eBay kurios: Weltmeister-Auto von Michael Schumacher

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Bei eBay steht derzeit Michael Schumachers erstes Weltmeister-Auto von 1994 zum Verkauf. Der Preis liegt über 2,5 Millionen Euro. Angesichts dessen fallen die zusätzlich geforderten Versandkosten von 10.000 eigentlich kaum noch ins Gewicht.

Bei dem "rennbereiten" und "originalgetreuen" Auto handelt es sich nach Angaben der Verkäufer nachweislich um den Formel1-Boliden, der 1994 von Michael Schumacher in Adelaide beim Grand Prix von Australien gefahren wurde. Für viele Fans sicherlich unvergessen sind die Szenen, als der Deutsche beim Rennen in Adelaide mit Damon Hill in dessen Williams-Renault kollidierte. Beide schieden damals aus dem Rennen aus und Michael Schumacher gewann mit einem Punkt Vorsprung seine erste Formel1-Weltmeisterschaft.

Die 1994-Benetton-Formel-1-Rennwagen läuft noch bis zum Abend des 16. November 2009. Zum Beleg ihres ernsthaften Interesses werden Bieter gebeten, sich vor ihrer Gebotsabgabe mit Ausweiskopie beim Verkäufer zu registrieren. Die vom Anbieter als "möglich und erwünscht" bezeichnete Vorab-Besichtigung des Fahrzeugs ist da schon etwas aufwendiger. Denn noch steht der Bolide bei einem Sammler in Toronto/Kanada. Erst nach einer Anzahlung von 30 Prozent des Auktionspreises macht sich der Wagen von dort auf den Weg zum Käufer. Immerhin: In den Versandkosten von 10.000 Euro sind Einfuhrzoll und Einfuhrumsatzsteuer nach Deutschland schon enthalten.

"Berühmte" Autos bei eBay

Das Formel1-Auto von Michael Schumacher ist nicht das erste "prominente" Auto, das bei eBay für Aufmerksamkeit sorgt. Bereits 2005 ging der "Papst-Golf" bei eBay über den Tisch – wenn auch in einer deutlich günstigeren Preisklasse. Für das göttliche Gefährt des ehemaligen Kardinal Ratzinger erzielte der findige Nachbesitzer aber immerhin 188.939 Euro! Auf weniger Interesse stieß hingegen der "Klinsi-Käfer". Das VW-Cabrio, das Jürgen Klinsmann während seiner Zeit als Spieler in Großbritannien fuhr, erreichte mit 24.850 Euro nicht den vom Verkäufer geforderten Mindestpreis.

Kuriose Internet-Auktionen

Weniger prominent, dafür aber nicht weniger kurios sind zahlreiche weitere Auktionen bei eBay & Co. Hier ein paar Beispiele – oftmals zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken oder einfach nur zum Kopf-Schütteln:

Belgien unter'm Hammer
Manch einer freut sich schon, eine kleine Insel sein Eigen nennen zu können. Doch wie wäre es erst mit einem ganzen Königreich? Ein solches wurde 2007 in Form von Belgien bei eBay angeboten. Startpreis: ein Euro, Versandkosten genauso inklusive wie ein König und leider auch "300 Milliarden Euro Staatsschulden". Zwar wurde das Inserat nach wenigen Tagen von eBay gelöscht. Aber immerhin: Das höchste Gebot lag nach drei Tagen Laufzeit schon bei zehn Millionen Euro – und kam ausgerechnet von einem Holländer.

Bundesrepublik im Schlussverkauf
Belgien ist nicht der erste Staat, der auf dem virtuellen Kramtisch landete. Vor einiger Zeit bot eine Frohnatur auch die "Bundesrepublik Deutschland im Schlussverkauf" an. Für nur 5,50 Euro Startpreis war ein beschauliches kleines Staatswesen mitten in Europa in gute Hände abzugeben! Laut Verkäufer war der Artikel gebraucht, über 50 Jahre alt, mit deutlichen Gebrauchsspuren und überholungsbedürftig. Gesucht wurde ein neuer Besitzer mit Fachkenntnissen und Visionen, der einer etwas müde gewordenen Nation wieder neuen Schwung verleiht. Achtung: Kein Job für Anfänger!

Realer LKW-Simulator
Ein Flugsimulator am Heimcomputer ist Ihnen zu langweilig? Dann wäre das vielleicht was für Sie gewesen: Ein LKW-Fahrschulsimulator. Er wurde bei der Bundeswehr im Truppenversuch eingesetzt, aber nie eingeführt (was aber nicht an der Technik lag, so der Anbieter). Das Gerät wiegt acht Tonnen und hatte ca. 3.600 Stunden runter. Interessiert? Dann halten Sie die Augen auf. Da der Mindestpreis bis zum Auktionsende mit knapp 80.000 Euro nicht erreicht wurde, gibt es vielleicht einen neuen Anlauf zur Versteigerung. Dafür mal so als Richtwert: Der Neupreis lag bei rd. 2,8 Millionen Euro.

Stellvertreter für Geburtstagsfeier
Alex ist am 21. Februar 30 Jahre alt geworden (Glückwunsch nachträglich). Sein großer Wunsch hierzu war eine Feier mit all seinen Freunden, viel Musik und Alkohol. Nur leider kam ihm terminlich was dazwischen, weshalb er einen Stellvertreter für den wichtigen Termin in seinem Leben suchte. Der Platz des "Geburtstags-Vertreters" war wohl begehrt: Zuschlag nach 28 Geboten für 221 Euro!

Familie mit Rückgaberecht
Ein Angebot an alle Männer, die immer schon wissen wollten, ob es richtig ist Single zu sein und dafür auf eine Familie verzichtet zu haben. Eine "nette" Frau und ihr 14 Jahre alter Sohn boten sich als "Mietfamilie" an. Der meistbietende Mann konnte eine Woche testen wie es ist, Wasser- anstatt Bierkästen zu schleppen, Schulaufgaben zu betreuen, den Sohn vom Golf abzuholen und angezickt zu werden, wenn die Füße auf dem Tisch liegen. Allerdings: Die besonderen ehelichen Pflichten gehörten ausdrücklich NICHT dazu.

Ein Platz im Testament
Von "DJ Spuke" gab es einen "Platz in seinem Testament" zu ersteigern. Zwar ist er erst 30 Jahre, die Chancen auf baldiges Nutznießen stehen aber trotzdem nicht schlecht: Er arbeitet in der Metallbranche (sicher gefährlicher als Bürojob), raucht (Lungenkrebs!), mag Sommer und Sonne (Hautkrebs, vielleicht nicht direkt tödlich) und verbringt sonst viel Zeit zu Hause (wo doch jeder vierte Unfall im Haushalt passiert!). Komisch nur, dass da niemand für einen Euro (plus fünf Euro Versand) zugreifen wollte. Nur eine namentliche Erwähnung reicht heute wohl nicht mehr aus.

Gebrauchter Schnupfen
Für Blaumacher und Möchtegern-Kranke: Zum Sonderpreis ab einem Euro gab es einen "Schnupfen zu kaufen". Vom kleinen kleines Kitzeln in der Nase bis hin zur alles verstopfenden Sinusitis (Nasennebenhöhlen-Entzündung) ist alles möglich, warb der Verkäufer. Eine Garantie auf eine tatsächliche Übertragung oder die zeitliche Dauer des Schnupfens gab's zwar nicht. Doch der Käufer schien zufrieden: "Sehr gute Qualität", urteilte er in der Auktionsbewertung.

Aussichtsturm oder U-Boot?
Wer noch Platz in seinem Vorgarten hat, kann bei eBay & Co. etwa den ein oder anderen "Eyecatcher" ersteigern. So bot etwa ein Museumsverein einen 30 Meter hohen Aussichtsturm an, um ihn vor der Verschrottung zu bewahren. Sein Standort bei Helmstedt ließ auf einen alten Beobachtungsturm an der früheren deutsch-deutschen Grenze schließen. Doch es geht noch größer: Eine Million Dollar Einstiegsgebot und genügend Platz im Vorgarten vorausgesetzt, hätten man vor einiger Zeit auch ein sowjetisches U-Boot mit 90 Metern Länge ersteigern können.

Echte Bio-Floheier
Haben Sie mit einem "lieben Menschen" noch eine Rechnung offen, dann hätte auch das was für Sie sein können: 100-prozentige Bio-Floheier für die biologische Kriegsführung. Einfach bei passender Gelegenheit auf flauschige Teppiche oder in Couch- oder Bettritzen rieseln lassen. Der Verkäufer garantierte eine nicht mehr zu stoppende Floh-Population, die für viele fröhliche Jahre sorgen sollte. Alternativ könne sich der Käufer auch selbständig machen und die putzigen Gesellen in einem Flohzirkus kleine Wägelchen ziehen oder über eine selbstgebaute Bühne steppen lassen.

Wecken mit Kater Nero
Der Wecker klingelt, das Radio dudelt, doch sie kommen früh einfach nicht aus dem Bett? Dann sollten Sie mal was Neues ausprobieren, wie die CD mit "quälendem Katzengejammer von Kater Nero". Laut Anbieter soll es jeden noch so tiefen Schläfer aus dem Bett jagen. Um die originale Stimmung optimal nachzustellen wird der Einsatz in einem CD-Player mit Weckfunktion empfohlen, dessen Lautsprecher unter dem Bett liegen. Der große Vorteil des digitalisierten Katers: Unschlagbar, weil unpackbar!

Ehemann kostengünstig abzugeben
Besonders verzweifelt muss auch jene Frau gewesen sein, die ihren Ex-Mann mit folgender Beschreibung inserierte: "Sie bieten auf meinen Mann, 37 Jahre alt, schlank, dunkelhaarig. Aufgrund zahlreicher Enttäuschungen durch ihn habe ich beschlossen, ihn zu entsorgen. Ich erwarte keine große Summe für ihn, würde ihn auch für einen Euro abgeben." Zum Schluss wurde die Frau ihren Mann erfolgreich los – sogar für 1,50 Euro.

Autor: mbr

Quelle: freenet.de
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