Drei Alltagsprobleme mit der Maske - und wie Sie diese lösen

Nicht nur beim Einkaufen gilt: Die richtige Sprechtechnik hilft,
damit man trotz Maske gut verstanden wird.
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Nicht nur beim Einkaufen gilt: Die richtige Sprechtechnik hilft, damit man trotz Maske gut verstanden wird.

© Mascha Brichta

Der Mund-Nasen-Schutz ist im Kampf gegen die Corona-Pandemie unser ständiger Begleiter im Alltag geworden. Doch manche Probleme damit treten immer wieder auf. Was kann der Einzelne gegen sie tun?

Dortmund/Bonn (dpa/tmn) - Die Verständigung ist nicht immer einfach, und dann beschlägt wegen der Maske auch noch dauernd die Brille: Der Alltag mit einer Mund-Nasen-Bedeckung steckt voller Tücken. Wer ein paar Ratschläge beherzigt, kommt mit diesen aber besser zurecht. Drei Fragen zur Maske - und Antworten, die Verbraucher und Verbraucherinnen kennen sollten.

So lösen Sie alltägliche Masken-Probleme:

  1. Wie verständige ich mich am besten durch die Maske?

    Durch ein Stück Stoff zu sprechen, kann auf Dauer anstrengend sein. Warum verstehen einen alle nur so schlecht? Doch das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist weder bei Nachfragen im Supermarkt noch bei Telefonaten im Bus eine Option. Vielmehr kommt es auf die Technik an.

    Wichtig ist, dass man versucht, ruhig, deutlich und laut genug zu sprechen, ohne zu brüllen, erläutert die Stimmtrainerin Brigitta Gumpricht aus Dortmund. Gerade lautes Sprechen ist mit einer Alltagsmaske aber schwieriger. Der Stoff sei hinderlich, weil der Schall nicht mehr so frei nach vorne gelangen kann. Damit die Stimmbänder nicht zu sehr beansprucht werden, wenn man lauter reden muss, rät Gumpricht dazu, mehr aus dem Bauch zu sprechen.

    "Wenn ich merke, dass im Hals etwas schmerzt, weil ich versuche, so laut zu reden, ist das ein Anzeichen, dass ich mich entspannen muss", erklärt die Expertin. Dies bedeute dann vor allem, ruhiger zu sprechen - "und zwar nicht unbedingt von der Lautstärke her, sondern von der Sprechgeschwindigkeit, und ohne Druck aus dem Hals."

  2. Wie verhindere ich ein Beschlagen meiner Brille?

    Damit die Sicht auch bei der Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes klar bleibt, sollten Brillenträger darauf achten, die Brille über der Maske zu tragen. Nach oben strömende Atemluft fließt dann an den Gläsern vorbei, erläutert das Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Zusätzlich kann in den oberen Teil der Maske ein Draht eingenäht werden. Mit diesem lässt sich die Maske genau an die Form der Nase anpassen, die warme Atemluft kann dann nicht mehr nach oben strömen. Damit der Mundschutz problemlos gewaschen werden kann, sollte der Draht allerdings rostfrei sein, empfehlen die Experten.

  3. Wohin mit Einwegmasken, die ich nicht mehr brauche?

    Um den Schutz zu gewährleisten, müssen Mund-Nasen-Bedeckungen regelmäßig ausgetauscht werden. Einwegmasken gehören dann nicht ins Altpapier. Korrekt entsorgt werden sie vielmehr im Restmüll. Darauf weist der Verband Deutscher Papierfabriken hin.

    Der Grund: Ein Großteil der Einwegmasken enthält Kunststofffasern. Gelangen diese ins Altpapier, erschweren sie den Recyclingprozess und müssten ausgefiltert werden. Auch Schutzmasken, die ganz aus Papier bestehen, gehören in den Restmüll, denn das vermeidet Verunreinigungen und Gesundheitsrisiken.

Diese Fehler sollten Sie beim Masken-Tragen vermeiden:

  1. Zu langes Tragen der Maske
    Durch die Atmung durchfeuchten die Masken - egal aus welchem Material - nach einer gewissen Zeit. Sobald die Maske feucht ist, sollte man sie sofort abnehmen und wechseln. Denn ein durchfeuchteter Stoff ist ein Nährboden für Bakterien und Viren. Wiederverwendbare Masken sollten nach dem Gebrauch bei mindestens 60 Grad gewaschen und bestenfalls danach noch gebügelt werden.
  2. Maske sitzt nicht richtig
    Damit Tröpfchen nicht nach außen verteilt werden, muss die Maske Mund und Nase bedecken, sie sollte so eng wie möglich anliegen und bestenfalls bis über das Kinn reichen, sodass nur noch die Augen und die Stirn sichtbar sind. 
  3. Zu übermütig werden
    Das Tragen einer Maske bietet keinesfalls hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion. Um sich bestmöglich zu schützen, sollte man sich weiterhin an Maßnahmen wie gründliches und regelmäßiges Händewaschen und die Einhaltung von mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand halten.
  4. Die Maske falsch abnehmen
    Auch beim Auf- und Absetzen der Maske sollte man darauf achten, dies nur mit gewaschenen Händen zu tun.
  5. Sich während des Tragens ins Gesicht fassen
    Während die Maske im Gesicht sitzt, sollte man sie nicht berühren, sonst kontaminieren Sie möglicherweise Ihre Finger. Ob mit oder ohne Maske: Es ist am besten, wenn Sie sich so selten wie möglich ins Gesicht fassen. 
  6. Maske beim Autofahren tragen
    Nach dem Einkauf mit Mundschutz sollte man diesen im Auto auf jeden Fall wieder abnehmen. Da man sowieso nur mit Personen aus dem Haushalt im Auto fahren darf, ist die Maske hier nicht notwendig. Außerdem ist das Tragen einer Maske laut Straßenverkehrsordnung § 23 verboten. Wird man geblitzt und die Erkennbarkeit des Gesichts ist nicht gegeben, sind 60 Euro Bußgeld fällig.

Diese Masken haben Style:


Quelle: dpa-infocom GmbH
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