VW-Cheflobbyist Steg kehrt nach Ermittlungen über Affenstudie auf Posten zurück

Volkswagen-Cheflobbyist Thomas Steg kehrt nach Abschluss der
internen Ermittlungen um die umstrittenen Abgasversuche mit Affen
wieder auf seinen Posten zurück. Die Konzernrevision stellte bei
ihm "kein pflichtwidriges Verhalten" fest.
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Volkswagen-Cheflobbyist Thomas Steg kehrt nach Abschluss der internen Ermittlungen um die umstrittenen Abgasversuche mit Affen wieder auf seinen Posten zurück. Die Konzernrevision stellte bei ihm "kein pflichtwidriges Verhalten" fest.

 © Tim Brakemeier - dpa/AFP/Archiv
06.06.2018 - 14:34 Uhr

Volkswagen-Cheflobbyist Thomas Steg kehrt nach Abschluss der internen Ermittlungen rund um die umstrittenen Abgasversuche mit Affen wieder auf seinen Posten zurück. Die Konzernrevision habe bei ihm "kein pflichtwidriges Verhalten oder arbeitsrechtlich relevante Verstöße" festgestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der ehemalige stellvertretende Regierungssprecher war seit Ende Januar "auf eigenen Wunsch" beurlaubt.

Ein Forschungslabor in den USA hatte 2014 Affen die Abgase von VW-Dieselautos einatmen lassen. Der Auftrag dafür stammte von der von Autokonzernen gegründeten und inzwischen aufgelösten Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT). Nach einem Bericht der "New York Times" im Januar wurde bekannt, dass Steg seit Mai 2013 davon wusste. Volkswagen prüft seitdem die internen Vorgänge rund um diese und weitere Studien der EUGT.

"Ich war sicher, mich arbeits- und dienstrechtlich korrekt verhalten zu haben", erklärte Steg nun. "Dennoch habe ich mich gefragt, ob ich damals, im Frühjahr 2013, nicht noch mehr hätte unternehmen können, um den Test in den USA zu verhindern." Er bedauere sehr, dass er damals nicht anders gehandelt habe und entschuldige sich dafür.

Zu einer guten Unternehmenskultur gehöre es auch, "dass Mitarbeiter nach vollständiger Aufklärung eines Sachverhalts mit entlastendem Ergebnis voll umfänglich rehabilitiert werden", erklärte Hiltrud Werner, im VW-Vorstand verantwortlich für Integrität und Recht. "Wir werden die darüber hinaus gehende unabhängige Überprüfung sämtlicher Versuchs-, Studien- und Forschungsprojekte, an denen das Unternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt war oder ist, in der zweiten Jahreshälfte abschließen", fügte sie hinzu.

Der Volkswagen-Konzern unterhält eigenen Angaben zufolge allein in Deutschland 1.290 Kooperationen mit mehr als 100 Hochschulen und über 60 Forschungsinstituten.

Quelle: 2018 AFP
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