ARD und ZDF bald werbefrei?

Die Mainzelmännchen sind Trickfiguren, die im ZDF vor allem als Werbetrenner dienen. Sie tragen nach Gartenzwergart eine Mütze. Ihr Name geht auf die Stadt Mainz, den Sitz des ZDF, und auf die Heinzelmännchen zurück. Ihr Erfinder und erster Designer war Wolf Gerlach.
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Die Mainzelmännchen sind Trickfiguren, die im ZDF vor allem als Werbetrenner dienen. Sie tragen nach Gartenzwergart eine Mütze. Ihr Name geht auf die Stadt Mainz, den Sitz des ZDF, und auf die Heinzelmännchen zurück. Ihr Erfinder und erster Designer war Wolf Gerlach.

© imago/Christian Ohde
11.02.2015 - 09:00 Uhr von Martin Rüberg

Ein Traum soll wahr werden: werbe-freies Fernsehen. Allerdings nur die öffentlich-rechtlichen Sender. Und das auch nur, wenn die Ministerpräsidenten der Länder im Juni dafür stimmen.

Dass überhaupt über werbe-freies Fernsehen diskutiert werden kann, liegt an der Einführung der neuen Haushalts-Pauschale, die jeder Haushalt an die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zahlen muss. Diese führte wenig überraschend zu Mehreinnahmen von 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2016.

Statt nun über eine Gebührensenkung nachzudenken, soll im Juni über ein Werbeverbot abgestimmt werden. Deshalb soll die normalerweise für März vorgesehene Kostenanmeldung der Sender auf August verschoben werden. Ein leitender ARD-Mitarbeiter sagt dazu laut BILD "Wir können schlecht unsere Kosten beziffern, wenn wir noch nicht wissen, ob wir in Zukunft noch Werbe-Einnahmen haben." Dieser Satz zeigt, wie konkret die Überlegungen über den Werbeverzicht schon fortgeschritten sind.

An Werktagen dürfen im TV-Programm bisher vor 20 Uhr maximal 20 Minuten Werbung pro Tag laufen. Besonders lang sind die Werbeblöcke bei Sendungen mit vielen Zuschauern, wie der Sportschau. Im Hörfunk sind 90 Minuten pro Tag erlaubt. 

Prominente Vertreter wie Paul Kirchhof setzen sich seit langem für einen Verzicht auf Werbung ein. Mit dem Verzicht auf Werbung und Sponsoring würden ARD und ZDF auf ca. 500 Millionen Euro jährlich verzichten. Würde man komplett auf Werbung verzichten, führte dies zu einer Erhöhung der Haushaltspauschale von 1,25 Euro. Die Mehreinnahmen durch die Pauschale in den letzten Jahren würde nicht ausreichen, um diese 1,25 Euro aufzufangen. Um eine Gebührenerhöhung zu vermeiden, ist ein kompletter Verzicht auf Werbung deshalb eher unwahrscheinlich. Vielmehr könnte es zu einer Reduzierung der Werbung kommen, um die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von Politik und Wirtschaft weiter zu fördern. 


Quelle: freenet.de
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