Altersvorsorge mit der Kapitallebensversicherung

Eine Kapitallebensversicherung zahlt sich im Alter aus.
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Eine Kapitallebensversicherung zahlt sich im Alter aus.

 © Hemera
von mbr

Eine Kapitallebensversicherung ist doppelt nützlich: mit ihnen kann man die Angehörigen absichern und gleichzeitig für das Alter vorsorgen. Den Renditeversprechen der Lebensversicherer von derzeit meist etwas mehr als vier Prozent im Jahr sollten Kunden jedoch mit Vorsicht begegnen.

Um für den Ruhestand vorzusorgen, zahlt der Versicherte während seines aktiven Berufslebens regelmäßige Beiträge in die Kapitallebensversicherung ein. Nach Ablauf der vorab festgelegten Laufzeit – meist im 60. bis 67. Lebensjahr – erhält er die eingezahlten Gelder inklusive Verzinsung zurück. Wie bei einer privaten Rentenversicherung weiß der Versicherte dabei schon vorher ziemlich genau, mit welcher Summe er im Rentenalter mindestens rechnen kann. Und ebenfalls wie bei der privaten Rentenversicherung kann er dann wählen zwischen einer großen Einmalauszahlung oder einer regelmäßigen Rentenzahlung.

Garantiezins und Überschussbeteiligung

Auf die eingezahlten Beiträge bekommt der Versicherte eine bei Vertragsabschluss zugesicherte jährliche Verzinsung. Dieser Garantiezins wird zentral vom Bundesfinanzministerium auf Basis der Entwicklung der Rendite bei zehnjährigen Bundesanleihen festgelegt. Für die im Jahr 2010 abgeschlossenen Kapitallebensversicherungen beträgt er 2,25 Prozent pro Jahr. Mehr dürfen die Lebensversicherer ihren Kunden als definitiv zugesicherte Verzinsung nicht gewähren. Theoretisch wäre zwar ein niedrigerer Garantiezins möglich, doch das wird von den meisten Anbietern angesichts der starken Konkurrenz nicht in Erwägung gezogen.

Als zusätzlicher Bonus zur Garantieverzinsung winkt die so genannte Überschussbeteiligung an den Gewinnen, die der Versicherer durch eine gute Anlage der eingezahlten Gelder erzielt. Sie wird Jahr für Jahr neu festgelegt. Garantiezins und Überschussbeteiligung zusammengenommen, bieten die großen Lebensversicherer derzeit im Durchschnitt etwas mehr als vier Prozent Rendite pro Jahr. Infolge der Finanzkrise rechnen viele Versicherungsexperten hier jedoch in den nächsten Jahren mit Renditen unterhalb von vier Prozent – auch wenn die Versicherungen sicher alles tun werden, um diese magischen Prozentmarke möglichst lange zu halten.

Geschönte Renditeversprechen

Darüber hinaus mahnen Verbraucherschützer auch davor, sich angesichts des allgemein niedrigen Zinsniveaus nicht von den Renditeversprechen der Lebensversicherer täuschen zu lassen. Immerhin müssen die Versicherungsunternehmen solche Renditen auch erst am Markt erwirtschaften. Schaut man genauer hin, liegt die tatsächliche Verzinsung auch meist deutlich niedriger.

Das liegt vor allem daran, dass die Versicherer die hohen Zinsen nicht auf die gesamten Beiträge eines Kunden gewähren, sondern lediglich auf den so genannten Sparanteil. Dieser ergibt sich aus der gesamten Beitragssumme abzüglich der Verwaltungs- und Betriebskosten des Versicherers, der etwaigen Prämie für den Versicherungsmakler sowie der Rückstellungen für den Todesfallschutz. Am Ende verbleiben so je nach Anbieter meist zwischen 65 und 85 Prozent der eingezahlten Beiträge als Sparanteil. Eine versprochene Verzinsung von beispielsweise 4,15 Prozent schrumpft da selbst bei 85 Prozent Sparanteil schon auf 3,53 Prozent.

Hinterbliebenenschutz

Neben der Altersvorsorge lässt sich mit einer Kapitallebensversicherung gleichzeitig auch das Risiko des vorzeitigen Todes absichern. Denn stirbt der Versicherte vor Vertragsende, erhalten die Hinterbliebenen eine garantierte Summe zuzüglich der bereits aufgelaufenen Überschussbeteiligungen. Als reine Hinterbliebenenvorsorge ist eine Kapitallebensversicherung jedoch nicht geeignet. Wer lediglich für seine Angehörigen vorsorgen will, sollte sich besser an eine Risikolebensversicherung halten. Dabei sind auch die Beiträge günstiger.

Sonderfall fondsgebundene Lebensversicherung

Neben der klassischen Kapitallebensversicherung gibt es auch so genannte fondsgebundene Lebensversicherungen. Dabei wird der Sparanteil der Versicherten in einen oder mehrere Investmentfonds investiert. Durch Spekulationsgeschäfte an den Wertpapiermärkten sollen so höhere Renditen erzielt werden – gleichzeitig steigt jedoch auch das Verlustrisiko für die Versicherten. Eine Garantieverzinsung wird bei den fondsgebundenen Policen dann auch nicht gewährt.

Quelle: freenet.de
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