Der Muskelfaserriss

Muskelfaserriss, eine häufige Sportverletzung
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Muskelfaserriss, eine häufige Sportverletzung

 © Getty Images

Muskelfaserriss: Risse in der Muskulatur gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Insbesondere die Wadenmuskulatur ist anfällig.

Typische Beschwerden
Muskelfaserrisse können in jedem Muskel des Körpers auftreten. Besonders häufig ist jedoch das Bein und hier vor allem die Wadenmuskulatur betroffen. Die Sportler berichten über einen plötzlichen Schmerz in der Wade, der sich wie ein Tritt von hinten gegen das Bein, oder ein Stich mit einem Messer anfühlt.
Schmerzen bestehen bei der Anspannung der Wadenmuskulatur und beim Zehengang. Oft ist ein Bluterguss sichtbar und es kann eine Lücke im Muskel getastet werden. Neben dem Laufen sind vor allem Sportarten mit hoher Sprungbelastung risikobehaftet. Ein deutlich erhöhtes Risiko für diese Verletzung besteht, wenn die Muskulatur vor der Belastung nicht aufgewärmt wird.

Ursache der Schmerzen
Die Schmerzen entstehen durch einen Riss der Muskelfasern am Übergang zur Achillessehne. Der Riss kann nur wenige Muskelfasern umfassen und mit geringen Beschwerden einhergehen, es sind aber auch Risse über den gesamten Muskel mit großflächigen Einblutungen möglich.

Diagnostik
Die Befragung des Patienten und die Untersuchung ergibt meist schon die zutreffende Diagnose. Mit Ultraschall kann der Riss wie auch die Einblutung dargestellt werden. Röntgen oder andere weiterführende Untersuchungen sind im Normalfall nicht nötig.

Behandlungsmöglichkeiten des Sportlers
Der Läufer sollte die Sehne mit Eis kühlen, einen Kompressionsverband anlegen und das Bein hoch legen. Für die ersten Tage nach der Verletzung sollten Gehstützen verwendet werden, um die Muskulatur zu schonen.

Behandlungsmöglichkeiten des Arztes
Bei geringfügigen Verletzungen kann nach drei bis fünf Tagen mit der muskulären Rehabilitation begonnen werden. Nach zwei bis sechs Wochen kann der verletzte Sportler das Training wieder aufnehmen.

Ziel der Behandlung muss es sein, größere Narben in der Muskulatur zu vermeiden. Diese können dauerhafte Beschwerden verursachen. Daher kann es in seltenen Fällen, bei sehr ausgedehnten Rissen, angezeigt sein, zu operieren und die Muskelenden wieder zusammen zu nähen. Nach einer Operation vergehen in der Regel sechs bis zehn Wochen, bis die Sportfähigkeit wieder hergestellt ist.

Die häufigsten Beschwerden bei Läufern:

Achillessehnenreizung

Muskelfaserriss

Läuferknie

Meniskusschaden oder Reizung des Traktus iliotibialis
Arthrose

Knorpelschaden durchs Laufen
Metarsalgie

Schmerzen der Zehengrundgelenke

Wadenschmerzen

Stressfrakturen

Quelle: freenet.de
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