Wohnungssuche für Studenten zum Semesterstart noch schwieriger

Zum Semesterstart ist die Wohnungssuche für Studenten noch
schwieriger geworden als im Vorjahr. Am problematischsten ist die
Suche nach der passenden Unterkunft in München, dicht gefolgt von
Hamburg und Stuttgart.
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Zum Semesterstart ist die Wohnungssuche für Studenten noch schwieriger geworden als im Vorjahr. Am problematischsten ist die Suche nach der passenden Unterkunft in München, dicht gefolgt von Hamburg und Stuttgart.

 © Uwe Anspach - dpa/AFP/Archiv
06.09.2017 - 03:24 Uhr

Zum Semesterstart ist die Wohnungssuche für Studenten noch schwieriger geworden als im Vorjahr. Am problematischsten ist die Suche nach der passenden Unterkunft in München, dicht gefolgt von Hamburg und Stuttgart, wie das Moses Mendelssohn Institut (MMI) am Mittwoch in Berlin nach einer Untersuchung aller 93 Hochschulstädte mit mehr als 5000 Studierenden mitteilte.

Etwas entspannt hat sich demnach die Lage in Köln, Frankfurt am Main und Heidelberg. Von einer nachhaltigen Entspannung in diesen Städten zu sprechen, wäre der Studie zufolge aber "verfrüht". Dafür sei der sogenannte Anspannungs-Index des studentischen Wohnungsmarktes, für den maximal hundert Punkte vergeben werden, nach zuletzt erheblichen Steigerungen weiter spürbar höher als 2013.

Geprüft wurden demnach 23 Kriterien, von den Kosten insbesondere für Zimmer in Wohngemeinschaften über die Studierendenzahlen bis hin zur Attraktivität im Ausland. Spitzenreiter München erreichte demnach 78 Punkte, Hamburg 76 Punkte und Stuttgart 74 Punkte. Cottbus ist der günstigste Uni-Standort in Deutschland.

Auch in Städten wie Tübingen, Nürnberg, Leipzig, Rostock, Kassel, Fulda, Oldenburg, Essen und Marburg ist die Wohnungssuche für Studenten inzwischen deutlich schwieriger. Zwar seien die Bedingungen dort objektiv immer noch besser als in großen Metropolen. Doch Studierende, die etwa in ostdeutschen Städten wie Rostock und Leipzig oder an den hessischen Uni-Standorten Kassel und Fulda lange Jahre keine oder kaum Probleme hatten, eine passende Unterkunft zu finden, "machen jetzt ganz andere Erfahrungen bei der Wohnungssuche", erklärte Stefan Brauckmann, Direktor des MMI.

Wie teuer das Wohnen in den 93 Studentenstädten ist, zeigt auch eine Analyse der WG-Preise. Bereits der Platz in einer Wohngemeinschaft kostet danach im bundesweiten Durchschnitt 353 Euro. Teuerster Standort ist wiederum München mit durchschnittlich 570 Euro. In Cottbus werden für ein WG-Zimmer nur 208 Euro verlangt.

Neben Cottbus gibt es der Studie zufolge nur vier weitere ostdeutsche Städte, in denen die durchschnittlichen WG-Mieten unter 250 Euro liegen. Das ist die laut BAföG-Satz angesetzte offizielle Wohnkostenpauschale.

Auf dem freien Wohnungsmarkt sei es nahezu unmöglich, mit einem solchen Budget eine Bleibe zu finden, erklärte Brauckmann. Auch Wohnheime der Studentenwerke könnten nur wenig Abhilfe schaffen. Für nicht einmal jeden zehnten Studierenden steht eine subventionierte Unterkunft zur Verfügung.

Quelle: 2017 AFP
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