Das Kompartmentsyndrom bei Läufern

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von Dr. M. Walther

Zehn bis 20 Prozent der laufabhängigen Schmerzen am Unterschenkel werden durch das chronische Kompartmentsyndrom verursacht.

Typische Beschwerden
Die Sportler berichten über Muskelschmerzen im Unterschenkel, wobei verschiedene Muskeln betroffen sein können. Die Schmerzen nehmen unter Belastung zu und machen schließlich eine Fortsetzung des Trainings unmöglich. In Ruhe klingen die Beschwerden sehr schnell ab, treten aber bei jedem erneuten Training wieder auf. Der betroffene Muskel ist druckschmerzhaft, vor allem unter Belastung.

Ursache der Schmerzen
Das chronische Kompartmentsyndrom betrifft hautsächlich Sportler, die Langstrecken laufen. Diese Sportler verfügen infolge exzessiven Trainings über eine bis zu 20% erhöhte Muskelmasse am Unterschenkel. Die Muskeln sind dadurch stärker gewachsen, als die umgebenden Muskelhüllen, die Faszien, Platz bieten. Bei Belastung kommt es zu einer Kompression der Blutgefäße. Der Sauerstoffmangel im Muskel, hervorgerufen durch die schlechte Durchblutung, nimmt so weit zu, bis der Sportler aufgrund von Schmerzen und Muskelschwäche das Training abbrechen muss.

Diagnostik
Neben der Befragung des Patienten und der klinischen Untersuchung kann der behandelnde Arzt den Druck im Muskel im Ruhe-Modus und bei Belastung messen. Letzteres wird meist aber nur durchgeführt, wenn die nichtoperativen Behandlungsansätze zu keiner Besserung der Beschwerden führen.

Im Normalfall ist der Druck im Muskel deutlich niedriger als der Blutdruck. Bei Kompartmentsyndrom ist der Druck deutlich erhöht.

[LINK "/freenet/fit_und_gesund/gesundheit/orthopaedie_sportmedizin/laufbeschwerden/kompartmentsyndrom/01.html" ]Behandlungsmöglichkeiten durch den Sportler und durch den Arzt >>>[LINK "http://www.guide-seite.de/app/de/artcont_portal_news_article.jsp/89632.html?magic=1049201051372" ]

[IMAGE "http://abakus.freenet.de/cgi-bin/ivw/CP/meomede_integration/gesundheit/portale/orthopaedie/artikel/Chronisches_Kompartmentsyndrom_" ]

Behandlungsmöglichkeiten des Sportlers
Beim Kompartmentsyndrom sollte der Sportler zunächst nur im schmerzfreien Bereich trainieren. Sehr wichtig ist es, die betroffene Muskulatur mehrmals täglich zu dehnen.

Behandlungsmöglichkeiten des Arztes
In akuten Fällen kann mit wasserausschwemmenden Medikamenten (Diuretika) der Druck in der Muskulatur gesenkt werden. Weiterhin sollte in Zusammenarbeit mit dem Arzt eine Analyse der Trainingsgewohnheiten und des Laufuntergrunds erfolgen, um hier in dem Fall eine Optimierung vornehmen zu können.

Lässt sich keine Besserung der Beschwerden erreichen, so können die Muskelhüllen (Faszie) durch eine Operation gespalten werden.

Die häufigsten Beschwerden bei Läufern:
•  Wadenschmerzen
•  Achillessehnenreizung
•  Muskelfaserriss
•  Läuferknie – Meniskusschaden oder Reizung des Traktus iliotibialis?
•  Arthrose – Knorpelschaden durchs Laufen?
•  Metarsalgie – Schmerzen der Zehengrundgelenke
•  Stressfrakturen
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