Unternehmer Lauda greift Lufthansa wegen Niki-Übernahme an

Nach der Pleite des Ferienfliegers Niki hat der Gründer der
Airline, Ex-Rennfahrer Niki Lauda, schwere Vorwürfe gegen die
Lufthansa erhoben. Die deutsche Fluggesellschaft würde den Verkauf
von Niki an einen neuen Investor blockieren, sagte Lauda.
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Nach der Pleite des Ferienfliegers Niki hat der Gründer der Airline, Ex-Rennfahrer Niki Lauda, schwere Vorwürfe gegen die Lufthansa erhoben. Die deutsche Fluggesellschaft würde den Verkauf von Niki an einen neuen Investor blockieren, sagte Lauda.

 © ALEX HALADA - AFP/Archiv
17.12.2017 - 11:11 Uhr

Nach der Pleite des Ferienfliegers Niki hat der Gründer der Airline, der frühere Rennfahrer Niki Lauda, schwere Vorwürfe gegen die Lufthansa erhoben. Die deutsche Fluggesellschaft würde den Verkauf von Niki an einen neuen Investor blockieren, indem sie die Herausgabe von Flugzeugen verweigere, sagte Lauda der "Bild am Sonntag". "Das ist ein durchschaubares Spiel." Ohne Flugzeuge sei die Airline nichts wert. "Lufthansa will Niki zerstören", sagte Lauda

Nach der Insolvenz von Air Berlin hatte Lufthansa die Absicht erklärt, Niki zu kaufen und zunächst den Flugbetrieb zu übernehmen. Dabei erlangte die Airline die Rechte an geleasten Flugzeugen von Niki. Nachdem die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Bedenken zu der Übernahme äußerte, erklärte Lufthansa, Niki nicht mehr kaufen zu wollen. Laut EU-Vorgabe muss Lufthansa nun die Flugzeuge an einen potentiellen Investor wieder abgeben.

Lauda behauptet, dass Lufthansa gegen die Richtlinie verstößt. "Findet sich kein neuer Investor, werden die Start- und Landerechte auf die verbliebenen Airlines an den jeweiligen Flughäfen aufgeteilt", sagte der Unternehmer. "So erhält Lufthansa, was sie will. Und das gratis."

Ein Lufthansa-Sprecher wies den Vorwurf einer Blockadehaltung zurück. "Selbstverständlich wird sich die Lufthansa Gruppe an die vorgenannte Entscheidung halten", sagte der Sprecher dem Blatt.

Lauda hat selbst Interesse an der einst von ihm gegründeten Fluggesellschaft angemeldet. Der Ex-Rennfahrer hatte schon zuvor im Rahmen einer Bietergemeinschaft Interesse an der Air-Berlin-Tochter signalisiert, war aber gescheitert.

Quelle: 2017 AFP
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