Verbraucherschützer mahnen Zahlungsdienstleister Paypal wegen neuer AGB ab

Verbraucherschützer haben den Zahlungsdienstleister Paypal wegen
der im Januar eingeführten neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen
(AGB) abgemahnt.
Bild 1 von 1

Verbraucherschützer haben den Zahlungsdienstleister Paypal wegen der im Januar eingeführten neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) abgemahnt.

 © Lukas Schulze - dpa/AFP/Archiv
14.02.2018 - 09:29 Uhr

Verbraucherschützer haben den Zahlungsdienstleister Paypal wegen der im Januar eingeführten neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) abgemahnt. Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Mittwoch mitteilte, halten die Experten die Vorgaben mit 80 Seiten für zu lang und außerdem für zu kompliziert. Der vzbv forderte demnach von Paypal eine Unterlassungserklärung. Zuerst hatten am Mittwoch die Zeitungen der Funke Mediengruppe über die Abmahnung berichtet.

Paypal verstoße gegen den "gesetzlich vorgeschriebenen Grundsatz der Transparenz und benachteiligt die Verbraucher", kritisierte der vzbv. Nicht nur wegen der "formalen Unverständlichkeit der AGB", sondern auch wegen der erforderlichen Zeit, um sie vollständig zu lesen und zu verstehen, liege ein Wettbewerbsverstoß vor, bemängelte der Marktwächter Digitale Welt beim vzbv. Paypal hat nun bis Ende Februar Zeit, um die geforderte Unterlassungserklärung abzugeben.

Es könne nicht sein, dass Nutzer weit mehr als eine Stunde aufbringen müssten, um die neuen AGB vollständig zu lesen, erklärte Carola Elbrecht vom vzbv. Frühere Befragungen hätten ergeben, dass Verbraucher etwa für Datenschutzerklärungen maximal fünf Minuten opfern möchten.

Paypal mache auch nicht transparent, "was sich für Verbraucher durch die Anpassung im Januar änderte", kritisierte der Verband. Nutzer müssten also die kompletten Bedingungen lesen. Außerdem hätten "wissenschaftliche Textanalysen" ergeben, dass die AGB "formal unverständlich" seien, erklärte der vzbv.

Wie die Funke Zeitungen berichteten, prüft Paypal die Angelegenheit. Einer Sprecherin zufolge will sich die Firma derzeit aber nicht weiter dazu äußern.

Paypal ist ein weit verbreitetes Zahlungssystem für Bestellungen im Internet. Dabei werden die Zahlungen über virtuelle Konten abgewickelt. Paypal hat nach eigenen Angaben weltweit über 200 Millionen aktive Kunden.

Quelle: 2018 AFP
Kommentare
Top-Themen
Wer in eine Verkehrskontrolle gerät, weil er sich im Straßenverkehr auffällig verhalten hat, muss besonders mit einer ...mehr
Die Europäische Union bereitet sich einem Pressebericht zufolge auf einen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten vor.mehr
Krank zur Arbeit gehen - für die Mehrheit der Arbeitnehmer ist das eine Option: Gut zwei Drittel der Beschäftigten ...mehr
Anzeige
Börse
DAX
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
Anzeige
Anzeige
Top-Artikel
Ob großer Familieneinkauf oder die Besorgungen für einen Single-Haushalt: Beim Einkauf lässt sich viel Geld sparen, wenn man günstige Discounter Angebote sucht und Preise vergleicht.mehr
"Ich bin doch nicht blöd" oder "Bin ich schon drin?": Spielen Sie unser Quiz und erraten Sie, welcher Slogan zu welcher Marke gehört! mehr
Eine wichtige Zusatz-Qualifikation: Lernen Sie schnell und einfach das Zehn-Finger-Tippsystem!mehr
Anzeige