Wohngelderhöhung wegen teurerer Energie?

Wohngeld erhöhen, «damit niemand in diesem Winter frieren
muss».
Bild 1 von 1

Wohngeld erhöhen, «damit niemand in diesem Winter frieren muss».

 © Bodo Marks

Die Energiepreise sind stark gestiegen. Um die Menschen mit geringeren Einkommen zu schützen, fordern die Verbraucherzentralen nun eine Erhöhung des Wohngelds. Auch die neue Bundesregierung sei gefordert.

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen fordern angesichts stark gestiegener Energiepreise einen raschen Schutz für Menschen mit geringeren Einkommen.

Kurzfristig sollte dafür eine Erhöhung des Wohngelds vorbereitet werden, "damit niemand in diesem Winter frieren muss", sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Zudem sollten Strom- und Gassperren ausgesetzt werden, die bei säumigen Zahlungen drohen können. Auch die noch amtierende Bundesregierung sei "sehr wohl in der Lage, Dinge vorzubereiten", die die neue Regierung gleich nach der Kanzlerwahl beschließen könnte.

Die nächste Regierung müsse dann auch Tempo machen beim Ausbau der erneuerbaren Energien, der energiesparenden Gebäudesanierung und dem Umstieg auf Elektromobilität, sagte Müller. "Die Politik muss einen Rahmen setzen, damit sich unsere Wirtschaft so schnell wie möglich von den fossilen Energien entkoppeln kann und Verbraucherinnen und Verbraucher klimafreundliche Alternativen zur Verfügung haben."

Zu jüngsten Vorschlägen der EU-Kommission gegen hohe Energiepreise sagte der vzbv-Chef, in dem Papier stehe nichts Neues. Die Kommission mache nichts anderes, als den Ball zu den Nationalstaaten zurückzuspielen. In einem am Mittwoch vorgestellten "Werkzeugkasten" für die EU-Länder schlägt die Brüsseler Behörde unter anderem direkte Zahlungen, Steuererleichterungen und Subventionen für kleine Firmen vor. Sie erwägt auch mittelfristige Reformen, um den europäischen Energiemarkt robuster zu machen.

Quelle: dpa-infocom GmbH
Top-Themen
Tendenziell soll Energie für mehr Klimaschutz nicht günstiger werden - darüber gibt es eigentlich einen ziemlich ...mehr
Rund 25 Millionen Kubikmeter Gas sollen nach Moskauer Angaben in den europäischen Speichern fehlen. Der Kreml sei zu ...mehr
Wohnungseigentümer sind eigentlich verpflichtet, ihre Immobilie gemeinschaftlich instand zu halten. Ob dies auch ...mehr
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.