Die besten 10 Tipps gegen Sommerhitze

Im Sommer können die Temperaturen weit über das angenehme Maß hinaus steigen. Dann gilt es einige wichtige Regeln zu beachten.
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Im Sommer können die Temperaturen weit über das angenehme Maß hinaus steigen. Dann gilt es einige wichtige Regeln zu beachten.

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07.06.2017 - 08:00 Uhr von MR

Extreme Hitze ist nicht nur lästig, sondern auch gefährlich für die Gesundheit. Doch es gibt so einige Tricks, auch an sehr heißen Tagen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Vergnügliche Grill-Abende, Zelten unter einem klaren Sternenhimmel oder Entspannungstage am Badesee – der Sommer bietet so viel mehr als die eher tristen Herbst- und Wintermonate.

Steigen die Temperaturen allerdings sehr stark an, wird es schnell unangenehm. Und solche Tage sind aufgrund der Klimaerwärmung längst keine Seltenheit mehr. Laut Umweltbundesamt war das Jahr 2016 das Wärmste seit der ersten Aufzeichnungen aus dem Jahr 1850. Und: Auch in Zukunft sind tendenziell mehr heiße Sommertage zu erwarten.

Warum kann Überhitzung gefährlich werden?

Wenn es heiß ist, reagiert der Körper mit vermehrter Schweißbildung und verliert dadurch viel Flüssigkeit und auch lebensnotwendige Mineralien. Wird Flüssigkeit nicht ergänzt, ist schnell eine Dehydrierung die Folge, die zu einem Kreislaufzusammenbruch führen kann.

Bei Sommertemperaturen ab 30 Grad kann der menschliche Organismus außerdem Probleme bekommen, sich selbst erfolgreich zu kühlen. Im schlimmsten Fall droht ein tödlicher Hitzschlag.

Es bieten sich jedoch viele effektive Maßnahmen an, um sich vor starke Sommerhitze zu schützen – ob draußen oder im Wohnbereich. 

1. Im Schatten aufhalten

Eines der wichtigsten To-Dos bei Extremhitze ist, die pralle Sonne zu meiden und sich an schattigen Plätzchen aufzuhalten – vor allem zur Mittagszeit. Besonders empfehlenswert sind Orte in Gewässernähe, aber auch Bäume, da sie Verdunstungskälte produzieren. Zieht ein Sommergewitter heran, muss natürlich rechtzeitig ein fester, geerdeter Unterstand aufgesucht werden.

2. No Sports während des Tages

Sport an heißen Tagen belastet die Gesundheit ganz erheblich und sollte nur am späten Abend oder am frühen Morgen erfolgen. Ein weiteres Problem ist: Wenn die Sonne scheint, steigt zusätzlich oft auch noch der Ozon-Gehalt in der Luft – ein Reizgas, dass durch Emissionen von Autos und UV-Licht entsteht.  Es reizt die Atemwege und sorgt für Kopfschmerzen, gerötete Augen, Husten bis hin zu Funktionsstörungen der Lunge. Bei konkreten Ozon-Warnungen von Wetterdiensten sollte daher ganz auf Sport verzichtet werden.

3. Helle Bekleidung ist besser als dunkle

Schwarze oder dunkle Kleidung zieht Wärme physikalisch betrachtet an. Optimaler für den Sommer ist deswegen helle Bekleidung in Weiß oder Beige, da sie Wärme abstrahlt. Außerdem sollte der Stoff möglichst luftig sein, z. B. aus Baumwolle. Abzuraten ist von Kleidungsstücken aus Polyester, da die Haut nicht richtig atmen kann und Schweiß nicht ausreichend absorbiert wird.

4. Viel trinken: Heiß, lauwarm oder eiskalt?

Flüssigkeitszufuhr ist bei hohen Temperaturen wichtig, um den Flüssigkeits- und Mineralienhaushalt auf einem stabilen Niveau zu halten. Entscheidend ist dabei die Art des Getränks: Koffeinhaltige Getränke oder Alkohol belasten den Kreislauf. Perfekt sind Saftschorlen und Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees. Die optimale Trinktemperatur ist lauwarm – heiße oder zu stark gekühlte Getränke verengen die Blutgefäße und heizen den Organismus erst recht auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist zudem darauf hin, bei Hitze nicht erst zu trinken, wenn sich Durst einstellt. Denn dann liegt bereits ein Flüssigkeitsdefizit vor.

5. Leichtes Essen

Ein Schweinebraten mit Knödeln sorgt im Sommer nicht gerade für Wohlbefinden.  Der Grund: Umso schwerer das Essen ist, umso mehr Energie muss der Körper zusätzlich für die Verdauung aufbringen. Salate, Gemüse, Fisch und eine kohlenhydratreduzierte Ernährung hingegen wirken entlastend bei hohen Temperaturen. Ganz leicht gesalzene Fleisch- und Gemüsebrühen und Salzstangen optimieren wiederum den Mineralienhaushalt.

6. Wohnbereiche mit Rollladen, Rollos & Co. verdunkeln

Befindet sich keine Klima-Anlage im Wohnbereich, empfiehlt es sich, die Fenster mit Außenrollladen oder mit innenliegendem Sonnenschutz wie Rollos, Plissees oder Vorhängen abzuschatten, um Hitzebildung im Wohnbereich bestmöglich zu reduzieren. Allerdings schützen viele dieser Fensterdekorationen oft nur vor Licht und nicht unbedingt vor Hitzeeinträgen. Kommt es im Innenraum regelmäßig zu einem Wärmestau, sollte bei Sonnenschutztypen wie Rollos auf entsprechenden Thermoschutz geachtet werden. Tipp: Hitzeschutz-Fensterdekos sind an ihrem besonderen Äußeren erkennbar. Sie sind auf der Rückseite mit Perlmutt oder Aluminium beschichtet oder mit einem Luftpolster ausgestattet.

7. Lüften & Elektrogeräte ausschalten

Ist es außen heiß, sollten die Fenster geschlossen bleiben, weil die Hitze sonst erst recht Einzug hält. Gelüftet werden sollte erst am späten Abend oder sehr frühen Morgen – vorausgesetzt, die Außentemperatur ist dann auch wirklich niedriger als die Innentemperatur. Bewährt hat sich vor allem die gute alte Stoßlüftung, bei der alle Fenster im Wohnraum geöffnet werden. Durch den ordentlichen Luftstrom werden Wärmeeinträge effizient nach draußen befördert.

Ein weiteres Problemfeld sind elektrische Geräte, da sie sehr viel Wärme abstrahlen und Räume zusätzlich aufheizen. Die Devise lautet hier: Einfach mal abschalten!

8. Gut gekühlt durch die Nacht …

Auf Bettdecken bei Sommerhitze ganz zu verzichten, mag zwar einladend sein, ist jedoch nicht empfehlenswert, zumal man auch in Sommernächten auskühlen kann. Ratsam sind dünne Laken aus atmungsaktivem Material. Darüber hinaus gibt es Bettbezüge, die aus leicht kühlendem Material bestehen, wie zum Beispiel Mako-Satin, Seide, Leinen oder Perkal-Baumwolle.

9. Zusätzliche Erfrischungen für zwischendurch

Ideal ist es natürlich, sich zwischendurch in einem See oder Schwimmbad abzukühlen. Wer diese Möglichkeit gerade nicht hat, kann duschen oder sich mit einem feuchten Tuch abwischen. Wichtig: Die Wassertemperatur sollte lauwarm und nicht kalt sein, da der Körper sich sonst wieder aufheizt.

10. Bei Hitzschlag sofort einen Arzt rufen

Vorsicht geraten ist bei Hitzschlag-Symptomen wie Übelkeit, Schwindel, Zittern, Krämpfen, einer fieberartige Körpertemperatur über 40 Grad, rasender Puls und Bewusstseinstrübung. Aufgrund von Lebensgefahr sollte umgehend ein Notarzt gerufen werden. Betroffene müssen sofort an einen kühlen Ort gebracht werden. Medizinische Einrichtungen wie das Klinikum der Uni Heidelberg warnen aber vor drastischer Abkühlung mit eiskaltem Wasser. Besser ist, die Kleidung zu entfernen und eine sanfte Ganzkörperkühlung – mit moderat temperierten, feuchten Tüchern.

 

Quelle: freenet.de
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