48 Stunden Bildschirmverzicht nach Gehirnerschütterung

Kein Smartphone: Jugendliche mit einer Gehirnerschütterung
genesen schneller, wenn sie eine Zeit lang die Finger vom Handy
lassen.
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Kein Smartphone: Jugendliche mit einer Gehirnerschütterung genesen schneller, wenn sie eine Zeit lang die Finger vom Handy lassen.

 © Jens Kalaene

Beim Sport den Kopf angestoßen oder mit dem Fahrrad hingefallen: Gerade junge Menschen sind anfällig für Gehirnerschütterungen. Dann sollten sie für eine schnellere Genesung bestimmte Reize meiden.

Köln (dpa/tmn) - Nach einer Gehirnerschütterung braucht der Körper Ruhe und Erholung. Das bedeutet auch ein Verzicht auf Smartphone und Fernseher, insbesondere für junge Menschen. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Lichtreize durch Bildschirme strengen Augen und Gehirn an. Das kann die Genesung stören. Laut einer kürzlich in der Fachzeitschrift Jama Pediatrics veröffentlichten Studie, auf die der BVKJ hinweist, erhöht sich durch den digitalen Verzicht bei Jugendlichen die Chance, wesentlich schneller zu regenerieren, um 50 Prozent.

Symptome lassen früher nach

So nahmen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, starke Müdigkeit oder erhöhte Reizbarkeit der Studie zufolge bei einem zweitägigen Bildschirmverzicht bis zu vier Tage früher als sonst deutlich ab, berichtet der Verband.

Die Empfehlung der Mediziner lautet deshalb: Kinder und Jugendliche sollten nach einer Gehirnerschütterung mindestens 48 Stunden auf Smartphone und Fernseher verzichten.

Nicht zu schnell in die Schule oder zum Sport

Besonders Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren sind laut BVKJ gefährdet, eine Gehirnerschütterung zu erleiden.

Fast ein Drittel in dieser Altersgruppe habe noch nach einem Monat Folgeerscheinungen wie Kopfweh, Denkstörungen und Erschöpfung. Oft kommt es dazu, wenn Kinder wieder zu früh zur Schule gehen und Sport treiben. Am besten sollten sich Eltern und Kinder deshalb ärztlich beraten lassen, wann und wie nach einer Gehirnerschütterung wieder mit Schule und Sport gestartet werden soll. ( www.kinderaerzte-im-netz.de)

Quelle: dpa-infocom GmbH
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