Die Rürup-Rente

Gerade für Selbstständige ist die Rürup-Rente von Vorteil.
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Gerade für Selbstständige ist die Rürup-Rente von Vorteil.

 © Polka Dot
von mbr

Mit der Rürup-Rente können auch Sie den Staat an ihrer Altersvorsorge beteiligen. Zwar gibt es keine staatlichen Zuschüsse, doch dafür locken kräftige Steuerersparnisse.

Seit 2005 gibt es mit der Rürup-Rente eine weitere Form der Altersvorsorge, die vom Staat gefördert wird. Im Gegensatz zur ähnlich klingenden Riester-Rente gibt es bei der Rürup-Rente keine staatlichen Zulagen. Gefördert wird sie einzig über Steuervorteile. Das macht sie vor allem für Selbstständige, Gewerbetreibende und Freiberufler interessant, die nicht gesetzlich rentenversicherungspflichtig sind.

Vorteil: Nachgelagerte Besteuerung

Das große Plus der Rürup-Vorsorge liegt in der nachgelagerten Besteuerung. Während das Vermögen für den Lebensabend steuerfrei angespart werden kann, müssen die späteren Rentenzahlungen besteuert werden. Doch solange keine anderen Einkünfte – wie etwa Mieteinnahmen – das Einkommen im Ruhestand erhöhen, wird die Rente zu einem niedrigeren Satz versteuert als das Einkommen während des aktiven Arbeitslebens.

Dafür können die Vorsorgeleistungen bei der Steuererklärung – zusammen mit eventuellen Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung oder berufsständischen Versorgungswerken – als Sonderausgaben steuerlich absetzt werden. Das ist eigentlich bis zur Maximalgrenze von 20.000 Euro im Jahr (Verheiratete das Doppelte) möglich. In der noch laufenden Übergangsphase wird hiervon vom Fiskus jedoch nur ein bestimmter Prozentsatz berücksichtigt. Für das Jahr 2010 sind es 70 Prozent. In den Folgejahren steigt der Anteil jährlich um zwei Prozentpunkte an, bis 2025 schließlich 100 Prozent erreicht sind.

Strenge Anforderungen an Rürup-Verträge

Bei der Rürup-Rente gibt es kein Kapitalwahlrecht. Der angesparte Betrag darf nicht auf einen Schlag ausgezahlt, sondern muss verrentet werden. Dafür bietet die Rürup-Rente aber auch Sicherheit: Im Fall von Hartz IV muss diese Altersvorsorge nicht aufgelöst und verwertet werden. Erfreulich zudem: Basisrenten sind bei einer Firmenpleite nicht pfändbar.

Vorsorge-Verträge im Sinne des Rürup-Modells müssen neben der vorgeschriebenen Verrentung noch einige weitere Voraussetzungen erfüllen: So dürfen die Rentenzahlungen erst ab Vollendung des 60. Lebensjahres beginnen. Zudem dürfen die Ansprüche aus den Verträgen weder beliehen noch verkauft werden und auch nicht vererbbar sein.

Kritikpunkt Vererbbarkeit

Letzter Punkt sorgte für reichlich Kritik, schließlich bietet auch die gesetzliche Rente eine Hinterbliebenen-Versorgung durch die Witwen- und Waisenrente. Stirbt dagegen bei Rürup ein Bezieher vorzeitig, waren Beiträge und Aufbauleistung verloren. Mittlerweile akzeptiert der Gesetzgeber aber auch die Kombination des Rürup-Vertrags mit einer zusätzlichen Hinterbliebenenabsicherung. Auf diese Weise können auch der Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder abgesichert werden.

Zusätzlich zum Hinterbliebenenschutz ist inzwischen auch eine Kombination der Rürup-Rente mit einem Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsschutz möglich – allerdings nur in einem begrenzten Umfang. Mehr als 50 Prozent der Rürup-Prämie müssen immer auf die Basisrente entfallen.

Fazit für Selbstständige

Alles in allem eignet sich die Rürup-Rente vor allem für gut verdienende Selbstständige, die ohne gesetzliche Rente für ihren Ruhestand vorsorgen wollen. In der Ansparphase können sie bei der Steuererklärung hohe Sonderausgaben geltend machen und erhalten so Liquidität für andere Investitionen. Im Ruhestand profitieren sie dann von einem günstigeren Steuersatz.

Für Arbeitnehmer nur bedingt geeignet

Arbeitnehmer können grundsätzlich ebenfalls mit der Rürup-Rente vorsorgen. Sie sollten jedoch bedenken, dass zu ihren abschreibungsfähigen Vorsorgeaufwendungen auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie für eine etwaige betriebliche Vorsorge zählen. Verbraucherschützer raten daher eher zur Riester-Rente, wo es etwa auch extra Kinderzulagen gibt. Nur wer mehr als die dort geförderten Höchstbeiträge für die Rente sparen will, kann zusätzlich einen Rürup-Vertrag abschließen.

Quelle: freenet.de
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