Nächtliche Alpträume: Was tun gegen den Horrortrip?

Angst vor Prüfungen, der Druck am Arbeitsplatz. Dinge die uns im Alltag beschäftigen, spiegeln sich häufig auch in unseren Träumen wieder.
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Angst vor Prüfungen, der Druck am Arbeitsplatz. Dinge die uns im Alltag beschäftigen, spiegeln sich häufig auch in unseren Träumen wieder.

© Getty Images
07.03.2010 - 04:59 Uhr von Sven Döring

Viele Menschen leiden nachts. Immer wieder erleben Sie Horrorvisionen und wachen schweißgebadet auf. Dabei gibt es Auswege aus dem Alptraum-Labyrinth.

Oft sind es Stress, unterdrückte Gefühle oder Scham, die den nächtlichen Horrortrip auslösen. Hilfe bieten zwei Methoden, die der Traumforscher und Professor Michael Schredl in der "Apotheken Umschau" erläutert.

Bildershow: Die häufigsten Alpträume der Deutschen

Wer Gefühle wie Scham, Schuld oder Schwäche im Wachzustand vermeide und unterdrücke, der setze sich erheblichem Stress aus. Stress sei jedoch der wichtigste Faktor bei den Horror-Träumen. Denn was der Mensch am Tag nicht verarbeitet, das spiegelt sich in seinen nächtlichen Träumen wider.

"Stress macht grundsätzlich schlechten Schlaf - und auch mehr Alpträume", sagt Schredl. Dennoch sei die Tendenz zu Alpträumen auch Veranlagungssache. Manche Menschen litten stärker unter negativen und unterdrückten Gefühlen, als andere. "Kreative und sensible Menschen sind anfälliger."

Eine relativ einfache Methode gegen den Horror trägt den komplizierten Namen "Bild- oder Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie (Englisch: IRL = Image-Rehearsal-Theraphy). Hierbei Erfindet der Betroffene für jeden erlebten Alptraum während des Tages ein neues Ende. In dieser Form muss man sich den Traum mehrfach am Tag vorstellen. So beeinflusst man dann auch den Ausgang der nächtlichen Horrorvision.

Vor allem eingebettet in eine Verhaltenstherapie, in der man lernt, den Stress zu senken und Gefühle auch am Tage zuzulassen und zu verarbeiten, erweist sich diese Methode als sehr hilfreich.

Eine etwas zeitaufwändigere Methode ist das sogenannte Klarträumen. Hierbei lernt man, schon im Traum zu erkennen, dass man träumt - und diesen Traum zu beeinflussen. So verändert man während des Schlafens seinen Traum und kann ihn zu einem schönen Ende führen. Oder auch einfach aufwachen. Der Traum verliert seinen Schrecken.

Dazu muss man sich, laut Schredl, regelmäßigen Realitätstests stellen. Fünf- bis zehnmal am Tag solle man sich fragen: "Bin ich wach oder träume ich?" Dann kontrolliert man, ob die Umgebung mit den Gesetzen der Wirklichkeit übereinstimmt. Dieser "Realitätstest" wird mit der Zeit so zur Gewohnheit, dass man dies auch im Traum automatisch macht. Der Rest ist dann ganz einfach.

Hat man das "Klarträumen" erst erlernt, kann man jeden Traum so gestalten, wie man sich seinen nächtlichen Fantasien vorstellt. In unserer Bildershow erfahren Sie mehr über Alpträume.

Quelle: freenet.de
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