Männer-Albtraum Penisbruch

Männer-Albtraum Penisbruch
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Männer-Albtraum Penisbruch

© Getty Images
03.08.2009 - 12:24 Uhr

Erfahrungen mit einem Penisbruch hat auch Dieter Bohlen: "Mein kleiner Dieter wurde blau und sah aus wie ein toter Aal", berichtet er in seiner Autobiografie "Nichts als die Wahrheit". Es ist nicht so selten wie man denkt – und der Albtraum eines jeden Mannes. Mitten im heißesten Sexspiel ein Knacken, ein höllischer Schmerz und der Penis ist gebrochen.

Des Mannes bestes Stück besteht zwar nicht aus Knochen, wie dies bei einer Reihe von Tierarten (zum Beispiel beim Hund und beim Kaninchen) der Fall ist, brechen kann er dennoch. Und das kommt gar nicht mal so selten vor. Etwa 1500 Fälle von Penisfrakturen sammelte der Urologe Dr. Ndubuisi Eke von der Universität Port Harcourt (Nigeria) in der medizinischen Literatur und wertete diese aus. Im "British Journal of Surgery" veröffentlichte er jetzt seine Ergebnisse.

Was passiert beim Penisbruch?
Der schwere Penisbruch stellt für jeden Betroffenen ein wahrhaft traumatisches Ereignis dar. Begleitet von einem deutlich hörbaren Knacken und einem höllischen Schmerz kommt es direkt zu einem Zusammenbruch der Manneskraft. Innerhalb von wenigen Minuten folgt das Auberginen-Stadium: Der gesamte Penis schwillt auf die zwei- bis dreifache Dicke an und verfärbt sich lila. Der Bruch selbst kommt zustande durch ein Einreißen der Schwellkörperhaut. Dadurch strömt das Blut aus dem Schwellkörper in das umliegende Gewebe und bildet einen Bluterguss (Hämatom), der den ganzen Penis erfasst.

Viel häufiger ist jedoch der leichte Penisbruch, bei dem es nach einem leichten Knacken und einem kurzen Schmerz ebenfalls zu einer nachlassenden Erektion kommt, ein Hämatom bleibt jedoch meist aus. Nach einigen Wochen kommt es dann allerdings meist zu einer Knotenbildung oder zu einer Penisverbiegung, auch längerfristige Erektionsstörungen können auftreten.

Es kann auch im Schlaf passieren
Die häufigste Ursache für die Penisfraktur ist nach Dr. Eke in westlichen Kulturen der "normale" Koitus, in vorwiegend moslemisch geprägten Mittelmeerländern die Selbstbefriedigung. Dabei resultiert der Bruch beim Geschlechtsverkehr aus meist recht alltäglichen Situationen, etwa wenn der Penis aus der Scheide rutscht und dann gegen das knöcherne Becken der Partnerin stößt oder diese mit rotierenden Bewegungen des Beckens den Penis zu sehr verbiegt. Bei mindestens zwei dokumentierten Fällen kam es zum Bruch als die Frau beim Sex im Stand zusammenbrach und dadurch der Penis nach unten gerissen wurde.

Bei der Selbstbefriedigung ist es häufig der Einsatz von ungeeigneten Onanierhilfen, der die böse Überraschung nach sich zieht. Doch auch der Versuch, den erigierten Penis mit Gewalt in die Unterhose zu stopfen oder durch Kneten eine Erektion zu vermeiden kann böse enden. Ein recht großer Prozentsatz der Patienten gab gar an, sich die Fraktur im Schlaf zugezogen zu haben. Diese sind beispielsweise schlafend mit ihrem gesamten Gewicht über ihren steifen Penis gerollt.

Auf dem schnellsten Weg in die Klinik
Die schwere Penisfraktur bedarf auf jeden Fall einer sofortigen Operation. Als Sofortmaßnahme sollte der Penis mit der Hand zusammengepresst werden, um die Schwellung einzuschränken. Danach muss der Patient mit einer Eispackung in die Klinik gebracht werden. Auch bei leichten Penisfrakturen ist ein operativer Eingriff meist unumgänglich, um die Langzeitschäden wie Verbiegung des Penis oder Erektionsstörungen zu beheben. Bereits wenige Wochen nach der OP kann dann in der Regel wieder der Lust gefrönt werden.

Autor: Achim Raschka

Quelle: freenet.de
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