Erkältung

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von Jutta Pöschl

Wenn unzählige Menschen um uns herum husten, niesen und lautstark ins Taschentuch schniefen, werden selbst robuste Zeitgenossen, deren Immunsystem völlig intakt ist, Opfer angriffslustiger Erkältungsviren. Im Winter befinden sich praktisch überall Erkältungsviren in der Atemluft. Wir haben die besten orbeugetipps für Sie.

Hält man sich während dieser Zeit in größeren Menschenansammlungen auf, steckt man sich garantiert mit den leidigen Erkältungsbakterien an.In überheizten Büros oder überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln befindet sich immer irgend jemand, der erkältet ist. Die Übertragung der Viren erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion, also beim Sprechen, Husten oder Niesen. Schon 10 bis 30 Krankheitserreger in der Nase genügen, um eine Infektion in Gang zu setzen. Die ersten Symptome zeigen sich bereits nach 8 bis 12 Stunden.

Scheußliches Kribbeln in der Nase und unangenehmes Kratzen im Hals - jeder kennt die sicheren Anzeichen einer herannahenden Erkältung. Während der kalten Jahreszeit halten wir uns verstärkt in geschlossenen Räumen aus und durch den Kontakt zu anderen Menschen erhöht sich die Gefahr mit Erkältungsviren ansteckt zu werden. Haben sich die Erkältungsviren im Körper einmal massiv vermehrt, lösen die fiesen Eindringlinge eine Entzündung der Schleimhäute aus, diese schwellen an und produzieren vermehrt Sekret -schon kommt es zu den typischen Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen und erschwerter Nasenatmung.

Obwohl so eine einfache Erkältung nicht wirklich gefährlich ist, kann sie die Lebensqualität tagelang ziemlich beeinträchtigen. Kaum jemand mit Triefnase, dickem Kopf und quälendem Hustenreiz ist in der Lage, klare Gedanken zu fassen. Gründe genug, dem lästigen Übel vorzubeugen und akute Erkältungsbeschwerden gezielt zu lindern. Der Wechsel von Kälte und Feuchtigkeit draußen zu Hitze und Trockenheit drinnen bietet Erkältungsviren beste Angriffschancen. Durch das Heizen der Innenräume sinkt die Luftfeuchtigkeit. Die Raumluft wird sehr trocken. Die Nasenschleimhäute trocknen schneller aus und können sich gegen eindringende Viren nicht mehr so gut wehren. Der ständige Wechsel zwischen kalten Außen- und warmen Innentemperaturen schwächt das Immunsystem zusätzlich.

Wer um große Menschenansammlungen beispielsweise bei Veranstaltungen einen Bogen macht, und nicht durch den Mund atmet, ist besser geschützt. Denn die Nasenschleimhaut kann die Viren besser abfangen. In der Erkältungszeit sind vor allem Türgriffe, Telefonhörer, Kopiergeräte und Computer-Tastaturen Virenschleudern, also Hände weg und Vorsicht beim Anfassen. Erkältungsviren machen auch beim höflichen Händereichen keinen Halt und wechseln auf diese Weise gerne den Wirt.

Über die Hände gelangen die Krankheitserreger unweigerlich in die Nase, da sich jeder Mensch, ganz unbewusst, mehrmals in der Stunde die Augen reibt oder sich an die Nase fasst. Ihre Lebensdauer auf fast allen Materialien und in der Luft beträgt etwa drei Stunden. Wer sich also häufig die Hände wäscht, spült damit auch die Erkältungsviren ab.

Erwischt es einen doch, sind kalte Füße ein erstes Anzeichen für die beginnende Erkältung. Sie senken die Temperatur im Rachenraum um zwei Grad und das finden Viren ganz prima, um sich zu vermehren. Schon leicht kalte Füße reichen aus, damit die Blutgefäße enger gestellt werden. Sofort wird der Nasen-Rachen-Raum schlechter durchblutet und die Abwehrkraft der Nasenschleimhaut geschwächt. Die eingeatmete Luft kann weniger angewärmt und weniger befeuchtet werden. Trockene, warme Füße sind im Winter ein unbedingtes Muss. Wer durchgefroren ist, sollte sich ein ansteigendes warmes Fußbad gönnen, damit die Durchblutung der oberen Atemwege wieder angeregt wird.

Die Räume sollten keinesfalls überheizt werden, lieber sollte man sich wärmer kleiden. Regelmäßiges lüften nach dem Motto "kurz, aber häufig und heftig? und ausreichende Luftfeuchtigkeit tun das Übrige. Die Luftbefeuchter sollten jedoch unbedingt sauber gehalten werden, da sie sonst verkeimen. Zusätzlich können die Abwehrkräfte mit kalt-warmen Wechselduschen am Morgen gestärkt werden. Ein heißes Bad kann die Virenvermehrung abschwächen und die Erkältung schneller abklingen lassen. Genügend Schlaf und eine gesunde und vitalstoffreiche Kost sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft stärken das Immunsystem zusätzlich.

Küssen erlaubt

Küssen darf man trotzdem - selbst bei bestehender Erkältung. Der Speichel bietet für die Viren kein angenehmes Klima und befördert sie in die Speiseröhre mit der virentötenden Magensäure hinab.

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, beginnt meist mit Halsschmerzen oder dem unangenehmen Kratzen im Hals. Bald darauf folgen Schnupfen, manchmal auch Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Fieber ist dabei eher selten.

Bei einer echten Grippe hingegen sind die Symptome wesentlich stärker und treten plötzlich auf, wobei sie von hohem Fieber begleitet werden. So mancher wird auch noch von Schüttelfrost und Kreislaufbeschwerden geplagt. Eine Grippe ist eine ernsthafte Erkrankung, die sogar lebensbedrohlich werden kann.

Quellen: Ratgeber aus Ihrer Apotheke, www.wellness-gesund.info, www.seniorkom.at

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