Intimpiercing: Die Lust am Intimschmuck

Intimpiercing ist Intimpiercing? Falsch! Es gibt himmelweite Unterschiede!
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Intimpiercing ist Intimpiercing? Falsch! Es gibt himmelweite Unterschiede!

 © Jana Müller - Fotolia.com
15.02.2010 - 13:16 Uhr von Marcel Feige

Die wichtigste Frage von allen: Wann darf man mit einem Intimpiercing wieder Sex haben? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Die Heilung ist von Person zu Person verschieden.

Piercer raten allgemein dazu, mindestens vier Wochen mit den sexuellen Aktivitäten zu pausieren. Wer trotzdem die Funktionstüchtigkeit und das Lustempfinden antesten möchte, dem sei gesagt: Vorsichtiges Onanieren ist durchaus möglich. Allerdings sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man die Piercing-Wunde nicht zu sehr reizt. Darüber hinaus sollte man das Piercing danach sofort reinigen und desinfizieren.

Bis das Intimpiercing verheilt ist, nur mit Gummi

Bis das Intimpiercing vollständig abgeheilt ist, sollte im übrigen ausschließlich mit Kondom Geschlechtsverkehr praktiziert werden, damit man die offene Piercing-Wunde vor Verunreinigungen und mechanischen Einwirkungen (der Schmuck scheuert hin und her) schützt.

Endlich ist das Intimpiercing abgeheilt

Sobald das Intimpiercing aber abgeheilt ist, steht einem bereicherten Sexleben nichts mehr im Wege. Allerdings sollte man trotzdem auf einige Kleinigkeiten achten, damit es nicht irgendwann doch noch zum bösen Erwachen kommt:

1) So sollte man das Piercing vor dem Geschlechtsverkehr mit dem Wunddesinfektionsmittel »Octenisept« reinigen, damit mögliche Fremdkörper (Kruste vom Blut oder Eiter) beim hemmungslosen Sex, bei dem der Piercing-Ring oder -Stab verrutschen kann oder daran gezogen wird, nicht in den Stichkanal geraten.

2) Nach dem Geschlechtsverkehr sollte man das Piercing abermals reinigen, damit Sperma, Scheidenflüssigkeit, Speichel oder Gleitmittel nicht in den Stichkanal geraten und ihn entzünden.

Diverse Piercings
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Intimpiercings spielen bei Frauen zumeist zwei Rollen: Weil sie Frau und Mann als erotische Zierde anregen oder weil sie beim Liebesspiel stimulieren.

Wo kann ein Intimpiercing bei der Frau gestochen werden?

Intimpiercing an den äußeren Schamlippen

Ein Piercing-Ring an den äußeren Schamlippen wird meist nur als Zierde paarweise angebracht; allerdings kann man die Ringe mit Gewichten oder Schlössern ins Liebesspiel einbinden. Das Stechen ist unkompliziert. Heilungszeit: circa fünf Monate.

Christina-Piercing

Das Christina-Piercing wird senkrecht am vorderen Treffpunkt der äußeren Schamlippen gestochen. Das setzt voraus, dass große und alles bedeckende Schamlippen vorhanden sind. Heilungszeit: etwa sechs Monate.

Fourchette

Beim »Fourchette« wird das Piercing, in der Regel ein Ring oder ein gebogener Stift, senkrecht am hinteren Treffpunkt der inneren Schamlippen gestochen. Heilungszeit: in etwa sechs Wochen.

Horizontales Vorhautpiercing

Beim horizontalen Vorhautpiercing wird ein Ring waagrecht durch die Klitorisvorhaut gestochen. Die Verschlußkugel des Rings liegt auf der Klitoriseichel, so dass die Frau beim Liebesspiel dadurch zusätzlich stimuliert wird. Heilungszeit: etwa acht Wochen.

Intimpiercing an den inneren Schamlippen

Piercing-Ringe an den inneren Schamlippen, die im Stehen zwischen den äußeren Schamlippen hervorschauen sollten, erfüllen die gleiche Funktion wie ein Piercing der äußeren Schamlippen. Heilungszeit: zwei Monate.

Klitoris-Piercing

Eher selten wird das direkte Klitoris-Piercing gestochen; es kann auch nicht jede Frau in den Genuß eines Klitoris-Piercings kommen, denn es ist abhängig von der jeweiligen Anatomie (Größe der Klitoris). Allein das Stechen kann sehr schmerzvoll sein, allerdings gibt es Berichte von Frauen, die behaupten, dass sie unmittelbar nach dem Piercen ihrer Klitoris einen überraschenden Orgasmus erlebt haben.

Aber Vorsicht: Es besteht die Gefahr einer Desensibilisierung durch ständige Überreizung; bei falscher Platzierung des Piercings kann es auch zu einem Verlust aller Gefühlsempfindungen im Intim-Bereich kommen. Heilungszeit: in etwa acht Wochen.

Labialpiercing

Auch als Piercing der »Äußeren Schamlippen« bekannt.

Prinzessin Albertina

»Prinzessin Albertina« ist als Piercing-Art bei Frauen nur selten, weil es alles andere als eine angenehme Stimulanz bedeutet: Sie wird senkrecht durch die Haut zwischen Harnröhre und Vagina gestochen.

Triangle-Piercing

Ebenso selten wird das Triangle-Piercing gestochen, dabei soll es durchaus interessant sein für die Frau: Das horizontale Piercing durch das dreieckige Gewebe an der Hinterseite des Klitorisschaftes, stimuliert die Frau auf außergewöhnliche Weise. Doch kaum ein Piercer ist in der Lage, es zu stechen. Heilungszeit: etwa sechs Monate.

Vertikales Vorhautpiercing

Beim vertikalen Vorhautpiercing wird ein Ring oder ein gebogener Stift vertikal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Für Frauen mit empfindlicher Klitoriseichel nicht geeignet, für die anderen dagegen durch den andauernd direkten Kontakt äußerst stimulierend. Heilungszeit: in der Regel acht Wochen.

Auch beim Mann hat das Intimpiercing seinen optischen Reiz. Aber anders als bei Frauen kann fast jedes der Piercings stimulierenden Genuss bringen. Vor allem für die Frau.

Wo kann ein Intimpiercing beim Mann gestochen werden?

Ampallang

Bei einem Ampallang wird ein gerader Stift, ein sogenannter »Barbell« horizontal durch die Eichel gestochen.

Apadravya

Das Apadravya ist bereits aus dem Kamasutra bekannt. Ein schmaler Stab wird senkrecht durch die Eichel gestochen, meist zwischen Ansatz des Vorhautbändchens und der Eicheloberseite. Heilungszeit: etwa ein Jahr.

Dydoes-Piercing

Beim Dydoes-Piercing wird ein kurzer Stift durch den Eichelkranz beschnittener Männer getragen, damit er ihnen die verloren gegangene Empfindlichkeit der Eichel verbessert. Heilungszeit: etwa sechs Monate.

Frenum

Beim Frenum wird das Piercing waagrecht durch die Haut knapp unter dem dünnen Vorhautbändchen - also zwischen Vorhaut und Eichel - angebracht.

Guiche

Ein »Guiche« ist ein waagerechtes, stimulierendes Piercing im Dammbereich zwischen Anus und Hodensack. Heilungszeit: bis zu sechs Monate.

Hafada-Piercing

Ein Hafada-Piercing bezeichnet einen schmückenden Ring am Hodensack, für gewöhnlich entlang der Naht. Alternativ kann man sich ein Hafada-Piercing auch an den Seiten des Hodensacks anbringen lassen.

Prinz Albert

»Prinz Albert« ist das mitunter sehr blutige Piercing von der Harnröhrenöffnung zum Vorhautbändchen. Die Stimulation der Harnröhre wird von vielen Männern und Frauen als sehr angenehm empfunden.

Pubic-Piercing

Ein Pubic-Piercing sitzt horizontal am oberen Penisansatz. Es sieht nett aus, hat aber in den meisten Fällen keinerlei stimulierende Wirkung. Heilungszeit: vier bis sechs Monate.

Vorhautpiercing

Das schmerzfreieste Intimpiercing für Männer, und trotzdem stimulierend, sowohl für Frau als auch Mann. Heilungszeit: acht Wochen.

Insbesondere die Nachpflege ist bei einem Intimpiercing das A und O. Schließlich möchte man in Zukunft viel Freude daran haben. Folgendes sollte man daher während der Heilungsphase beachten:

Schmuck: Man sollte den Piercingschmuck während der Heilungsphase nicht wechseln lassen, da dies die Wunde reizt.

Berührung: Bevor man das Piercing reinigt, unbedingt gründlich die Hände waschen, und beim Reinigen das Piercing nur an den Kugeln anfassen.

Reinigung: Das Piercing zwei Mal täglich mit einem mit Wasser leicht befeuchteten Q-Tip reinigen und mit dem Wunddesinfektionsmittel »Octenisept« besprühen. Danach den Schmuck leicht drehen und schieben, damit das Wunddesinfektionsmittel auch in den Stichkanal gelangt. Einige Piercer empfehlen anstatt des Wunddesinfektionsmittels »Octenisept« Eigenurin. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Kruste: Die Kruste, die sich an dem Piercing-Kanal bildet, kann man unter der Dusche mit Wasser aufweichen.

Folgendes sollte man während der Heilungsphase vermeiden:

  • Dreck: Das Piercing auf keinen Fall mit schmutzigen Fingern berühren. Die Hände sind Keimträger Nummer 1!
  • Bewegung: Das Piercing nicht unnötig berühren und bewegen.
  • Hitze: Mit dem noch nicht vollständig verheilten Piercing nicht in Schwimmbäder, Solarien und Saunen gehen.

Natürlich ist man ungeduldig und möchte die stimulierende Wirkung des Piercings schnellstmöglich herausfinden: Dennoch: nicht an der Piercing-Wunde herumspielen beziehungsweise herumspielen lassen. Und wie gesagt: Fremde Körperflüssigkeiten wie Speichel, Scheidenflüssigkeit oder Sperma tun dem frischen Piercing ebenfalls nicht gut.

Quelle: freenet.de
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