Rente mit 60

Der Vorruhestand ist immer noch möglich.
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Der Vorruhestand ist immer noch möglich.

 © Photodisc
von mbr

Die Deutschen werden immer älter. Damit die Sozialversicherungssysteme auch weiterhin funktionieren, müssen die Arbeitnehmer zukünftig länger arbeiten. Schrittweise wird das Renteneintrittsalter in Richtung 67 Jahren verschoben. Doch nach wie vor gibt es zumindest für einige Personengruppen die Möglichkeit, schon mit 60 Jahren ihre Rente anzutreten – dann meist jedoch nur mit Abschlägen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die reguläre Eintrittsgrenze bei der gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 65 Jahren für alle nach 1946 Geborene ab 2012 zunächst in Ein-, ab 2024 dann in Zwei-Monats-Schritten angehoben. Die Geburtsjahrgänge ab 1964 müssen sich somit auf eine Regelaltersgrenze von 67 Jahren einstellen. Wer dagegen vorzeitig in Rente gehen will, muss prinzipiell dauerhafte Abschläge in Kauf nehmen. Allgemein gilt dabei, dass sich der Rentenbetrag für jeden fehlenden Monat bis zum Erreichen der Altersgrenze um 0,3 Prozent mindert.

Vorruhestand bei Frauen

In einigen Fällen und unter bestimmten Voraussetzungen ist die vorzeitige Rente jedoch weiterhin möglich. So beispielsweise für Frauen: Sie müssen jedoch vor dem 1. Januar 1952 geboren und bei Renteneintritt mindestens 60 Jahre alt sein. Außerdem müssen sie eine Wartezeit von mindestens 15 Jahren erfüllt und nach ihrem 40. Geburtstag mindestens für zehn Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben. Doch selbst dann bekommen Frauen ihre Altersrente nur noch mit Abschlägen, da auch bei ihnen die Altersgrenze zwischenzeitlich auf 65 Jahre angehoben worden ist. Konkret bedeutet das beispielsweise, dass Frauen des Jahrgangs 1950, die jetzt 60 werden, generell den maximalen Abschlag von 18 Prozent der Monatsrente in Kauf nehmen müssen, wenn sie mit 60 in Rente gehen wollen.

Arbeitslosigkeit bzw. Altersteilzeit

Auch aus der Arbeitslosigkeit bzw. einer Altersteilzeit ist es weiterhin möglich, vorzeitig in Rente gehen. Das gilt jedoch nur für diejenigen, die vor 1952 geboren sind, das 60. Lebensjahr vollendet und entsprechende Pflichtbeitrags- und Wartezeiten erfüllt haben. Zudem gibt es hierbei noch eine Einschränkung für Versicherte, die zwischen Dezember 1948 und Dezember 1951 geboren wurden: sie können diese Altersrente nur noch frühestens mit 63 Jahren und dann auch nur mit Abschlägen in Anspruch nehmen.

Dabei greift allerdings noch eine besondere Vertrauensschutzregelung: Versicherte können dann weiterhin bereits mit dem 60. Lebensjahr die Rente in Anspruch nehmen, wenn sie am 1. Januar 2004 arbeitslos waren oder vor Januar 2004 Altersteilzeitarbeit vereinbart haben – aber auch in diesen Fällen nur mit einem Abschlag von 0,3 Prozent für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme.

Keine Hoffnung auf eine vorzeitige Rente zu machen brauchen sich alle Versicherten, die nach dem 31. Dezember 1951 geboren wurden. Sie haben keinen Anspruch mehr auf eine solche frühzeitige Altersrente.

Menschen mit schwerer Behinderung

Mit 60 Jahren und unter Umständen sogar ohne Abschläge können schwerbehinderte Menschen noch in Rente gehen. Wurden sie vor 1952 geboren, können sie eine Altersrente abschlagsfrei mit dem vollendeten 63. Lebensjahr erhalten, wenn sie bei Beginn der Rente bereits anerkannt schwerbehindert sind. Das betrifft alle Personen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent. Als Nachweis gilt der Schwerbehindertenausweis oder der Bescheid vom Versorgungsamt. Diese Personen können diese Altersrente auch schon frühestens ab dem 60. Lebensjahr erhalten, müssen dann aber Abschläge von maximal 10,8 Prozent in Kauf nehmen.

Auch hier gilt jedoch noch eine Vertrauensschutzregelung: schwerbehinderte Menschen können weiter ohne Abschlag bereits mit 60 in Rente gehen, wenn sie bis zum 16. November 1950 geboren wurden und am 16. November 2000 bereits schwerbehindert oder berufs- oder erwerbsunfähig waren. In allen Fällen muss jedoch eine Wartezeit von 35 Jahren mit rentenrechtlichen Zeiten erfüllt sein. Dazu gehören neben den Beitragszeiten zum Beispiel auch Kindererziehungs- oder Anrechnungszeiten.

Quelle: freenet.de
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