Medikamente einnehmen: Diese 10 Dinge müssen Sie beachten

Bei der Einnahme von Medikamenten gibt es Einiges zu beachten. Wir erklären die wichtigsten Regeln. 
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Bei der Einnahme von Medikamenten gibt es Einiges zu beachten. Wir erklären die wichtigsten Regeln. 

© Imago/Mcphoto
27.05.2018 - 15:27 Uhr von Astrid Vits

Einfach die bittere Pille schlucken und schon werden Sie gesund? Nicht immer. Voraussetzung für die Heilung ist, dass Sie wissen, was die Wirkung des Medikaments unterstützt oder stattdessen sogar hemmt.

Krank zu sein ist gar nicht schön, und die Medizin dagegen oft auch noch bitter. Doch was sein muss, muss schließlich sein. Aber wussten Sie, dass nicht jede Form der Einnahme auch die richtige ist? Man kann dabei sogar so viele Fehler machen, dass das Medikament gar nicht oder nur eingeschränkt wirkt. Ein Beispiel: Manche Tabletten dürfen nicht zusammen mit Milch eingenommen werden. Wer das nicht weiß, riskiert, dass der Körper den Wirkstoff nicht aufnehmen und die Krankheit nicht bekämpfen kann. Außerdem: Viele Medikamente dürfen nicht zusammen mit anderen geschluckt werden, weil sie sich ebenfalls gegenseitig negativ beeinflussen können.

Um Ihnen also Komplikationen zu ersparen, haben wir Ihnen die wichtigsten Regeln zum Thema Wirksamkeit von Medikamenten zusammen gestellt. Damit Sie ganz schnell wieder gesund werden!

Medikamente einnehmen: Diese 10 Dinge müssen Sie beachten

  • Antibiotika
    Antibiotikum ist nicht gleich Antibiotikum. Damit es richtig wirken kann, muss es bei jeder Erkrankung neu bestimmt werden. Nehmen sie es immer bis zur letzten Tablette, auch wenn die Beschwerden schon abgeklungen sind. Manche Antibiotika kann der Körper nicht gut aufnehmen, wenn sie zusammen zum Beispiel mit Vitaminen, Milchprodukten, Eisen oder Medikamenten gegen Sodbrennen eingenommen werden. Fragen Sie Ihren Arzt! Nach der Therapie ist es wichtig, die Darmflora wieder aufzubauen: Antibiotika vernichten nämlich nicht nur die unerwünschten, sondern leider auch die erwünschten Bakterien im Darm. Essen Sie viel Joghurt und nehmen Sie unter Umständen nach Absprache mit Ihrem Arzt spezielle Bakterien-Präparate aus der Apotheke ein.
  • Ablaufdatum
    Medikamente sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden, damit sie lange haltbar bleiben. Ab Ablauf des Verfallsdatums sollten Sie sie nicht mehr verwenden. Viele Medikamente (zum Beispiel Augentropfen oder Hustensäfte) sind nur vier bis sechs Wochen haltbar. Abgelaufene Arzneien geben Sie am besten in der Apotheke ab.
  • Antibabypille
    Nehmen Sie die Pille möglichst immer zur gleichen Tageszeit ein. Wenn Sie sie einmal vergessen, verhüten Sie vorübergehend zusätzlich, denn ein ausreichender Schutz ist ansonsten nicht mehr gewährleistet.
  • Flüssigkeit
    Ein Schluck Flüssigkeit reicht in der Regel nicht aus. Empfehlenswert ist etwa ein Viertelliter, damit das Medikament möglichst schnell in den Dünndarm transportiert wird. Säurehaltige Medikamente könnten ansonsten die Speiseröhre verätzen; oder eine Tablette bleibt auf dem Weg in den Magen hängen und könnte dabei die Speiseröhre verletzen. Manche Medizin wirkt sogar erst richtig mit ausreichend Flüssigkeit. Allerdings: Kaffee könnte die Wirkung von Arzneimitteln verstärken, genau so wie Alkohol. Vorsicht auch bei Grapefruit-Saft, der die Wirkung verstärken oder abschwächen könnte. Antibiotika niemals mit Milch schlucken, denn das darin enthaltene Kalzium hemmt die Aufnahme des Wirkstoffes.
  • Mikronährstoffe
    Das sind Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Spurenelemente. Leider verbrauchen manche Medikamente diese Nährstoffe in großer Menge; die Pille zum Beispiel ist als Vitamin-B-Räuber bekannt. Auch Eisenpräparate sollten Sie nicht zusammen mit Magnesium-, Kalzium- oder Zinkpräparaten einnehmen. Sie blockieren sich gegenseitig.
  • Nasenspray
    Sprühen Sie den Wirkstoff immer in aufrechter Körperhaltung in die Nase. Den Sprühkopf erst loslassen, nachdem Sie ihn aus der Nase entfernt haben.
  • Salben
    Je fetter, desto länger sind sie haltbar. Ein höherer Wasseranteil macht sie anfällig für Bakterien. Salben in Tiegeln entnehmen Sie am besten mit einem kleinen Spachtel, so gelangen weniger Bakterien mit dem Finger in das Behältnis.
  • Tabletten
    Auch Tabletten oder Kapseln nehmen Sie mit ausreichend Wasser in aufrechter Körperhaltung ein, damit sie leicht durch den Rachen rutschen können.
  • Tuben
    Nicht quetschen oder aufrollen; es könnten sich kleine Risse bilden, durch die Sauerstoff oder Bakterien eindringen, in den Wirkstoff gelangen und ihn unbrauchbar machen können.
  • Uhrzeit
    Vor dem Essen bedeutet, dass der Wirkstoff auf leeren Magen eingenommen werden soll, also am besten 30 Minuten bis eine Stunde vor der Mahlzeit. Sollen Sie die Medizin während des Essens einnehmen, dann wirklich spätestens 15 Minuten danach. Nach dem Essen heißt: etwa zwei Stunden später!

Mit diesen Tipps kann bei der Einnahme Ihrer Medikamente ja nichts mehr schief gehen! 

Quelle: freenet.de
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