Grippeimpfung: Was Sie jetzt wissen müssen

Die Grippeimpfung bietet vor allem Risikopatienten Schutz vor einer lebensbedrohlichen Infektion. 
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Die Grippeimpfung bietet vor allem Risikopatienten Schutz vor einer lebensbedrohlichen Infektion. 

© Imago/ Jochen Tack
11.10.2018 - 09:00 Uhr

Pünktlich zum Herbst setzen bei vielen Menschen Schnupfen, Husten und Heiserkeit ein. Häufig handelt es sich dabei um eine schnell abklingende Erkältung. Die Grippesaison beginnt meist erst in den Monaten Januar und Februar. Allerdings sollten Sie sich bereits jetzt schützen. Wir erklären Ihnen, was Sie über die Grippeimpfung wissen sollten.  

Grippe oder Erkältung? Impfung oder nicht? Die Fragen rund um die Grippeimpfung sind zahlreich. Obwohl die Impfung als effektive Schutzmaßnahme gilt, greifen nur wenige auf sie zurück.

Lebensgefahr bei Grippe

Die Grippe, in Fachkreisen als Influenza bekannt, wird durch sogenannte Influenza-Viren ausgelöst. Die Krankheit kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Zu den Risikogruppen zählen ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere sowie medizinisches Personal und Pflegekräfte. 

Die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ beantwortete zentrale Fragen zur Grippeimpfung.

Wir haben für Sie das wichtigste zur Grippeimpfung hier zusammengefasst:

  1. Wer sollte sich impfen lassen?
    Es gibt Risikogruppen, die sich impfen lassen sollten. Zu ihnen zählen Menschen ab 60 Jahren, chronisch kranke oder vorerkrankte Menschen, Schwangere, medizinisches Personal und Pflegekräfte sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.
  2. Wann sollte ich mich impfen lassen?
    Der ideale Zeitpunkt für die Grippeimpfung ist im Oktober und November. Zwei Wochen nach der Impfung produziert der Körper ausreichend Antikörper, um sich vor einer Grippe schützen zu können. Die Grippewelle setzt meist in den Monaten Januar und Februar ein.
  3. Muss ich die Impfung jährlich auffrischen?
    Ja, um den Impfschutz aufrecht zu erhalten, ist eine jährliche Impfung notwendig.
  4. Was spricht für eine Impfung?
    Antibiotika wirken gegen die Influenza-Viren nicht. Im schlimmsten Fall kann eine Grippe tödlich enden.
  5. Was spricht gegen eine Impfung?
    Gegner der Grippeimpfung bemängeln, dass die Impfung nicht zwangsläufig vor dem Virus schützt. So kann der sich ausbreitende Grippevirus ein anderer sein als der, gegen den die Impfung schützt.
  6. Gibt es Nebenwirkungen?
    Eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle sind möglich. Außerdem zeigen viele Patienten in den ersten drei Tagen nach der Impfung klassische Erkältungssymptome. Schwerere Nebenwirkungen sind sehr selten.
  7. Wo kann ich mich impfen lassen?
    Die Grippeimpfung kann bei jedem Arzt durchgeführt werden. Viele Betriebe bieten die Impfung für ihre Angestellten an.
  8. Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
    Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Impfungen für Risikopatienten, also solchen, denen die Impfung nachweislich empfohlen wurde.

Wie unterscheide ich eine Grippe von einer Erkältung? 

Die Symptome der Krankheiten ähneln sich sehr: Husten, Halsschmerzen und Unwohlsein. Kleine Indizien können jedoch Aufschluss über das Krankheitsbild geben. Während sich eine Erkältung über mehrere Tage anbahnt, tritt eine Grippe meist aus dem Nichts auf. Plötzliches hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sind eindeutige Anzeichen einer Grippe. In der Regel fühlen sich die von Influenza-Viren Infizierten sehr schlapp. Außerdem: Erkältungen klingen nach wenigen Tagen ab, Grippen können sich fünf bis sieben Tage oder länger hartnäckig halten. Ein Arzt ist in diesem Fall aufzusuchen. 

Wichtig: Sofern Ihr Arzt von einem grippalen Infekt spricht, handelt es sich in der Regel um eine Erkältung. Die Bezeichnungen werden häufig synonym verwendet. 

Schutz vor der Grippe

Vor allem in den kalten Jahreszeiten gilt es, sich präventiv zu schützen. Ferdinand Gerlach, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, rät, das Immunsystem durch ausreichend Schlaf, Ausdauersport, Wechselduschen und Saunagänge zu stärken. Außerdem kann regelmäßiges Lüften und gründliches Händewaschen vor einer Infektion schützen. Die Grippeimpfung sieht Gerlach als entscheidende Vorbeugungsmaßnahme. 

Zu wenige Menschen schützen sich 

Eine Umfrage der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ ergab, dass viele Risikogruppen die Gefahren unterschätzen und Grippeimpfungen vernachlässigen. Angaben zufolge leisten nur 47 Prozent der Personen, denen eine Grippeimpfung empfehlen wird, dem Rat Folge. Zwischen Dezember 2017 und April 2018 starben nachweislich 1665 Patienten an den Folgen der Infektion. 

Quelle: freenet.de
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