die ersten Wochen von Tütensuppe ernähren.
  6. Neue Wohnung
    In der neuen Wohnung messen Sie auch das neue Heim vorher genau aus. Dann können Sie sich rechtzeitig vor dem Umzug schon überlegen, wie und ob alle Ihre Möbel auch im neuen Zuhause Platz haben. Der alte Schrank ist viel zu groß? Dann brauchen Sie ihn gar nicht erst mitschleppen, sondern können ihn direkt entsorgen.
  7. Strom & Wasser
    Je nach Wohnort und Anbieter, können Sie Ihren alten Stromvertrag bei einem Umzug kündigen und einen neuen abschließen, häufig können Sie dabei noch ein paar Euro sparen. Ob Sie wechseln oder nicht: Denken Sie daran, den Stromzähler in der alten Wohnung abzulesen und den Wert an Ihren Anbieter zu übermitteln. 
  8. Ummelden 
    Beim Einwohnermelde- oder Bürgeramt müssen Sie sich in der Regel spätestens eine Woche nach dem Umzug registrieren. Häufig reicht es, wenn Sie in dieser Zeit den Termin vereinbaren, der dann auch ein paar Wochen später liegen kann.
  9. Neue Adresse mitteilen und Nachsendeauftrag
    Überlegen Sie, wer Ihre neue Adresse braucht. Versicherung, Arbeitgeber, Krankenkasse, Ihre Bank, Ihr Zeitungslieferant und selbstverständlich Freunde und Bekannte sollten informiert werden, damit bald Post ins neue Heim flattert. 

    Bei der Post können Sie einen Nachsendeauftrag stellen. Dann wird Ihnen Post, die fälschlicherweise noch an Ihre alte Adresse ging, automatisch an die neue Adresse nachgeschickt. 
  10. Versicherung
    Teilen Sie einen Umzug so schnell wie möglich Ihrer Hausratsversicherung mit. Informieren Sie sich rechtzeitig vor dem Umzug, ob für die neue Wohnung eine neue Versicherung abgeschlossen werden muss oder sie bestehen bleiben kann bzw. angepasst werden muss. 

Als Ursachen für die überhöhte Bautätigkeit auf dem Land nennen die Autoren die Niedrigzinsen ebenso wie die Menge an verfügbaren Grundstücken. Die Finanzierung von Immobilien wurde demnach günstiger und deren Kauf attraktiver - obwohl die Baukosten "stetig angezogen sind". Gleichzeitig würden "Neubauten gegenüber Altbauten bevorzugt", was angesichts der insgesamt rückläufigen Bevölkerung auf dem Land zu neuen Leerständen führe.

Laut IW veröden die Dorfzentren so zunehmend, während die kommunalen Infrastrukturkosten durch die Zersiedlung steigen. Um weiteren Leerstand zu vermeiden, rät das Institut zu einem Umdenken in der Kommunalpolitik. Trotz des interkommunalen Wettbewerbs sollten Bürgermeister keine neuen Bauflächen ausweisen und Neubau an einen Abbau von Leerstand koppeln, "um den Bestand attraktiver zu machen". Gleichzeitig sollten Kommunen mit schrumpfender Bevölkerung die Innenentwicklung fördern und ihre Zentren attraktiver gestalten.

Quelle: 2017 AFP
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