Die 10 wichtigsten Cola-Mythen im Check

Wir verraten Ihnen in unserer Infobox, was an den wichtigsten Coca-Cola-Mythen dran ist und welche Gerüchte nicht stimmen!
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Wir verraten Ihnen in unserer Infobox, was an den wichtigsten Coca-Cola-Mythen dran ist und welche Gerüchte nicht stimmen!

© Getty Images
11.02.2018 - 13:36 Uhr

Das braune, sprudelnde Getränk ist weit weniger ungesund, dickmachend oder gar gefährlich als viele Menschen denken.

John Stith Pemberton hat das wohl beliebteste Getränk der Welt erfunden. Der Name Cola leitet sich von einer der Zutaten, dem Cocablatt oder Colanuss ab.

Die 10 wichtigsten Cola-Mythen im Check:

  • Cola ist phosphorreich und schädigt die Knochen

    Stimmt nicht
  • Cola mit Süßstoff ist gesundheitsschädlich und macht hungrig

    Stimmt nicht
  • Cola löst Fleisch auf

    Stimmt nicht
  • Cola ist ein Zuckerbombe

    Im Vergleich zu Säften und Limonaden ist Cola im "Zuckermittelfeld"
  • Cola ist eine Kalorienbombe

    Im Vergleich zu Säften und Limonaden schlägt Cola nicht übermäßig zu B(a)uche
  • Cola ist eine Koffeinbombe

    Im Vergleich zu Kaffee, Schwarzem Tee oder Energydrinks ist Cola relativ koffeinarm
  • Cola und Salzstangen sind in Kombination ideal bei Durchfall

    Stimmt nicht
  • Cola enthielt früher Kokain

    Stimmt (wahrscheinlich) nicht
  • Phenylalanin ist gefährlich

    Stimmt nicht (nur PKU-Patienten müssen darauf weitgehend verzichten)
  • Cola zerstört Zähne und schädigt den Magen

    Stimmt nicht

Das Gerücht, dass Cola ganze Steaks über Nacht auflösen könne ist falsch. Auch die Zähne schädigt Cola nicht mehr als Orangensaft. Und natürlich greifen Cola-Getränke die Magenschleimhaut nicht an. Aber als Entrostungsmittel für Nägel ist Cola aufgrund der enthaltenen Phosphorsäure ideal. Auch angelaufene Geldstücke sind nach einem Cola-Bad wieder schön blank.

Immer wieder ist zu lesen, dass Cola ein Knochenräuber ist, da sie angeblich reichlich Phosphor enthalte. Der Phosphorgehalt in Cola ist jedoch mit sechs Milligramm pro 100 Milliliter gering. Die gleiche Menge Milch liefert 92 Milligramm Phosphor, also 15 mal soviel.

Bei einem Konsum von vier Tassen Kaffee liegt die Koffeinaufnahme bei 500 Milligramm. Um diese Menge über Cola aufzunehmen, müssten fünf Liter Cola konsumiert werden. Menschen, die auf Koffeinaufnahme mit einer Pulsfrequenzerhöhung oder Blutdrucksteigerung reagieren, sollten koffeinfreie Cola bevorzugen.

Natürlich ist Cola ein süßes Getränk. Daher kommt auch die Einschätzung, dass die braune Brause reichlich Zucker enthalten und extrem kalorienreich sein soll. Der Energiegehalt aller zuckerhaltigen Getränke ist relativ hoch. Aber im Vergleich zu anderen Getränken ist Cola sicher nicht die größte Kalorienbombe. 100 Milliliter Cola enthalten 44 Kilokalorien. Demgegenüber schlägt Orangensaft mit mindestens 50 Kilokalorien pro 100 Milliliter zu B(a)uche. Natürlich enthält Cola nicht wenig Zucker. Der Aberglaube, dass Cola das zuckerreichste Getränk sei, ist trotzdem falsch.

Dieser Mythos lässt sich mit jeder Nährwerttabelle leicht entzaubern: Ein Liter Cola enthält 106 Gramm Zucker. Eistee (110 g Zucker pro Liter), Fruchtsaftgetränke (130 g Zucker pro Liter), Traubensaft (150 g Zucker pro Liter) und Fruchtnektare (125 g Zucker pro Liter) überbieten Cola hinsichtlich des Zuckergehaltes teilweise deutlich.

Wer ganz auf Kalorien verzichten möchte, kann auf süßstoffgesüßte Produkte (Light Cola Getränke) zurückgreifen. Aber damit geht die Geschichte der Mythen ja schon weiter, denn Süßstoffe sollen ja gesundheitsschädlich, krebserregend und dickmachend sein. Aber kein Angst, Süßstoffe sind nach bisherigem Forschungsstand unbedenklich und haben keinerlei Einfluss auf die Hunger-Sättigungsregulation und helfen bei der Gewichtsabnahme. Das trifft insbesondere zu, wenn Übergewichtige zuckerhaltige gegen süßstoffgesüßte Getränke austauschen - das beweisen wissenschaftliche Studien eindeutig.

Es war wohl mehr eine Idee der Marketingstrategen, Gerüchte zu streuen, dass Cola Kokain enthalte. Fast jeder kennt die Empfehlung, Kindern Cola und Salzstangen zu geben, wenn sie Durchfall haben. Ziel ist es, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Leider ist mit dieser Mischung kein optimales Zucker-Salz-Verhältnis zu erreichen. Im Endeffekt erreicht die Kombination aus Cola und Salzstangen sogar eine Schwächung der Darmfunktion und kann den Durchfall sogar verstärken. Medizinisch effektiv ist der Einsatz von speziellen Elektrolyt-Glukose-Präparaten aus der Apotheke. Von einer Scheidenspülung mit Light Cola als Verhütungsmittel - Stichwort Vaginaldusche danach - sollten Frauen Abstand nehmen, denn es wirkt nicht!

Schließlich und endlich ist Cola einfach nur eine zuckerhaltige, braune Limonade aus Amerika. Gegen den täglichen Cola-Genuss ist nichts einzuwenden. Wer täglich einen Liter trinken möchte, muss sich jedoch ausreichend bewegen, um der Entstehung von Übergewicht vorzubeugen. Diabetiker und Übergewichtige sollten auf süßstoffgesüßte Cola-Getränke ausweichen.

Quelle: freenet.de / imedo
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