Mausarm: Was hilft gegen die „Sekretärinnen-Krankheit“?

Kribbeln oder Schmerzen im Handgelenk und Arm können auf einen
Mausarm hinweisen.
Bild 1 von 34

Kribbeln oder Schmerzen im Handgelenk und Arm können auf einen Mausarm hinweisen.

© Ralf Geithe Fotolia
11.01.2018 - 08:45 Uhr

Den ganzen Tag am PC sitzen, die Maus immer fest im Griff, das kann zum echten Problem werden. Der sogenannte Mausarm ist weit verbreitet und sollte möglichst frühzeitig behandelt werden.

Wir arbeiten am Computer, daddeln mit der Spielekonsole oder surfen im Internet. Oft liegt unsere Hand dabei angespannt um Maus oder Kontroller, immer bereit für den nächsten Klick. Die Folge: Schmerzen in Handgelenk und Arm, aber auch Probleme mit Schultern oder Nacken.

Inzwischen ist der Mausarm, auch „Sekretärinnen-Krankheit“ genannt, weit verbreitet. Besonders Frauen, die viel am PC arbeiten, sind davon betroffen. Die Repetitive Strain Injury (RSI) kann allerdings jeden treffen. Sie beginnt meist harmlos mit einem leichten Kribbeln oder kurzen Schmerzen nach einem langen Arbeitstag. Wird sie nicht behandelt, können die Schmerzen chronisch werden. Nach und nach schleichen sie sich in unseren Alltag beim Schalten im Auto, beim Putzen und später auch in der Nacht. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie frühzeitig etwas gegen den Mausarm unternehmen.

Bei akuten Problemen hilft nur eins

Treten die ersten Probleme durch den Mausarm auf, sollten Sie Ihre Hand zunächst schonen. Ausreichend Pausen und weniger Zeit an PC oder Konsole können die Schmerzen am schnellsten lindern. Gerade in der Freizeit – nicht selten nach 8 Stunden Arbeit am Rechner – sollten Sie Maus oder Kontroller liegen lassen und den angespannten Muskeln Ruhe gönnen.

Auch während der Zeit am PC können Sie etwas gegen den Mausarm tun. Arme, Schultern, Nacken und Handgelenk sollten immer wieder bewusst entspannt werden. Oft entstehen die Schmerzen durch eine Fehlhaltung, zum Beispiel bei Stress. Machen Sie sich deshalb Ihre Haltung immer wieder bewusst und korrigieren Sie Anspannungen, wenn nötig.

Was kann ich langfristig tun?

Einfach mit der Arbeit am PC aufhören, ist meist keine Lösung. Doch auch wenn Sie nicht kürzertreten können, können Sie etwas gegen den Mausarm tun. Der Schlüssel zum Erfolg ist Abwechslung.

Wechseln Sie die Maus von der rechten in die linke Hand oder tauschen Sie sie gegen eine neue, ergonomische Variante aus. Nach wenigen Tagen hat sich Ihr Körper an die ungewohnten Bewegungen gewöhnt. Wichtig dabei ist, sich nicht wieder auf eine Möglichkeit zu konzentrieren. Im Laufe des Tages sollten Sie immer mal durchtauschen, sodass keine neuen Fehlbelastungen entstehen können. Werden die Beschwerden besser, können Dehn- und Kräftigungsübungen den Arm für die starke Belastung fit machen. Auch Massagen, wie die Querfriktionsmassage, können helfen. Entscheidend ist, dranzubleiben und nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. So werden Sie den Mausarm dauerhaft los.

Quelle: ÄRZTE.DE Redaktion
Kommentare
Top-Themen
Ein gutes Raumklima kann gegen viele Beschwerden helfen und sogar einigen Erkrankungen vorbeugen. Wir verraten, wie es ...mehr
Ihre Beine kribbeln und Sie können einfach nicht still sitzen? Dann könnte das Restless Legs Syndrom die Ursache sein.mehr
Es kratzt im Hals, die Stimme streikt und aus der Kehle kommt nur noch Krächzen? Für gewöhnlich ist das kein Grund zu ...mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Arztsuche
BMI-Rechner
Anzeige