Gesund durch den Winter

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von Jutta Pöschl

Machen Sie Ihr Immunsystem fit! Stärken Sie ihre Abwehrkraft! Jetzt in der Erkältungszeit hört und liest man es wieder überall. Die Regale in den Drogeriemärkten sind beladen mit aufwendig verpackten Vitamintabletten, Dragées und Extrakten zur Stärkung des Immunsystems. Die Auswahl ist grenzenlos, der Handel mit den Zusatzmitteln ein Riesengeschäft.

Eigentlich sollten Erkältungskrankheiten längst keine Chance mehr gegen unser bewaffnetes Immunsystem haben. Weshalb leiden wir trotzdem alle Jahre wieder darunter?

Schützen eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, genügend Bewegung und frische Luft nicht ebenso vor Erkältungen? Bekannt ist auf jeden Fall, dass dies in Verbindung mit durchblutungsfördernden Maßnahmen - wie Wechselduschen und regelmäßige Saunabesuche - die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems steigert.

Das Problem ist nur, dass den meisten Menschen während ihres Alltags oft die ausreichende Zeit für diese Maßnahmen fehlt. Hinzu kommt Stress. Er macht uns krank und anfälliger für die Angriffe von Viren und Bakterien. Die Immunabwehr stressgeplagter Menschen wird nachweislich durch eine erhöhte Konzentration des Hormons Cortisol in ihrem Blut geschwächt.

Wer den Aussagen auf den angeblich immunstärkenden Mitteln keinen Glauben schenkt oder wem wissenschaftliche Untersuchungen zu den zu den vielen Nahrungsergänzungsmitteln fehlen, der kann seine Abwehrkräfte in schnupfenreichen Zeiten auch anders mobilisieren. Viele Jahre bewährt haben sich pflanzliche Immunstimulanzien wie Roter Sonnenhut (Echinacea) oder wilder Indigo (Baptisia). Ebenso werden Präparate mit Extrakten aus dem Lebensbaum (Thuja), der Taigawurzel Eleutherococcus, aus Ginseng sowie aus den Wurzeln einer südafrikanischen Pelargonium-Art empfohlen. Allerdings liegen neuerdings auch hier, beispielsweise bei der Wirkung von Echinacea, widersprüchliche Informationen vor, da die Forscher die Wirkweise noch nicht nachvollziehen können. Ähnlich sieht es bei Vitamin C aus.

Hat es einen erst erwischt, kann man sich meist mit altbewährten pflanzlichen Mitteln schnelle Erleichterung verschaffen. Pflanzliche Hustenlöser mit Thymian und Efeu, Gurgellösungen mit Salbei und Kamille gegen Halsschmerzen, Schwitztees mit Linden- und Holunderblüten, Erkältungsbalsame mit Eukalyptus und Menthol sowie Erkältungstees, in denen unterschiedliche Heilpflanzen ihre Wirkung entfalten, stehen zur Auswahl. Viele dieser pflanzlichen Arzneimittel lindern Erkältungsbeschwerden vergleichsweise sanft und auf natürliche Weise.

Antikörper müssen her

Die in unserm Blut vorhanden weißen Blutkörperchen arbeiten dieser Tage unter Hochdruck. Sie werden auch als Killerzellen bezeichnet, weil sie garstige Viren unschädlich machen können, bevor uns diese die nächste Erkältung bringen. Denn leider schützt ein überstandener Schnupfen nur bedingt vor Wiederansteckung. Es existieren rund 200 verschiedene Erkältungsviren, hat der Körper eine Virusart erfolgreich bekämpft, wird er beim nächsten Mal wahrscheinlich von einem anderen Krankheitserreger attackiert, gegen den er noch keine Antikörper gebildet hat. Um die Antikörper zu bilden, braucht der Körper ausreichend Zink. Hier kann eine regelmäßige Zufuhr von Zink, zum Beispiel in Form von Zink-Aspartat-Präparaten, deshalb sinnvoll sein.

Wieso sind Babys so häufig erkältet?

Das kindliche Immunsystem ist noch nicht ausgereift und muss erst lernen, die unterschiedlichen Krankheitserreger zu erkennen und entsprechende Abwehrkräfte ausbilden. Deshalb gelten bis zu zwölf einfache Atemwegsinfektionen pro Jahr bei den Kleinsten noch als normal. Eine verstopfte Nase setzt Babys aber besonders zu, da sie fast noch nicht durch den Mund atmen und dann sehr wenig Luft bekommen. Bei kleinen Kindern kommt es außerdem leicht zu Komplikationen in Form einer Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung. Jeder zweite bis dritte Schnupfenpatient entwickelt eine so genannte bakterielle Superinfektion mit einer Entzündung von Nasennebenhöhlen und Mittelohr. Verschnupfte Kleinkinder können keinesfalls mit Erwachsenen-Medizin behandlet werden. Das ist ungeeignet und teilweise sogar gefährlich. Für den Nachwuchs gibt es spezielle Mittel die die Beschwerden zuverlässig lindern. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, deshalb sollten sich Eltern rechtzeitig mit Kinderärzten und Apothekern beraten.

Quellen: www.wdr.de, www.wellness-gesund.info

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